Sonntag, 30. Juni 2024

Was von 2000 Euro Rente übrig bleibt

Was von 2000 Euro Rente übrig bleibt
Brutto ist nicht gleich netto – das gilt auch für die Rente. Rentner zahlen Kranken- und Pflegeversicherung plus Steuern. Von 2000 Euro Rente bleibt nicht so viel übrig.
Wer 2024 in Rente geht, dürfte maßlos 😯 enttäuscht sein, was unterm Strich tatsächlich netto dabeu herauskommt: Staat und Sozialversicherung langen 🫲 kräftig zu. Insofern ist nur jedem zur raten, der gesetzlichen Rente zu misstrauen und sich der Realität zu stellen. Was alles von der Brutto-Rente abgezogen wird:
- Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge – rund zwölf Prozent, bei Kinderlosen sogar noch mehr. Wie viel genau hängt vom Zusatzbeitrag ab.
- Steuern – wessen Rente einschließlich anderer Einkünfte 2024 niedriger war als der Grundfreibetrag von 11.604 Euro (10.908 Euro in 2023) Euro, zahlt  keine Steuern, wer darüber liegt, zahlt möglicherweise Steuern – "möglicherweise" deswegen, weil es darauf ankommt, wann jemand in Rente gegangen ist. Denn, nach dem Jahr des Renteneintritts bemisst sich der steuerpflichtige Anteil. Spätestens jetzt dürfte klar sein🥺: Brutto ist nicht gleich netto.

Die konkrete Rechnung


Was heißt das denn konkret? Der "Westfälische Anzeiger"  hat sich die Mühe gemacht und das für eine Rente von 💶 2000 Euro durchgerechnet. Netto bleiben laut "Westfälischem Anzeiger" von 2000 Euro netto 1665 Euro übrig, das entspricht 83,25 Prozent – 16,75 Prozent oder 335 Euro gehen an Staat und Sozialversicherung. Das heißt, selbst mit einer guten Rente – und 2000 Euro sind das – kommen Rentnerinnen und Rentner nicht sonderlich weit.
⚠️ Vorsicht: Das heißt nicht, dass jeder mit 2000 Euro Rente genau so viel zahlt, denn es kommt auf das 📅 Jahr des Renteneintritts an und auf andere Umstände. Nur die 🥺 wenigsten kommen indes auf 2000 Rente. 2022 bekamen laut "Sozialpolitik aktuell" rund 14,8 Prozent der männlichen und 1,6 Prozent der weiblichen Rentner in Deutschland mehr als 2.000 Euro monatliche Rente. Eine generelle Aussage, wie hoch die Steuerbelastung sein werde, kann 🤷‍♀️ nicht getroffen werden. Es empfiehlt sich eine persönliche ℹ️ Rentenberatung. Die Deutsche Rentenversicherung berät kostenlos, eine Beratungsstelle in der Nähe zu finden, dürfte kein Problem sein.

Kranken- und Pflegeversicherung


Den größten Batzen machen die Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge sowie der Zusatzbeitrag zur Krankenkasse aus. Bei Pflichtversicherten in der Krankenversicherung der Rentner (KVdR) übernimmt die Rentenversicherung die Hälfte des allgemeinen Beitragssatzes von 14,6 Prozent. Ein freiwillig gesetzlich krankenversicherter Rentner bekommt einen Zuschuss von 7,3 Prozent, muss den Gesamtbeitrag aber selbst abführen. Dazu kommt aber immer der Zusatzbeitrag, von dem die KVdR ebenfalls die Hälfte übernimmt – der ist 2024 von 1,6 auf 1,7 Prozent gestiegen und wird 2025 voraussichtlich weiter auf 2,45 Prozent steigen. Es gibt allerdings einige Krankenkassen, wie die HKK, die deutlich weniger Zusatzbeitrag verlangen. Ferner zahlen die Rentner noch den Pflegebeitrag in Höhe von 3,4 Prozent (mit Kindern) oder 4,0 Prozent (kinderlos). Anders als beim Krankenkassenbeitrag müssen Rentner den Pflegebeitrag allein tragen.
Die Rechnung:
Brutto                                2.400,00 Euro
Krankenversicherung*        - 146,00 Euro
Zusatzbeitrag*                    -   17,00 Euro
Pflegeversicherung**.        -    80,00 Euro
---------------------------------------------------------
Netto vor Steuern              1.727,00 Euro
*Deutsche Rentenversicherung übernimmt die Hälfte
** Pflegeversicherung trägt Rentner allein (4,0 Kinderlose, 3,4 mit Kindern)
Von dem in der Renteninformation genannten Betrag gehen damit etwa 12 Prozent monatlich nur für Kranken- und Pflegeversicherung ab. Bei einer Rente von 2000 Euro im Monat sind das ungefähr 240 Euro, für Kinderlose sogar 243 Euro.

