Sonntag, 8. März 2026

Weltfrauentag: Zwischen Stolz und Rentenlücke

Weltfrauentag: Zwischen Stolz und Rentenlücke
Am 8. März feiern wir die Stärke der Frauen – und erinnern daran, dass echte Gleichstellung kein Selbstläufer ist, sondern tägliche Aufgabe für uns alle.
Der Internationale Frauentag, der jährlich am 8. März gefeiert wird, ist weit mehr als ein symbolischer Strauß Tulpen. Für die Frauen, die jetzt kurz vor dem Ruhestand stehen oder ihn bereits genießen, ist dieser Tag eine Bilanzierung. Es ist die Generation, die den Spagat zwischen Beruf, Kindererziehung und der Pflege von Angehörigen perfektioniert hat – oft zu einem hohen Preis.

Der Frauentag bleibt ein Reizthema


Obwohl Frauen heute aktiver denn je am Erwerbsleben teilnehmen, klafft die Schere im Alter weit auseinander. Der Gender Pension Gap ist kein theoretisches Konstrukt, sondern Realität auf dem Kontoauszug.
- Care-Arbeit: Jahrzehntelange unbezahlte Arbeit wird in unserem Rentensystem noch immer nicht ausreichend gewürdigt.
- Teilzeit-Falle: Was früher als Vereinbarkeitslösung galt, entpuppt sich heute oft als Rentenkiller.
- Inflation: Steigende Preise treffen kleine Frauenrenten besonders hart.
Was Frauen jetzt brauchen
Es geht nicht um Almosen, sondern um Gerechtigkeit. Der Vorunruhestand ist der perfekte Zeitpunkt, um laut zu werden. Wir brauchen:
- Eine stärkere Aufwertung von Erziehungs- und Pflegezeiten.
- Gezielte Beratung für Frauen beim Übergang in die Rente.
- Einen gesellschaftlichen Diskurs, der "Frauenthemen" endlich als Wirtschaftsthemen begreift.
Warum der Frauentag gerade für die Generation 50+ wichtig bleibt
Der Internationale Frauentag ist weit mehr als ein Datum im Kalender. Für viele Frauen der Generation 50+, 60+ und darüber hinaus ist er ein Stück gelebte Geschichte: Sie haben erlebt, wie Rechte erkämpft wurden, die heute selbstverständlich wirken – und wie brüchig diese Selbstverständlichkeiten sein können.
Viele erinnern sich noch gut an Zeiten, in denen Frauen ohne Zustimmung des Ehemanns nicht arbeiten durften, in denen Karriere und Kinder kaum vereinbar waren und in denen Altersarmut weiblich war – und oft noch ist. Der Frauentag ist deshalb ein Moment des Innehaltens: Was wurde erreicht? Was bleibt zu tun?
Gemeinschaft als Versicherung gegen Unsichtbarkeit
Nutzen wir den heutigen Tag nicht nur zum Feiern, sondern auch zur Vernetzung. Denn eine starke Gemeinschaft im Alter ist die beste Versicherung gegen Unsichtbarkeit.
Feiertag in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern
Am 8. März ist Frauentag – und in Berlin sowie seit 2023 auch in Mecklenburg-Vorpommern sogar ein Feiertag, den es einst auch in der DDR gab. Die Berliner haben den Frauentag vor allem eingeführt, weil sie sonst so wenige Feiertage haben. Bayern beispielsweise hat 13 Feiertage, die Augsburger sogar noch einen mehr. Wer ihn erfunden hat, darüber streiten sich Deutsche und Amerikaner. Denn bereits 1909 gab es einen Frauentag in den USA. 1910 schlug die deutsche Sozialistin Clara Zetkin auf der Frauenkonferenz in Kopenhagen die Einführung eines entsprechenden Gedenktags vor. https://vorunruhestand.de/2026/03/weltfrauentag-zwischen-stolz-und-rentenluecke/

Donnerstag, 5. März 2026

Wie hoch die Rentenerhöhung 2025 ausfällt

Wie hoch die Rentenerhöhung 2025 ausfällt
Ab 1. Juli 2025 gibt’s mehr Rente – so viel steht zumindest fest. Auch die Höhe ist schon vorhersehbar. Es dürft mehr sein als ursprünglich geplant. Was bedeutet das konkret?
„Die Rente folgt den Löhnen“, so das eherne Gesetz des Umlageverfahrens der Rente. Steigen die Löhne, steigen auch die Renten. Da die Löhne in den ersten beiden Quartalen 2024 um 6,4 Prozent (1. Quartal) und 5,4 Prozent (2. Quartal) gestiegen sind, werden auch die Renten am 1. Juli 2025 entsprechend steigen, allerdings nicht ganz so stark wie die Löhne.

