Dienstag, 10. Februar 2026

Sozialverbände wollen Rentner dreifach verbeitragen

Sozialverbände wollen Rentner dreifach verbeitragen
Erst SPD, jetzt auch die Sozialverbände – sie wollen den totalen Zugriff auf Rentnereinkünfte, sprich auch auf das Ersparte. Eigenvorsorge wird zum absoluten Minusgeschäft.
„Wir freuen uns, dass eine langjährige Kernforderung des Sozialverbands VdK nun endlich in der Debatte um eine gerechte Finanzierung des Sozialstaats aufgegriffen wird; es darf nicht länger sein, dass Menschen mit Aktienhandel oder Vermietung zum Teil hohe Gewinne erzielen, aus diesen Einkommen aber nichts zur Finanzierung der Sozialversicherungssysteme beitragen“, sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Kleinsparer könnten ja durch klug gestaltete, großzügige Freibeträge geschützt werden, meint sie.

Sozialverbände sind sich einig


Die Vorstandsvorsitzende des Sozialverbands Deutschland (SoVD), Michaela Engelmeier, bläst ins gleiche Horn, wie „Fulda Info“ schreibt. „Wir unterstützen den Vorstoß; es ist aus SoVD-Sicht richtig, neben dem Erwerbseinkommen auch Einkünfte aus Vermietung, Verpachtung und Kapital einzuschließen.“
Wie das mit den Freibeträgen in der Praxis aussieht, wissen wir Rentnerinnen und Rentner: Der aktuelle Freibetrag für Kapitalerträge – offiziell Sparer-Pauschbetrag genannt – liegt im Jahr 2026 unverändert bei:
- 1.000 € für Singles (Alleinstehende)
- 2.000 € für Ehepaare oder eingetragene Lebenspartner (bei Zusammenveranlagung)
Nur 83,33 Euro pro Monat frei
1.000 Euro pro Jahr bedeutet 83,33 Euro pro Monat – damit kommt niemand weit. Daran hat sich seit 2023 nichts geändert, obwohl wir zwischenzeitlich eine Inflation von 5,9 Prozent (2023) hatten. Der Freibetrag gilt für alle Erträge aus Kapitalvermögen wie Zinsen, Dividenden sowie Gewinne aus dem Verkauf von Aktien oder ETFs. Festgeschrieben ist er im Einkommensteuergesetz, in § 20 Abs. 9 EstG.
26,38 Prozent Abzug
Alle übersteigenden Beträge werden automatisch pauschal mit 25 Prozent Abgeltungsteuer, zuzüglich Soli und gegebenenfalls Kirchensteuer belastet. Je nachdem, ob und in welchem Bundesland jemand Kirchensteuer zahlt, liegt die Gesamtbelastung zwischen 26,38 % und knapp 28 %.
Das heißt, so viel zahlen Rentnerinnen und Rentner, die vielleicht in einen ETF investiert haben, bereits heute. Das reicht aber SPD und den Sozialverbänden immer noch nicht. Sie wollen die gesetzliche Rente, die Betriebsrente und das Ersparte, das für viele von uns Rentnern eine Art Privatrente ist, verbeitragen, sprich, sie fordern eine Dreifachverbeitragung von Renten.
Ein konkretes Beispiel:
Wer beispielsweise in Bayern lebt und dort den üblichen Kirchensteuersatz von 8 % zahlt, muss mit folgender Belastung rechnen. Der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € ist bereits für dieses Jahr voll ausgeschöpft.
Hier ist die Rechnung für einen steuerpflichtigen Gewinn von 2.000 €:
Berechnung der Abzüge (Bayern, inkl. Kirchensteuer)
Posten
Berechnung
Betrag
Gewinn (Brutto)
Ausgangswert
2.000,00 €
Abgeltungsteuer (25 %)
2.000 € x 0,25
- 500,00 €
Solidaritätszuschlag (5,5 % der Steuer)
500 € x 0,055
- 27,50 €
Kirchensteuer (8 % der Steuer)
500 € x 0,08
- 40,00 €
Gesamtabzüge
- 567,50 €
---
---
---
Netto-Auszahlung
2.000 € - 567,50 €
1.432,50 €