Steuer bei 2000 Euro Rente?


Der Musterfall, den der "Westfälische Anzeiger" durchgerechnet hat:
Es kommt darauf an, wie hoch die Freibeträge sind, die gelten. Da ist zum einen
- der Grundfreibetrag, der allen Steuerzahlern zusteht, zusätzlich gibt es für Rentner und Rentnerinnen
- der Rentenfreibetrag.
Die Rechnung
Wer 2024 erstmals Altersruhegeld beziehen möchte, versteuert davon 83 Prozent. Die restlichen 17 Prozent sind steuerfrei. Bei einer gesetzlichen Jahresrente von 24.000 Euro (monatlich 2000 Euro) sind also 19.920 Euro zu versteuern, die übrigen 4.080 Euro nicht. Der steuerfreie Rentenanteil bleibt laut Thomas Hentschel von der Verbraucherzentrale NRW während der gesamten Rentenbezugszeit konstant
Der "Westfälische Anzeiger" geht von folgenden 🧾 Annahmen aus:
- Renteneintritt 2024
- monatliche Rente 💶 2000 Euro (pro Jahr 24.000)
- ✝️ konfessionslos
- gesetzlich krankenversichert
- Rentenfreibetrag 17 Prozent
Beim Renteneintritt 2024 liegt der Rentenfreibetrag bei 17 Prozent, das heißt
- 17 Prozent der Rente sind 🙁 steuerpflichtig (2025 sind es bereits 83,5 Prozent),
- 17 Prozent von 24.000 Euro bleiben steuerfrei, sprich 4.080 Euro.
- Besteuert werden somit 19.920 Euro.
- Davon abgezogen werden die Beiträge zur gesetzlichen 🏥 Kranken- und Pflegeversicherung, zusammen 2916 Euro pro Jahr.
- Der steuerpflichtige Rentenanteil sinkt somit auf 17.004 Euro.
- Davon wird noch die Werbungskostenpauschale für 👵 👴 Rentner von 102 Euro und
- der Sonderausgabenpauschalbetrag von 36 Euro abgezogen.
- Der endgültige steuerpflichtige Anteil beträgt 16.866 Euro.
- Daraus errechnet sich gemäß Einkommensteuer-Grundtabelle für das Jahr 2024 eine Steuer von 1.486 Euro.
- Herunter gebrochen auf den Monat ergibt sich eine fiktive Steuer von 123,83 Euro.
Entwicklung des Besteuerungsanteils
2023 lag der Besteuerungsanteil bereits bei 82,5 Prozent 🙁 – und er steigt weiter 😢. Er wurde rückwirkend durch das Wachstumschancengesetz um einen halben Prozentpunkt gesenkt.
https://vorunruhestand.de/2024/06/was-von-2000-euro-rente-uebrig-bleibt/

Samstag, 29. Juni 2024

Kahlschlag bei der Postbank geht weiter

Kahlschlag bei der Postbank geht weiter
Die Postbank hat in den vergangenen Monaten schon viele Filialen dichtgemacht, demnächst folgt ein Kahlschlag. Von 550 Filialen bundesweit sollen nur noch 300 übrig bleiben. Jetzt trifft es auch München.
Die Postbankfilialen werden immer weniger und die 1800 Post-Partnerfilialen sollen schon ab Ende 2025 kein Bargeld mehr ausgeben. Die Postbank will ihren Kunden das Bargeld gründlich vermiesen oder sie gleich ganz vertreiben. In der Fläche sind bereits viele Filialen dichtgemacht worden, darunter beispielsweise in Olching nahe Fürstenfeldbruck, jetzt kommen Großstädte wie München dran. Denn sowohl die Filiale an der Partnachstraße 6 als auch die beiden nächstgelegenen am Harras und am Goetheplatz machen laut "tz" zu. „Zwischen der Innenstadt und Solln haben wir dann nichts mehr“, beschwert sich Postbank-Kunde Alto Sittler. „Das bedarf eines Aufschreis ohne Ende!“
Welche Standorte wann betroffen sind, rücke die Postbank allerdings nicht raus. Die Deutsche-Bank-Tochter informiere "wie gewohnt, wenn ein Termin für die jeweilige Maßnahme bekannt ist und weitere Details feststehen", so die "tz".
Viele Postbankkunden müssen mittlerweile weite Wege in Kauf nehmen, um an Bargeld zu kommen oder im nächsten Supermarkt Geld abheben.