3,6 Prozent Rentenerhöhung


Eine erste Schätzung gibt der Rentenversicherungsbericht der Deutschen Rentenversicherung (DRV) – die verlässliche Information über die Erhöhung folgt erst im Frühjahr 2025. Für 2025 geht die DRV laut "Münchner Merkur" aber von 3,6 Prozent mehr Rente für die 22 Millionen Rentner und Rentnerinnen im Land aus.

Bleibt’s bei 48 Prozent Rentenniveau?


Die Erhöhung muss etwas höher ausfallen als geplant, weil zum 1. Januar der Pflegebeitrag um 0,2 Prozentpunkte steigt und somit das Rentenniveau von 48 Prozent nicht gehalten werden könnte. Aber genau das ist gesetzlich geregelt – und zwar ist die Niveauschutzklausel im § 255e des Sechsten Buches Sozialgesetzbuch (SGB VI) bei 48 Prozent festgeschrieben. Diese Klausel stellt sicher, dass das Rentenniveau vor Steuern bis zum Jahr 2025 mindestens 48 % beträgt.
Rentenerhöhungen seit 2000
Der „Münchner Merkur“  hat exemplarisch durchgerechnet, was eine Erhöhung der Rente um 3,6 Prozent bedeutet:
- bei 800 Euro sind es 28,80 Euro
- bei 900 Euro 32,40 Euro
- bei 1.200 Euro 43,20 Euro
- bei 1.500 Euro 54 Euro
- bei 1.800 Euro 64,80 Euro
Das sind allerdings nur Brutto-Beträge, denn von der Rente werden Kranken- und Pflegebeiträge abgeführt – und möglicherweise sind Steuern zu zahlen. https://vorunruhestand.de/2024/12/wie-hoch-die-rentenerhoehung-2025-ausfaellt/

Freitag, 20. Februar 2026

Reisetrends 2026: So urlaubt die Generation 60plus

Reisetrends 2026: So urlaubt die Generation 60plus
Weg vom Massentourismus, hin zu bewussten Erlebnissen: Welche Ziele und Reiseformen 2026 bei Bestagern besonders hoch im Kurs stehen.
Das Reisejahr 2026 zeigt deutlich: Die Generation 60plus ist so reiselustig wie nie zuvor, stellt aber neue Ansprüche an die „schönste Zeit des Jahres“. Während die Inflation in anderen Bereichen zum Sparen zwingt, bleibt das Budget für den Urlaub stabil. Dabei geht der Trend weg vom klassischen „Abhaken“ von Sehenswürdigkeiten. Bestager wollen Komfort, Sicherheit und Qualität, aber ebenso Abenteuer, Natur und authentische Erlebnisse.
Bestager möchten nicht mehr nur „am Strand liegen“, sondern suchen Erholung, Inspiration und persönliche Entfaltung. „Reisen wird zunehmend als Form der Selbstverwirklichung und des lebenslangen Lernens verstanden; gerade im Alter haben viele Menschen den Wunsch, Träume zu verwirklichen, die jahrzehntelang aufgeschoben wurden“, schreibt die Plattform Herzjung.