Eigenverantwortung wird bestraft


Das hat nichts, aber auch gar nichts mehr mit „Solidarität“ zu tun – das ist eine reine Bestrafung für jeden, der eigenverantwortlich vorgesorgt hat. Von den 2000 Euro würde dann vielleicht noch die Hälfte übrig bleiben, denn sicher müssten die Rentnerinnen und Rentner, wie bei der Betriebsrente, den Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil an der Kranken- und Pflegeversicherung zahlen.
Wie weit die Enteignungsfantasien der SPD gehen, lässt sich an der Aussage der stellvertretenden SPD-Fraktionsvorsitzenden Dagmar Schmidt ablesen. Schmidt kritisiert, dass der Bund die vollen Krankenkassenbeiträge von Bürgergeldempfängern übernehmen soll, wie es Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) vorschlägt. Selbstverständlich sei es wünschenswert, diese versicherungsfremden Leistungen aus dem Bundeshaushalt zu finanzieren, sagte sie der „Augsburger Allgemeinen“: „Zu einem seriösen Vorschlag gehört allerdings auch, dass man dann benennt, wie eine Gegenfinanzierung aussehen könnte.“ Das heißt im Umkehrschluss, die Beitragszahler der gesetzlichen Krankenversicherung sollen weiterhin für Leistungen zahlen, für die der Staat aufzukommen hat.
Der neue Plan: Zugriff aufs Ersparte
SPD und Sozialverbände greifen tief in die Trickkiste der Umverteilung: Auch Kapitalerträge sollen künftig mit Krankenkassenbeiträgen belastet werden. Also genau die Zinsen und Dividenden sollen auch verbeitragt werden, die eigentlich dazu gedacht waren, die Versorgungslücken zu schließen, die die Politik gerissen hat.
Warum das ein Schlag ins Gesicht ist:
- Bestrafung der Fleißigen: Wer spart, statt alles zu verpulvern, wird „geschröpft“.
- Ideen-Klau bei den Grünen: Was Robert Habeck im Wahlkampf forderte, wird nun zum SPD-Standard.
- Strukturen statt Reformen: Statt das teure Gesundheitssystem effizienter zu machen, stopfen SPD und Sozialverbände Löcher mit dem Geld der Kleinanleger. https://vorunruhestand.de/2026/02/sozialverbaende-wollen-rentner-dreifach-verbeitragen/

Montag, 9. Februar 2026

Urlaub vom Alltag in der Therme

Urlaub vom Alltag in der Therme
Kaiser und Könige machen es, warum machen wir es nicht auch? Thermen. Gerade wenn’s noch so richtig nasskalt und trüb ist, kann ein Tag in der Therme aufheitern. Ganz abgesehen davon, dass uns so ein Tag richtig guttut.
Wenn’s mal wieder zwickt und knirscht, wird es Zeit, in die Therme zu fahren und sich zu restituieren, sprich, sich wieder herzustellen. Da hilft ein Schwefel-, Selen-, Lithium- oder Salzbad. Die Wirkung des Thermalwassers gegen Rücken- und Gelenkbeschwerden ist legendär, aber auch gegen Stress und Hautprobleme. Nach einem Tag in der Therme schlafen wir wohlig ein und fühlen uns am nächsten erquickt. Der Therme sei Dank.

Karl der Große und seine Therme


Das wussten schon Kaiser und Könige. Nicht von ungefähr hat Karl der Große seine Residenz in Aachen aufgeschlagen. In den letzten Jahren seines Lebens war er mehr im Thermalwasser als auf dem Thron.
Müde, matt und abgeschlagen – wer sich so richtig erschöpft fühlt, für den ist es Zeit, sich zu regenerieren, sonst wird aus Stress Burn-out. Schrothkuren und Kneipp-Anwendungen helfen, die innere Balance wiederzufinden. Wer Probleme mit der Lunge hat oder eine Allergie hat, der atmet in heilklimatischen Kurorten durch. Sole unterstützt die Abwehrkräfte, Inhalation befreit die Atemwege und beseitigt den Juckreiz.