Postbank macht Filialen dicht


"Wir beobachten schon länger, dass Kundinnen und Kunden ihre Bankgeschäfte zunehmend online durchführen und der Anteil bargeldloser Zahlungen steigt", sagte ein Postbank-Sprecher dem "Handelsblatt". Neben den Post-Partnerfilialen will die Postbank auch 250 der 550 verbliebenen eigentlichen Postbankfilialen schließen. Das heißt, von den ursprünglich 750 bleiben dann gerade einmal ein Drittel übrig.

Bargeld nur noch im Supermarkt


Die Postbankkunden haben von diesem Schritt noch nicht gehört. Kein Wort davon auf dem Internet-Portal der Postbank. Die Deutsche Bank (als Betreiber der Postbank) hebt indes laut "IT-Finanzmagazin" hervor, man betreibe auch über das Jahr 2025 hinaus mehrere hundert Filialen und sei mit den 6.000 Geldautomaten der Cash Group am Markt präsent. Dumm nur, dass auch die andere Banken, wie die HypoVereinsbank ebenfalls eine Filiale nach der anderen schließt. Selbst in Kleinstädten mit mehr als 30.000 Einwohner gibt es keine Geldautomaten für Kunden der Cash-Group mehr.
Die Postbank verweist auf Lebensmittel- und Drogeriemärkten, wo Cashgroup-Kunden Bargeld an der Kasse abheben können, allerdings müssen die dafür einen Mindestumsatz tätigen. Offensichtlich geht es mittlerweile vielen Bankkundinnen und -kunden so, dass sie sich an der Supermarktkasse mit Geld versorgen. Die Supermarktkasse wird zum Geldschalter, wie das EHI-Handelsinstitut bestätigt. Mittlerweile bieten neun von zehn Super- und Drogeriemärkten Barauszahlung an der Kasse an – bei den meisten werden nur Girocards akzeptiert, bei einigen auch Kreditkarten. Vereinzelt bieten auch Baumärkte, Tankstellen und andere Fachhändler diesen Service an. Dieser Bargeldservice macht immerhin annähernd zehn Prozent des Bargeldumsatzes der Supermärkte aus. Das gilt gerade für ländliche Regionen. Die Institute der Cash Group arbeiten auch mit Shell zusammen. Dort können Postbankkunden Geld abheben, auch ohne zu tanken. Weil es mittlerweile immer schwierig wird, einen Geldautomaten der Cash Group zu finden, hat die Postbank einen „Bargeldfinder“ ins Netz gestellt.
https://vorunruhestand.de/2024/06/kahlschlag-bei-der-postbank-geht-weiter/

Was interessiert die Generation 60plus?

Was interessiert die Generation 60plus?
Vielfalt statt Einfalt – so ließen sich die Interessen der Generation 60plus zusammenfassen. Wir Babyboomer waren immer viele, wir sind in umwälzenden Zeiten aufgewachsen, wir haben die Welt verändert: Das prägt.

Das Blogzine vorunruhestand.de befasst sich mit vielen Themen, weil die Leserinnen und Leser vielfältig interessiert sind. Wir „alten weißen Männer“ sind mit Wehrpflicht aufgewachsen, haben viele Disruptionen, sprich, grundlegende Veränderungen und Erneuerung erlebt, darunter die Wiedervereinigung und die Digitalisierung aller Lebensbereiche. Die „alten weißen Frauen“ haben sich vehement für die Gleichberechtigung von Mann und Frau eingesetzt und die Gesellschaft geprägt. „Ich altere mit Neugier“, wie es die Schriftstellerin und Literaturkritikerin Elke Heidenreich so schön formuliert.


Was interessiert uns?




Was also interessiert die Generation 60plus. Fragen wir doch einmal „Künstliche Intelligen“, sprich KI oder „Artificial Intelligence“ (AI). Was ist dabei herausgekommen?


Interessen


Hier die Liste:

- Gesundheit und Wohlbefinden: Viele konzentrieren sich auf gesunde Ernährung, Bewegung und präventive Maßnahmen.