Reisetrends für Bestager


- Slow Travel & Coolcation: Statt Hitzestress im tiefen Süden suchen viele Reisende 2026 die angenehme Kühle des Nordens. Skandinavien und das Baltikum boomen. Unter dem Motto „Slow Travel“ wird länger an einem Ort verweilt, um tief in die lokale Kultur einzutauchen – Qualität schlägt Quantität.
- Nostalgie-Reisen: Ein starker Trend 2026 ist das Wiederentdecken alter Erinnerungen. Viele Bestager zieht es an Orte ihrer Kindheit oder Jugend, um diese mit dem heutigen Komfort neu zu erleben.
- Luxuriöse Zugreisen: Die Bahn erlebt eine Renaissance. Besonders exklusive Zugreisen durch Europa oder Panoramazüge in Übersee bieten die perfekte Mischung aus Entschleunigung und höchstem Komfort.
- Mehrgenerationen-Urlaub: Gemeinsame Zeit mit Kindern und Enkeln wird wichtiger. Großzügige Ferienhäuser oder spezialisierte Resorts, die Freiraum für alle Altersgruppen bieten, sind gefragt.
- Small-Group-Abenteuer: Authentizität ist Trumpf. Kleine Gruppenreisen mit Expertenbegleitung – etwa zu kulturellen oder kulinarischen Themen in Ländern wie Japan oder Portugal – ersetzen zunehmend den anonymen Massentourismus.
Die „Bestager“ von heute definieren das Reisen 2026 neu: Es geht um Bedeutung statt Entfernung. Ob in der heimischen Natur oder bei einer achtsam geplanten Fernreise – im Vordergrund stehen das persönliche Erleben und die bewusste Auszeit vom Alltag.
Mittsommer ohne Hitze
Während Südeuropa im Juli 2026 unter der dritten Hitzewelle des Jahres stöhnt, stehen Bestager an der Reling einer Elektro-Fähre im norwegischen Geirangerfjord. Die Luft ist klar, 21 Grad mild, und das Einzige, was sie hören, ist das sanfte Plätschern des Wassers und ein entfernter Wasserfall. Das ist „Coolcation“ – der Urlaub in der angenehmen Frische.
Die Kunst des Weglassens
Früher wollten sie vielleicht noch in zwei Wochen ganz Skandinavien sehen. Heute praktizieren sie Slow Travel: das heißt, drei feste Standorte, jeweils fünf Tage. Kein Kofferpacken im Akkord, kein Zeitdruck.
- Die Ankunft: Statt des Flugzeugs wählen sie die Bahnverbindung über Kopenhagen. Der Weg ist hier tatsächlich das Ziel; das sanfte Gleiten durch die skandinavische Landschaft ist der perfekte Übergang in den Urlaubsmodus.
- Das Erleben: In einem kleinen Fischerdorf auf den Lofoten mieten sie sich in ein restauriertes Rorbu (Fischerhütte) ein. Statt geführter Bustouren suchen sie den Kontakt zu den Einheimischen.
- Die Aktivität: Slow Travel bedeutet nicht Stillstand. Weg vom Instagram-Hype.
Warum uns die Kühle so guttut
Es ist mehr als nur die Temperatur. „Coolcation“ in Skandinavien bedeutet, dass der Körper nicht gegen die Hitze kämpfen muss. Gerade als Bestager fühlen wir uns vitaler, schlafen bei offenem Fenster tief und fest und können die Natur mit allen Sinnen genießen, ohne ständig nach Schatten zu suchen.
Slow Travel ist die ultimative Form des Reisens für uns. Wir haben nichts mehr zu beweisen, aber alles zu entdecken. Wer die Hektik der Flughäfen gegen das sanfte Rattern der Schienen und die Hitze des Südens gegen die tiefblauen Fjorde des Nordens tauscht, kehrt nicht nur erholt, sondern innerlich bereichert zurück. https://vorunruhestand.de/2026/02/reisetrends-2026-so-urlaubt-die-generation-60plus/

Mittwoch, 18. Februar 2026

Schlutzkrapfen: Tradition, die schmeckt

Schlutzkrapfen: Tradition, die schmeckt
Schlutzkrapfen gehören zur Südtiroler Küche wie Spinatknödel und Schüttelbrot. Was steckt dahinter – und vor allem wie lassen sie sich nachkochen.
Wer schon einmal in den gemütlichen Stuben Südtirols Platz genommen hat, kommt an ihnen nicht vorbei: den Schlutzkrapfen. In der lokalen Mundart liebevoll „Schlutzer“ genannt, sind diese gefüllten Teigtaschen weit mehr als nur eine Mahlzeit – sie sind ein Symbol der alpinen Genusskultur.