Thermen-Ranking als Orientierungshilfe


Wer welche Therme braucht, das muss jeder für sich eruieren. Welche öffentlich zugängliche Therme oder Saunalandschaft die beliebteste ist im ganzen Land, hat das Verbraucherportal Testberichte.de ermittelt – und ein Thermen-Ranking aufgelegt. Die Tester haben sich 2025 immerhin 599 Wellness-Oasen vorgenommen. Sie verließen sich dabei auf insgesamt annähernd 1,4 Millionen Kundenmeinungen. Das dürfte die Auswahl doch deutlich erleichtern. Testberichte bietet eine interaktive Landkarte, um die Suche zu erleichtern.

Top-1-Therme Finnland Sauna Carolapark


Deutschlands beliebteste Wellness-Oase ist die Finnland Sauna Carolapark im sächsischen Glauchau, sie kam als einzige auf 4,8 (von möglichen 5) Bewertungssterne. Besucher loben insbesondere die mit Liebe zum Detail zubereiteten Speisen und Getränke, das freundliche Personal und die familiäre Atmosphäre. Das Saunabad Großer Teich aus Limbach-Oberfrohna, vormaliger Sieger in der letzten Auflage des Rankings (2020), belegt mit nach wie vor 4,7 Sternen diesmal den zweiten Platz. Hier werden immer noch das stilvolle Ambiente und die schöne Außenanlage mit Blick auf den Natursee hervorgehoben. Dritter ist der Garden Eden aus dem Hessischen Dietzenbach, der von Platz 111 (2020) kommend einen gewaltigen Sprung nach oben macht, weil er sich von 4,4 auf 4,7 Sterne verbessert hat. Er wird von seinen Gästen vor allem wegen seiner Aufgüsse gerühmt.

Die Flop-Thermen


Letzter des Rankings ist die Bernsteintherme Zinnowitz auf der Insel Usedom, wie schon beim letzten Mal. Zwar loben Besucher das große Schwimmbecken samt Rutsche, doch die vielfach geäußerte Kritik hauptsächlich an fehlendem Personal drückt die Bewertung auf 2,7 Sterne. Vorletzter ist das Monte Mare in Rheinbach (NRW) mit 3,3 Sternen. Der Eintrittspreis wird als unangemessen hoch empfunden, außerdem gebe es zu wenige Umkleidekabinen. Drittletzter ist das Freizeitbad Vegesack in Bremen mit 3,4 Sternen. Die Umkleiden seien zu eng, das Bad renovierungsbedürftig und das Personal unfreundlich, ist immer wieder zu lesen.
Was ein Thermen-Besuch bringt
Ein Thermen-Besuch ist aber noch weit mehr. Viele Kurorte bieten ja noch prall gefüllten Veranstaltungskalender mit täglich attraktiven Konzerten, Bühnenshows, Tanz und Unterhaltung parat, dazu Wanderwege und sonstige Infrastruktur. Bad Wörishofen beispielsweise veranstaltet vom 4. bis 7. April seine Gesundheitstage, dabei geht es um „Healthy Aging mit Kneipp“. Erfolgsautor und Arzt Andreas Michalsen stellt sein Buch „Mit Ernährung heilen – besser essen, einfacher fasten, länger leben“ in Bad Wörishofen vor. Veranstaltungstipps und Wellness-Tipps lassen sich in der Bad Wörishofer Gästezeitung nachlesen. Übrigens bringen viele Kurorte mittlerweile ihre eigene Gästezeitung heraus – der Verlegergemeinschaft Deutsche Kur- und Freizeitmagazine listet mittlerweile 18 auf.
Wer sich grundsätzlich über Kuren – und im Speziellen über Kuren in Bayern – informieren will, ist auf der Seite "Gesundes Bayern" gut aufgehoben. Die Macher erklären, welche Kuren es wo in Bayern (insgesamt 42) gibt, und zeigen mit einer Checkliste, wie jeder erfolgreich eine Kur beantragt.
Foto/Quelle : obs/Testberichte.de/Tramont_ana https://vorunruhestand.de/2026/02/urlaub-vom-alltag-in-der-therme/