- Finanzielle Sicherheit: Themen wie Rente, Altersvorsorge und Vermögensverwaltung sind oft wichtig.


- Familie: Zeit mit Kindern, Enkelkindern und anderen Angehörigen zu verbringen, ist für viele zentral.


- Reisen: Viele nutzen den Ruhestand, um neue Orte zu erkunden oder lang geplante Reisen zu unternehmen.


- Hobbys und Freizeitaktivitäten: Ob Gärtnern, Lesen, Kunsthandwerk oder Sport - viele widmen sich verstärkt ihren Interessen.


- Lebenslanges Lernen: Kurse, Workshops oder neue Fähigkeiten zu erlernen, bleibt für viele attraktiv.


- Soziales Engagement: Ehrenamtliche Tätigkeiten oder die Unterstützung lokaler Gemeinschaften sind häufig.


- Technologie: Viele sind daran interessiert, mit digitalen Entwicklungen Schritt zu halten, um verbunden zu bleiben.


- Wohnthemen: Fragen zur altersgerechten Wohnungsanpassung oder zu alternativen Wohnformen im Alter werden relevanter.


- Kulturelle Aktivitäten: Museen, Theater, Konzerte oder andere kulturelle Veranstaltungen erfreuen sich oft großer Beliebtheit.

Na, war da was dabei für euch?

Vorunruhestand.de versucht zumindest, die meisten dieser Punkte abzudecken.

Viel Spaß beim Lesen ;-)


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„Das“ Patentrezept für einen erfolgreichen Ruhestand gibt es nicht. Jeder muss für sich selbst herausfinden, was ihm Freude macht und ihn ausfüllt. Nur, Nichts-tun geht nicht. Die Menschen sind im Vorteil, die bereits während ihres Arbeitslebens in ihrer Freizeit aktiv waren – sie haben dafür jetzt mehr Zeit. Alle andere gehen am besten in sich und überlegen, was sie denn sonst noch außer Beruf interessiert. Vielleicht lässt sich ja ein Teil dessen, was sie im Beruf gemacht haben, in der Freizeit fortsetzen – anders eben. Zu seinem eigenen Wohlergehen muss sich jeder Mensch ein Leben lang weiterentwickeln, sich nützlich fühlen, emotionale sowie soziale Beziehungen pflegen und sich beschäftigen. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, das Leben sinnvoll zu gestalten. Es kann nicht schaden, ab und an auch im Alter aus seiner Komfortzone herauszutreten und sich zu fordern. Ein neues Projekt, eine neue Sprache oder eine neues Hobby können dabei helfen.
https://vorunruhestand.de/2024/06/was-interessiert-die-generation-60plus/

Freitag, 28. Juni 2024

Gute Gründe für eine Frühpensionierung

Gute Gründe für eine Frühpensionierung
Früher raus aus dem Beruf und rein in die Pension – warum nicht? Vieles spricht dafür. Auf uns warten Freiheit und Selbstbestimmung. Niemand sollte diese Entscheidung aber auf die leichte Schulter nehmen – was es zu bedenken gilt.

Die Entscheidung für eine Frühpensionierung ist ein bedeutender Schritt im Leben eines Menschen. Sie markiert oft den Übergang von einer langen Karrierephase als Beamtin oder Beamter hin zu einem neuen Kapitel, das durch Freiheit und Selbstbestimmung geprägt ist. Doch bevor man diesen Schritt geht, gilt es, gründlich über die Motivationen und die Auswirkungen nachzudenken – einige persönliche und gesellschaftliche Aspekte:


Was ist Frühpensionierung?




In Deutschland ist die Frühpensionierung ein Thema, das im Prinzip ausschließlich Beamte betrifft. Eine vorzeitig pensionierte Person scheidet dabei vor Erreichen des gesetzlich festgelegten Rentenalters aus dem Berufsleben aus und hat Anspruch auf ein Ruhestandsgehalt.


Was treibt Menschen an?




Die Gründe, warum Menschen eine Frühpensionierung in Betracht ziehen, sind vielfältig und individuell. Ein häufiger Beweggrund ist der Wunsch nach mehr Zeit für persönliche Interessen und Lebensqualität. Viele Menschen möchten nach jahrzehntelanger Arbeit endlich die Freiheit genießen, ihre Tage selbstbestimmt zu gestalten. Für andere spielt die Gesundheit eine entscheidende Rolle: Frühpensionierung kann eine Möglichkeit sein, sich von beruflichen Belastungen zu erholen und die eigene Gesundheit zu erhalten oder zu verbessern.