Ein Stück Alpengeschichte auf dem Teller


Ursprünglich galten sie als „Arme-Leute-Essen“. Die Bergbauern nutzten das, was der Hof hergab: Roggenmehl vom Feld, Spinat aus dem Garten und frischen Topfen (Quark) von den eigenen Kühen. Der Name leitet sich vom Tiroler Wort „schlutzen“ ab, was so viel wie „gleiten“ oder „rutschen“ bedeutet – ein Hinweis darauf, wie geschmeidig die Teigtaschen in den Mund wandern.

Genießen als Lebensart


Schlutzkrapfen verkörpern genau das, was wir am bewussten Genießen schätzen:
- Regionalität: Ehrliche Zutaten ohne Schnickschnack.
- Handarbeit: Das Formen der Teigtaschen hat fast schon etwas Meditatives.
- Geselligkeit: Am besten schmecken sie in guter Gesellschaft mit einem Glas Vernatsch.
Südtiroler Schlutzkrapfen sind eines dieser Gerichte, die sofort das Gefühl von alpiner Gemütlichkeit wecken. Sie wirken auf den ersten Blick wie Ravioli – aber ihr Charakter ist ganz eigen, tief verwurzelt in der bäuerlichen Küche Tirols.
Was Schlutzkrapfen ausmacht
- Teig: Ein dünner Nudelteig, oft mit einem Anteil Roggenmehl, was ihm eine leicht nussige Note gibt.
- Füllung: Klassisch besteht sie aus Spinat und Topfen (Quark), manchmal mit etwas Kartoffel, Muskat, Knoblauch und Schnittlauch.
- Form: Halbmondförmig, etwa handtellergroß und mit einer gezackten oder glatten Kante verschlossen.
- Zubereitung: Kurz in Salzwasser gekocht, bis sie an die Oberfläche steigen.
Mit einem Ausstecher geht's schneller
Schlutzkrapfen-Former
Schlutzkrapfen-Former gibt's in Südtirol in vielen Geschäften zu kaufen - in Deutschland am besten online kaufen
Am besten nach Ravioli Fomer im Internet suchen. Schlutzkrapfen sind ja so etwas Ähnliches wie Ravioli.
Genussmomente
Serviert werden Schlutzkrapfen traditionell mit brauner Butter, reichlich Parmesan oder Graukäse und etwas Schnittlauch.
Einfallsreiche Varianten
Normalerweise haben Schlutzkrapfen eine Spinatfüllung, aber die Köchinnen und Köche in Südtirol sind kreativ und haben sich einige Varianten einfallen lassen:
- Käse-Schlutzkrapfen mit würzigem Bergkäse
- Kräuter-Schlutzkrapfen mit Wildkräutern wie Brennnessel oder Bärlauch
- Rote-Beete-Teig für eine farbenfrohe, moderne Interpretation
Tipp
Wenn Sie eine größere Menge vorbereiten, können Sie die Schlutzkrapfen ungekocht wunderbar einfrieren. So haben Sie immer ein schnelles, hochwertiges Abendessen parat.
Das Rezept: Der Klassiker für zu Hause
Holen Sie sich das Urlaubsgefühl in die eigene Küche. Dieses Rezept reicht für ca. 4 Personen.

Schlutzkrapfen



Teig aus Roggen- und Weizenmehl, gefüllt mit Spinat, garniert mit zerlassener Butter und Parmesan


- Schlutzkrapfen-Former
- Nudelbrett
- Teigroller
- große Pfanne
- Kochtopf
Für den Teig- 250 g Roggenmehl
- 250 g Weizenmehl
- 2 Eier
- 1 EL Öl (Raps- oder Sonnenblumenöl)
- etwas lauwarmes Wasser
- 800 g Spinat (am besten tiefgefroren)
- 4 EL gehackte Petersilie
- 1 mittelgroße Zwiebel
- 40 g Butter
- 1 EL Mehl
- 1/4 l Milch
- 1 EL Parmesan
- Salz
- Pfeffer
- Muskat
- 80 g Butter
- 60 g Parmesan
Teig-