SPD will Rentner dreifach verbeitragen

SPD will Rentner dreifach verbeitragen
Erst die Rente, dann die Betriebsrente und nun das Ersparte: Die SPD plant den totalen Zugriff auf Rentnereinkünfte. Eigenvorsorge wird zum absoluten Minusgeschäft.
Hand aufs Herz: Fühlen Sie sich als Rentner auch wie eine Zitrone, die eine SPD immer noch ein bisschen weiter ausquetschen kann? Wenn es nach deren Spitze geht, ist das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht.
Was bisher als „Solidarität“ verkauft wurde, mutiert langsam zur reinen Bestrafung für jeden, der eigenverantwortlich vorgesorgt hat. Es reicht offenbar nicht, dass viele von uns bereits doppelt zur Kasse gebeten werden – auf die gesetzliche Rente und die mühsam angesparte Betriebsrente, auf die wir den Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil in die Sozialkasse zahlen.

Der neue Plan: Zugriff aufs Ersparte


Nun greift die SPD-Co-Chefin Bärbel Bas tief in die Trickkiste der Umverteilung: Auch Kapitalerträge sollen künftig mit Krankenkassenbeiträgen belastet werden. Also genau die Zinsen und Dividenden sollen auch verbeitragt werden, die eigentlich dazu gedacht waren, die Versorgungslücken zu schließen, die die Politik mit der Vollverbeitragung der Betriebsrenten gerissen hat.

Warum das ein Schlag ins Gesicht ist:


- Bestrafung der Fleißigen: Wer spart, statt alles zu verpulvern, wird „geschröpft“.
- Ideen-Klau bei den Grünen: Was Robert Habeck im Wahlkampf forderte, wird nun zum SPD-Standard.
- Strukturen statt Reformen: Statt das teure Gesundheitssystem effizienter zu machen, stopft man Löcher mit dem Geld der Kleinanleger.
Selbst Ex-Gesundheitsminister Karl Lauterbach warnte einst davor, Beiträge auf Erspartes in „schlechte Strukturen“ zu pumpen. Doch die Gier nach neuen Einnahmequellen scheint in der SPD-Zentrale mittlerweile größer zu sein als die Vernunft oder der Respekt vor unserer Lebensleistung.
Was kommt als Nächstes? Krankenkassenbeiträge auf den Wertzuwachs des eigenen kleinen Heims? Es ist Zeit, dass die Generation der „Ruheständler“ laut wird, bevor die private Vorsorge endgültig zur reinen Spende für das Staatsbudget verkommt.
„Zukunftsauftakt“ der SPD?
In der Vorstandsklausur der SPD zeichnet sich eine programmatische Neuausrichtung ab, die vor allem auf eine umfassende Reform der Sozialsysteme und den Startschuss für ein neues Grundsatzprogramm abzielt.
Die Beschlussvorlage zum Grundsatzprogramm trägt den Charakter eines „Zukunftsauftakts“ und enthält folgende Kernpunkte:
Umbau der Gesundheits- und Pflegefinanzierung
Das zentral diskutierte Element der Beschlussvorlage ist die Forderung nach einer Gesundheitsabgabe auf alle Einkommensarten.
- Ausweitung: Neben dem Arbeitseinkommen sollen künftig auch Kapitalerträge und Mieteinkünfte zur Finanzierung des Gesundheitssystems herangezogen werden.
- Entlastung: Im Gegenzug ist geplant, die klassischen Kassenbeiträge vom Lohn zu senken, um die arbeitende Mitte finanziell zu entlasten.
 Reform der Rentenversicherung
Die SPD strebt ein solidarisches Alterssicherungssystem an, das perspektivisch alle Erwerbstätigen umfasst.
- Einbeziehung neuer Gruppen: Die Rentenversicherungspflicht soll auf Beamte, Selbstständige und Mandatsträger ausgeweitet werden.
- Niveausicherung: Die Vorlage betont, dass Rentner weiterhin eins zu eins an der Lohnentwicklung teilhaben sollen; eine Koppelung der Renten an die Inflation (wie teils von anderen Parteien gefordert) wird abgelehnt.
Neues Grundsatzprogramm
Die Klausur markiert den offiziellen Beginn der Arbeit an einem neuen Grundsatzprogramm, das das bisherige „Hamburger Programm“ von 2007 ersetzen soll.
- Anpassung an neue Realitäten: Themen wie der Umgang mit künstlicher Intelligenz, der Klimawandel und die veränderte geopolitische Lage (insbesondere das Verhältnis zu Russland) müssen neu definiert werden.
- Zeitplan: Das Programm soll im Laufe des Jahres 2027 final verabschiedet werden, rechtzeitig vor der nächsten Bundestagswahl.
Strategische Schwerpunkte
- Sozialstaat als Schutzschild: Die Co-Vorsitzende Bärbel Bas positioniert die SPD gegen Forderungen nach Sozialkürzungen und betont den Sozialstaat als Stabilitätsfaktor.
- Außenpolitik: Lars Klingbeil wirbt für ein „Ende des liberalen Zeitalters“ und fordert ein starkes, souveränes Europa, das neue Partnerschaften mit demokratischen Staaten weltweit eingeht.
Zusammengefasst: Die SPD versucht mit dieser Klausur, sich als Schutzmacht des Sozialstaats zu profilieren, während sie gleichzeitig durch die Einbeziehung von Kapitaleinkünften in die Sozialversicherungen eine deutliche Umverteilungskomponente in ihr Profil aufnimmt. https://vorunruhestand.de/2026/02/spd-will-rentner-dreifach-verbeitragen/