Finanzielle Aspekte


Bevor Sie den Schritt zur Frühpensionierung in Erwägung ziehen, ist es unerlässlich, Ihre finanzielle Situation sorgfältig zu analysieren. Stellen Sie sicher, dass Sie über ausreichende Rücklagen und Rentenansprüche verfügen, um Ihren Lebensstandard auch nach der Pensionierung aufrechterhalten zu können. Der Experte Peter Zickenrott rät unbedingt dazu, auch sämtliche Details Ihrer Rentenversicherung oder privaten Altersvorsorge zu berücksichtigen.


Gesetzlicher Rahmen




Es ist wichtig, sich über die gesetzlichen Rahmenbedingungen und mögliche Konsequenzen der Frühpensionierung zu informieren. Je nach Land und Rentensystem können verschiedene Regeln und Voraussetzungen gelten, die Ihre Entscheidung beeinflussen können. Informieren Sie sich über das Rentenalter, finanzielle Ansprüche und eventuelle Abschläge bei vorzeitiger Pensionierung.


Planung der Frühpensionierung




Die Frühpensionierung erfordert eine sorgfältige Planung und Vorbereitung. Erstellen Sie einen detaillierten Finanzplan, der Ihre aktuellen und zukünftigen Ausgaben berücksichtigt. Denken Sie an mögliche Gesundheitskosten und berücksichtigen Sie auch unvorhergesehene Ausgaben. Überlegen Sie, wie Sie Ihre Zeit nach der Pensionierung sinnvoll gestalten möchten und welche Aktivitäten und Interessen Sie verfolgen möchten.


Psychologische Aspekte


Die Entscheidung für eine Frühpensionierung kann sowohl positive als auch negative emotionale Auswirkungen haben. Für viele Menschen bedeutet es eine große Befreiung und die Möglichkeit, sich endlich auf sich selbst und ihre persönlichen Wünsche zu konzentrieren. Andererseits kann der Übergang vom Arbeitsleben in den Ruhestand auch Herausforderungen mit sich bringen, wie den Verlust von sozialen Kontakten oder eine Sinnkrise.


Gesellschaftliche Perspektiven


Die gesellschaftliche Akzeptanz und Unterstützung für Frühpensionierungen variieren je nach kulturellen und sozialen Normen. Informieren Sie sich über mögliche Unterstützungsangebote und Netzwerke für frühzeitig Pensionierte. Tauschen Sie sich mit anderen in ähnlichen Lebenssituationen aus und nutzen Sie deren Erfahrungen für Ihre eigene Planung. So können sie später möglichst offen mit dem Thema umgehen.

Die Entscheidung für eine Frühpensionierung ist eine persönliche Wahl, die gründlich überlegt sein sollte. Berücksichtigen Sie alle relevanten Aspekte, von finanziellen Überlegungen über gesetzliche Rahmenbedingungen bis hin zu persönlichen und emotionalen Faktoren. Eine gute Vorbereitung und Planung sind der Schlüssel zu einem erfolgreichen Übergang in den Ruhestand. Nehmen Sie sich Zeit, um Ihre Ziele und Wünsche zu reflektieren und treffen Sie dann eine informierte Entscheidung, die zu Ihrem individuellen Lebensweg passt.

 

Bild von dietcheese auf Pixabay
https://vorunruhestand.de/2024/06/gute-gruende-fuer-eine-fruehpensionierung/

Donnerstag, 27. Juni 2024

Wie sich mit Balkonsolar Stromkosten senken lassen

Wie sich mit Balkonsolar Stromkosten senken lassen
Wir Senioren gehen mit der Zeit – warum nicht auch beim Strom? Mit Balkonsolar, sprich Balkonkraftwerken, lassen sich die Stromkosten senken.

Kleine Solaranlagen, sogenannte Balkonkraftwerke, bieten Seniorinnen und Senioren eine Möglichkeit, die Stromkosten spürbar zu senken.


Solarenergie senkt Stromrechnung




Diese kompakten Anlagen wandeln das Sonnenlicht direkt in Strom um, der sich dann selbst im Haushalt nutzen lässt. Klingt großartig und ist einfach zu installieren. Der Wartungsaufwand ist gering. Das kann jeder, auch wir Älteren – dank dieser nachhaltigen Energiequelle profitieren wir von niedrigeren Stromrechnungen und werden ein Stück unabhängiger.