Aus Mehl, Eier, Salz, Eier, Öl und lauwarmen Wasser einen nicht zu festen Teig kneten


-

1 Stunde zugedeckt ruhenlassen


-

Falls frischer Spinat verwendet wird: Spinat gut waschen, in Salzwasser garkochen, abseihen und ausdrücken, damit er möglichst wenig Wasser enthält


-

Tiefgefrorener Spinat: auftauen


-

Petersilie klein schneiden und mit dem Spinat mischen


-

Zwiebel klein schneiden und in Butter kurz bräunen


-

mit Mehl bestäuben


-

Milch erhitzen und zugeben


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alles gut verrühren und etwas einkochen lassen


-

Spinat hinzugeben und vermischen


-

mit Salz, Pfeffer, Muskat und Parmesan würzen


-

Die Füllung erkalten lassen


-

Den Teig auf dem Nudelbrett dünn ausrollen


-

Mit dem Schlutzkrapfen-Former, einem runden Ausstecher oder einem umgestülpten Glas Handteller große Rundstücke ausstechen


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In den Schlutzkrapfen-Former legen


-

mit der Füllung füllen


-

zusammenklappen


-

Wer keinen Schlutzkrapfen-Former hat legt das Rundstück auf die bemehlte Hand und füllt den Teig auf diese Weise mit der Füllung


-

zusammenklappen und den Rand mit den Fingern andrücken, dass der Schlutzkrapfen geschlossen ist


-

Schlutzkrapfen im kochenden Salzwasser fünf Minuten sieden, bis sie aufschwimmen


-

In der Zwischenzeit in einer großen Pfanne die Butter schmelzen


-

die abgeseihten Schlutzkrapfen in die Pfanne legen und in der zerlassenen Butter wenden


-

mit Parmesan bestreuen


-

mit Petersilie dekorieren und servieren


Als Alternative für Spinat bieten sich beispielsweise Brennnesseln an. Sie werden blanchiert und ebenso wie der Spinat klein geschnitten. 


Blanchieren


- Spinat oder Brennnesseln portionsweise in einen großen Topf mit kochendem Salzwasser geben und für 30 Sekunden blanchieren
- Spinat oder Brennnesseln mit einer Schaumkelle herausnehmen und in Eiswasser abschrecken. Dadurch wird der Garvorgang gestoppt und die Blätter bleiben schön grün.
- Anschließend Blätter gut ausdrücken und in eine Schüssel geben.
HauptgerichtSüdtirol, AlpenländischSchlutzkrapfen, Spinat https://vorunruhestand.de/2026/02/schlutzkrapfen-tradition-die-schmeckt/

Neu-Rentner müssen bereits 84 Prozent versteuern

Neu-Rentner müssen bereits 84 Prozent versteuern
Wer 2026 in Rente geht, muss 84 Prozent seiner Bezüge versteuern. Kommende Rentner trifft es noch härter.
Der Übergang in den Ruhestand ist für viele ein Grund zur Freude, doch steuerlich zieht der Staat die Zügel langsam an. Für den Rentenjahrgang 2026 gibt es eine klare Vorgabe: Der steuerpflichtige Anteil steigt auf 84 Prozent.

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick


- Freibetrag: Nur noch 16 Prozent der ersten vollen Bruttojahresrente bleiben steuerfrei.
- Entwicklung: Jedes Jahr sinkt der steuerfreie Anteil um weitere 0,5 Prozentpunkte.
- Zielmarke: Ab dem Jahr 2058 wird die Rente schließlich zu 100 Prozent steuerpflichtig sein.
- Bestandsschutz: Wer bereits in Rente ist, kann aufatmen – der einmal festgesetzte steuerfreie Betrag bleibt unverändert bestehen.
Warum das Modell dennoch Vorteile bietet
Auch wenn die Zahlen zunächst nach einer höheren Belastung aussehen, steckt dahinter das Prinzip der „nachgelagerten Besteuerung“. Das hat für viele oft handfeste Vorteile:
- Steuerersparnis im Job: Während des Berufslebens senken die Rentenbeiträge als Vorsorgeaufwendungen das zu versteuernde Einkommen.
- Geringere Progression: Da das Einkommen im Alter meist niedriger ist als das frühere Gehalt, fällt in der Regel auch ein geringerer Steuersatz an.
Gut zu wissen: Die Regelungen gelten nicht nur für die Altersrente, sondern greifen auch bei Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenrenten.
Weitere Informationen zum Download
Möchten Sie tiefer in das Thema eintauchen? Die Broschüre „Versicherte und Rentner: Informationen zum Steuerrecht“ bietet detaillierte Einblicke und praktische Tipps. Einfach PDF herunterladen.
🚨 Achtung: Rentenerhöhungen sind voll steuerpflichtig
Ein wichtiger Punkt, den viele unterschätzen: Der steuerfreie Anteil Ihrer Rente wird einmalig bei Rentenbeginn als fester Euro-Betrag festgeschrieben. Das bedeutet für die Zukunft:
- Jede kommende Rentenerhöhung muss zu 100 Prozent versteuert werden.
- Da der Freibetrag nicht mitwächst, kann eine Rentenanpassung dazu führen, dass Sie plötzlich über den steuerlichen Grundfreibetrag rutschen und erstmals eine Steuererklärung abgeben müssen. https://vorunruhestand.de/2026/02/neu-rentner-muessen-bereits-84-prozent-versteuern/

Rente im Umbruch: Was die Reformer vorschlagen

Rente im Umbruch: Was die Reformer vorschlagen
Die Politik ringt um die Zukunft der Rente. Neue Modelle, harte Einschnitte und frische Kommissionen sollen das System stabilisieren. Ein Überblick über die jüngsten Vorschläge.
„Spahn schlägt Kopplung der Rente an Lebensarbeitszeit vor“, titelt die „Welt“; „Jetzt geht’s um die Rente mit 70!“, schreibt „Bild“; „Junge Union will Kinderlose zur Kasse bitten“, so der „Merkur“; „Rentenstart je nach Job?“, orchestriert die „Zeit“ die Rentendebatte.

Rentendebatte nimmt Fahrt auf


Die Rentendebatte nimmt wieder Fahrt auf – und das mit spürbarem Druck. In den vergangenen Wochen haben Politik, Experten und Beraterkreise eine Vielzahl von Reformideen auf den Tisch gelegt. Der gemeinsame Nenner: Das System muss dringend stabilisiert werden, denn die demografische Entwicklung setzt die Rentenkassen massiv unter Stress. Bislang sind Reformen immer noch ausgesessen worden, was sich jetzt rächt, denn mittlerweile ist der Druck so groß, dass Aussitzen nicht mehr funktioniert.
Ideen der Politiker
Während die Rentenkommission noch tagt, preschen Politiker bereits mit neuen Ideen vor. Wie hilfreich das ist, sei dahingestellt. Jedem in diesem Land muss klar sein, dass es ohne strukturelle Veränderungen nicht mehr gehen wird, die weit über kosmetische Anpassungen hinausgehen. Die Alterssicherung soll „fit für die Zukunft“ gemacht werden, und zwar ohne Tabus.
Ein Impulspapier des wissenschaftlichen Beraterkreises des Bundeswirtschaftsministeriums macht deutlich, wie dringlich der Handlungsbedarf ist. Die Experten warnen: Schon 2035 kommen nur noch zwei Erwerbstätige auf eine Rentnerin oder einen Rentner. Das System müsse so reformiert werden, dass es finanzierbar bleibt – ohne die junge Generation übermäßig zu belasten.