Balkonsolar für Senioren? Warum denn nicht!




Balkonkraftwerke bieten auch Älteren zahlreiche Vorteile. Durch ihre einfache Installation und Wartung sind sie ideal für jeden von uns geeignet. Mit Solarenergie lassen sich Stromkosten direkt reduzieren – eine großartige Lösung, gerade für Rentner.

Geld sparen ist das eine, Nachhaltigkeit das andere. Auch wir Älteren können mit Balkonkraftwerke einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz leisten. Die kompakte Bauweise und unkomplizierte Handhabung machen diese Technologie zu einer attraktiven und barrierefreien Option für. Mehr Informationen über die Balkonkraftwerk-Testsieger.


Wie funktionieren Balkonkraftwerke?




Die Solarmodule auf Balkon oder Terrasse sind das Herzstück eines Balkonkraftwerks. Sie wandeln das einfallende Sonnenlicht in elektrischen Strom um. Dieser Strom wird dann von einem Wechselrichter in eine Form umgewandelt, die im eigenen Haushalt genutzt werden kann. So lässt sich der erzeugte Solarstrom direkt vor Ort verbrauchen und hilft, die Stromrechnung spürbar zu senken.

Das Zusammenspiel der Komponenten — Solarmodule, Wechselrichter und Haushaltsanschluss — ermöglicht es den Nutzern, den Eigenverbrauch von Solarstrom zu maximieren und die Kosten zu reduzieren. Dieser Prozess ist einfach und erfordert nur minimale Wartung, was gerade für uns Ältere praktisch ist.


Was kosten Balkonkraftwerke?




Die Investitionskosten für ein Balkonkraftwerk hängen von der Größe und Leistung des Systems ab. Obwohl die Anschaffung zunächst Geld kostet, können Balkonkraftwerke langfristig zu spürbaren Einsparungen bei den Stromkosten führen. Durch den Eigenverbrauch des selbst erzeugten Stroms reduziert sich der eigene Bezug aus dem öffentlichen Netz.

Je nach Standort und Nutzung kann sich die Investition schon in wenigen Jahren amortisieren. Gerade für uns Senioren, deren Stromkosten oft einen großen Teil des Haushaltsbudgets ausmachen, bieten Balkonkraftwerke ein attraktives Einsparpotenzial über ihre gesamte Lebensdauer.


Optimale Bedingungen für Balkonkraftwerke




Um ein Balkonkraftwerk optimal zu nutzen, gibt es einige wichtige Faktoren zu beachten. Entscheidend ist zunächst die Ausrichtung der Solarmodule — eine südliche Ausrichtung nutzt die Sonneneinstrahlung am effizientesten. Auch der Neigungswinkel zwischen 30 und 45 Grad hat einen großen Einfluss auf die Stromproduktion. Dabei ist es wichtig, Verschattung durch Gebäude, Bäume oder andere Objekte zu vermeiden, da diese die Leistung deutlich beeinträchtigen können.

Ein durchschnittlicher Balkon bietet in der Regel genug Platz, um ein bis zwei Solarmodule mit einer Leistung von 300 bis 400 Watt zu installieren. Mit der richtigen Ausrichtung und Positionierung lässt sich so die maximale Stromerzeugung aus Sonnenenergie erzielen.


Balkonkraftwerke werden gefördert


In Deutschland gibt es verschiedene Förderprogramme und staatliche Unterstützungen, die auch uns Ältere den Einstieg in die Nutzung eines Balkonkraftwerks erleichtern können. Einige Bundesländer und Kommunen bieten Zuschüsse oder zinsgünstige Kredite für die Anschaffung und Installation von Solaranlagen an.

Darüber hinaus können alle, die sich ein Balkonkraftwerk anschaffen, von der KfW-Bankengruppe geförderte Kredite in Anspruch nehmen, die speziell für erneuerbare Energien vorgesehen sind. Es lohnt sich, sich bei der örtlichen Energieagentur oder dem Rathaus zu informieren, welche spezifischen Fördermöglichkeiten in der Region verfügbar sind. So lasse sich die Kosten für das eigene Balkonkraftwerk weiter senken.

Alles in allem bieten Balkonkraftwerke eine praktische Option, um Ihre Stromkosten zu senken und gleichzeitig einen Beitrag zur nachhaltigen Energieerzeugung zu leisten. Dank ihrer einfachen Installation und Bedienung sind diese Anlagen eine Option für viele Haushalte. Darum spielen sie eine wichtige Rolle bei der Energiewende und der Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks.