Reformideen – was auf dem Tisch liegt


Die Bandbreite der diskutierten Vorschläge ist groß. Dazu gehören:
- längere Lebensarbeitszeiten,
- eine stärkere Kopplung der Rente an die tatsächliche Erwerbsbiografie,
- mögliche Einschnitte bei Rentenniveau oder Beiträgen,
- neue Modelle zur Kapitaldeckung.
Die Regierung will dabei bewusst alle Optionen prüfen – auch solche, die politisch heikel sind.
Beispiel Spahn
Unionsfraktionschef Jens Spahn fordert, dass wir nicht mehr auf das Geburtsdatum schauen sollen, sondern auf das Datum des ersten Arbeitstages. Die Logik dahinter ist bestechend einfach, aber für viele schmerzhaft: In einer Gesellschaft, in der wir immer älter werden, kann die Rentenzeit nicht unendlich wachsen, während die Beitragszeit schrumpft.
Spahns Vorstoß zielt direkt auf die gefühlte Ungerechtigkeit zwischen körperlich arbeitenden Menschen und Akademikern ab. Während der Dachdecker nach 45 Jahren auf dem Bau körperlich am Ende ist, fängt der Master-Absolvent oft erst spät an, nennenswert einzuzahlen.
Nach dem neuen Modell wäre die Rechnung klar:
- Start mit 18: Rente mit 63 (nach 45 Jahren).
- Start mit 28: Rente mit 73.

Massive Einschnitte nicht ausgeschlossen


Berichte aus Berlin zeigen, dass die Merz-Regierung eine grundlegende Reform plant. Wegen der demografischen Schieflage stehen auch harte Einschnitte im Raum. Eine neue Rentenkommission soll Eckpunkte für eine große Reform erarbeiten.
„Rente am Limit“
Die aktuelle Kommission ist bereits die vierte ihrer Art seit 1957. Doch diesmal ist der Druck besonders hoch: Der interne Streit um das Rentenpaket zeigt, wie angespannt die Lage ist. Die Experten sollen bis zum Sommer konkrete Vorschläge vorlegen, die über die Zukunft von Millionen entscheiden. https://vorunruhestand.de/2026/02/rente-im-umbruch-was-die-reformer-vorschlagen/

Montag, 16. Februar 2026

Was sich zum 1. März 2026 alles ändert

Was sich zum 1. März 2026 alles ändert
Zum 1. März 2026 ändert sich einiges. Nicht nur die Uhren werden im März umgestellt, auch die höheren Krankenkassenbeiträge wirken sich jetzt bei Rentnerinnen und Rentnern aus. Und in zwei Bundesländern wird gewählt.

Änderungen und neue Regelungen ab März


Schufa-Score wird transparenter
Wer einen Kredit braucht, kann seinen Schufa-Score ab Ende März digital und kostenlos einsehen. Voraussetzung ist eine einmalige Registrierung für den sogenannten Schufa-Account. Interessenten müssen sich zunächst in eine Warteliste eintragen und werden dann der Reihe nach freigeschaltet.
Das soll Klarheit bei der Bonität bringen – auch für Laien. Ausschlaggebend sind zwölf Kriterien, die insgesamt von 100 bis 999 reichen. Je höher die Gesamtpunktzahl, desto besser gilt die Kreditwürdigkeit des Verbrauchers.
Umstellung auf die Sommerzeit
Wieder einmal wird in Deutschland an den Uhren gedreht – und zwar am letzten Sonntag im März, sprich, am 29. wird die Uhr in der Nacht von 2.00 Uhr auf 3.00 Uhr und damit auf die Sommerzeit vorgestellt. Die Sommerzeit dauert bis zum letzten Sonntag im Oktober.
Höhere Krankenkassenbeiträge für Rentner
Die Erhöhung der Zusatzbeiträge Anfang 2026 wirkt sich für Rentnerinnen und Rentner zwei Monate später aus. Das heißt, (fast) jeder, der nicht gewechselt ist, zahlt dann höhere Zusatzbeiträge und bekommt entsprechend weniger Rente.
Wahlen in zwei Bundesländern
Im März werden zwei Landtage neu gewählt – und zwar am 8. März in Baden-Württemberg. Rund 7,7 Millionen Menschen ab 16 Jahren können entscheiden, wer in den Landtag in Stuttgart einzieht. Zwei Wochen später stimmt Rheinland-Pfalz ab. Dort wird am 22. März ein neuer Landtag gewählt.
Kein radikaler Rückschnitt von Hecken
Achtung Heckenschnitt! Hecken, Sträucher und andere Gehölze dürfen von Anfang März bis Ende September laut Bundesnaturschutzgesetz nicht radikal zurückgeschnitten werden. Wer das missachtet, muss mit Bußgeld rechnen. https://vorunruhestand.de/2026/02/was-sich-zum-1-maerz-2026-alles-aendert/