 

Bild: Franz Bachinger auf Pixabay
https://vorunruhestand.de/2024/06/wie-sich-mit-balkonsolar-stromkosten-senken-lassen/

Mittwoch, 26. Juni 2024

Wie steigende Sozialbeiträge Rentner treffen

Wie steigende Sozialbeiträge Rentner treffen
Rentnern drohen Kürzungen ihrer Rente durch die Sozialkassen, denn Kranken- und Pflegeversicherung wird immer teurer.

Die gesetzlichen Krankenversicherungen gehen auf dem Zahnfleisch: Das Defizit wächst und die Kosten laufen aus dem Ruder. Sie werden gar nicht umhinkönnen, als die Beiträge zu erhöhen. DAK-Vorstandschef Andreas Storm prognostiziert, dass allein die Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung in den kommenden zehn Jahren von 16,3 auf 19,3 Prozent steigen könnten. Parallel dazu dürften auch die Beiträge zur Pflegeversicherung steigen – von jetzt 4,0 Prozent (Kinderlose) auf künftig fünf oder sechs Prozent. Aus den Analysen für die DAK-Gesundheit gehe hervor, dass die Kassenbeiträge schon 2025 voraussichtlich um 0,6 Prozentpunkte auf 16,9 Prozent ansteigen werden.


Ein Viertel geht an die Krankenkasse




Das heißt, Rentnerinnen und Rentner werden dann 24 oder gar 25 Prozent ihrer Rente bei der Krankenkasse abliefern müssen. Das gilt zumindest für Betriebsrentnerinnen und -rentner, denn die zahlen die vollen Beiträge, sprich Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil, gemildert nur durch einen Freibetrag.

Betroffen sind freilich nicht nur Rentnerinnen und Rentner, sondern auch Angestellte und Arbeitgeber in Deutschland. Auf sie kommt eine Sozialabgabenlawine zu.  Bis 2035 könnten die Beiträge der verschiedenen Versicherungszweige insgesamt um 7,5 Punkte auf 48,6 Prozent steigen, so das Berliner IGES-Institut.


Krankenversicherung muss reformiert werden


Deswegen fordert Storm einen Stabilitätspakt für die gesetzliche Krankenversicherung. Den Kassen müssten die Ausgaben für die Versicherung von Menschen mit Bürgergeld vom Bund erstattet werden. Der Bundeszuschuss für die gesetzliche Krankenversicherung müsse jährlich steigen.
https://vorunruhestand.de/2024/06/wie-steigende-sozialbeitraege-rentner-treffen/

Montag, 24. Juni 2024

Boomer sollen ein soziales Pflichtjahr machen

Boomer sollen ein soziales Pflichtjahr machen
Die Diskussion um ein soziales Pflichtjahr will nicht verstummen. Jetzt wollen aber die Jungen, dass wir Boomer ein solches ableisten. Geht's noch!

Weil die Forderung nach einem Pflichtjahr für Jüngere aufkommt, verlangen jetzt einige von ihnen, die Boomer, sprich die Generation der 1946 bis 1964 Geborenen, sollen doch ein Pflichtjahr machen. Die ehemalige Bundesfamilienministerin Kristina Schröder setzt sich an die Spitze dieser Bewegung. In der "Welt" macht sie den Vorschlag: "Wie wäre es, Ältere zum Beginn ihres Ruhestands zu einem Dienst an der Gesellschaft zu verpflichten?" Sie verlangt "nur" 20 Stunden pro Woche – "vielleicht auch mit der Möglichkeit, diese Stunden in den Jahren zuvor kumulativ durch ehrenamtliches Engagement abzuleisten". Sie könnte sich vorstellen, dass wir Alten "in Schulen und Kindergärten, in der Flüchtlingshilfe, als Coach für Jüngere" da sein sollten. Schöder kann sich vorstellen, dass "gerade die Generation der Babyboomer und meine eigene könnte damit zumindest ein wenig zur Lösung der Probleme beitragen, die wir den Jüngeren hinterlassen". Der Bayerische Rundfunk hat die Diskussion in Bayern 2 im "Tagesgespräch" fortgeführt und folgende Frage aufgeworfen: "Soziales Pflicht-Jahr für Babyboomer – was halten Sie davon?"


Pflichtjahr für junge Menschen




Losgetreten hatte diese Diskussion Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Ihm ging es allerdings um ein Pflichtjahr für junge Menschen. Für stärkeren gesellschaftlichen Zusammenhalt wünscht sich der Bundespräsident der "Tagesschau" zufolge eine Debatte über eine soziale Pflichtzeit. Die öffentliche Reaktion fiel heftig aus. Steinmeier meint, es täte unserem Land gut, "wenn sich Frauen und Männer für einen gewissen Zeitraum in den Dienst der Gesellschaft stellen".




Offensichtlich hat er damit einige Jüngere aufgeschreckt, denn die äußern sich in "X" (vormalsTwitter). Bilo verweist dabei auf die Sendung "Lanz", in der der Philosoph Richard David Precht zwei Pflichtjahre fordert: eins in der Jugend und eins im Alter. Martin Bethke forderte in "X", "mal lieber über ein Pflichtjahr für alle #Boomer zu reden", sprich, "diejenigen, die uns u.a. die #Klimakrise, #Artensterben, etc. mit ihrem Lebensstil eingebracht haben und sich aus der Verantwortung stehlen". 

https://twitter.com/Alltagseuphorie/status/1647827736776396800


Boomer sind schön blöd




Eigentlich sind wir Boomer blöd, ungerecht, unverschämt und rücksichtslos. Oder? Die meisten der männlichen Boomer haben bereits ein Pflichtjahr hinter sich, entweder beim Bund oder als Zivi. Der Redakteur Kai Baumann von "Zeit Online" findet Steinmaiers Vorschlag sogar "zynisch". Wie zynisch war dann erst die Wehrpflicht vor 2011? Oder wie zynisch ist die moralische Pflicht einer Babyboomerin für die kranke Mutter da zu sein? Übrigens, war das nicht nur ein Jahr, sondern es waren größtenteils sogar 18 oder 15 Monate, je nach Jahrgang. Und die Babyboomerin ist in der Regel auch nicht nur ein Jahr für ihre Mutter da. Jetzt sollen wir noch ein zweites Pflichtjahr machen? Kann es sein, dass die Jungen entweder keinen Geschichtsunterricht genossen haben, nicht aufgepasst oder schon wieder vergessen haben? Ja, ist ja auch lange her, seit die Wehrpflicht abgeschafft wurde - und zwar genau vor mittlerweile 13 Jahren von einer Bundeskanzlerin Angela Merkel, die sich daran am liebsten nicht mehr erinnern will. Viele Boomerinnen haben ihr Pflichtjahr bereits erfüllt oder erfüllen es immer noch, in dem sie die Eltern pflegen oder den kranken Mann. Das zählt bei den Jungen anscheinend nicht.

Allein die Reaktion der Jungen in den sozialen Medien zeigt doch, dass es dringend ein Pflichtjahr braucht, damit die Jungen begreifen, dass es auch ein Gemeinwesen gibt, was zumindest einige komplett ausblenden.


Wer sind die Boomer?


Wer oder was sind übrigens die "Boomer"? Das ist die Bevölkerungskohorte der zwischen 1946 und 1964 Geborenen. Auf die Babyboomer folgt die Generation X – sie sind von 1965 bis 1977 geborenen, die Generation Y entstammt dem Zeitraum zwischen 1978 und 1999. Ach ja, die Generation Z gibt es auch noch – das ist die Nachfolge-Generation der Millennials. Die Dazugehörigen kamen zwischen 1999 und heute zur Welt – die "ältesten Jungen und Mädchen der Generation Z (Jahrgänge 1999-02) sind inzwischen Teenager", so "Wikipedia".


Z wie Zukunft: Die Nachfolger der Generation Y sind quasi von Geburt an online und seit der Grundschule bei Instagram und Snapchat aktiv. Nur: Wer sind die nach 1995 Geborenen? Erste Untersuchungen zeigen: Sie sind spießiger als erwartet. (aus youthmedia.ch)


Generationen-Folge

- 1933–1945 „Matures“


- 1946–1964 „Boomers


- 1965–1976 „Generation X“


- 1977–1998 „Generation Y“, auch Echo Boomers oder Millenniums


- 1999–2010 „Generation Z“


- 2010-......  "Generation Alpha"

https://www.youtube.com/watch?v=vO5zfDbJJtg

Wie tickt die Generation Y - ein erklärendes Video



https://vorunruhestand.de/2024/06/boomer-sollen-ein-soziales-pflichtjahr-machen/