Sonntag, 8. Februar 2026

Mütterrente III kommt erst 2028

Mütterrente III kommt erst 2028
Die Mütterrente III lässt auf sich warten – damit bekommen Mütter, deren Kinder vor 1992 geboren sind, einen halben Rentenpunkt mehr. Weil die Umsetzung so kompliziert ist, verschiebt sich die Umsetzung auf 2027.
Die Mütterrente III ist ein Programm der Bundesregierung, das darauf abzielt, die rentenrechtliche Anerkennung von Kindererziehungszeiten für vor 1992 geborene Kinder weiter zu verbessern und eine vollständige Gleichstellung mit nach 1992 geborenen Kindern zu erreichen.

Mütterrente lässt auf sich warten


- Ziel: Für Kinder, die vor 1992 geboren wurden, sollen statt bisher 2,5 Entgeltpunkte nun 3 Entgeltpunkte pro Kind angerechnet werden. Dies würde einem halben Rentenpunkt zusätzlich entsprechen.
- Finanzielle Auswirkungen: Beim aktuellen Rentenwert von 40,79 Euro bedeutet ein halber Rentenpunkt 20,40 Euro mehr Rente pro Kind und Monat.
- Betroffene: Rund zehn Millionen Rentnerinnen (und Väter, die das Kind überwiegend erzogen haben) sollen davon profitieren.

Ziel und Umsetzung


- Gesetzliche Grundlage: Die Mütterrente III ist politisch im Koalitionsvertrag der aktuellen Regierung verankert. Lange wurde über das Datum gestritten, nun herrscht Klarheit.
- Rechtlicher Start am 1.1.2027: Ab diesem Stichtag entstehen die höheren Ansprüche. Wer ab Januar 2027 ein Kind hat, das vor 1992 geboren wurde, sammelt rechtlich gesehen die vollen 36 Monate Kindererziehungszeit (statt bisher 30 Monate).
- Technische Auszahlung erst ab 2028: Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) hat sich mit ihrem Einwand durchgesetzt: Die technische Umstellung von rund 10 Millionen Bestandsrenten ist so komplex, dass die Software-Anpassungen Zeit brauchen. Die monatliche Überweisung des erhöhten Betrags wird daher flächendeckend erst im Laufe des Jahres 2028 erfolgen.
- Die gute Nachricht: Es geht nichts verloren! Für die Zeit ab Januar 2027 bis zur technischen Umstellung im Jahr 2028 erfolgt eine rückwirkende Nachzahlung.

Diskussion und Finanzierung


- Gleichstellung: Das Vorhaben wird als wichtiger Schritt zur Rentenfairness und zur Anerkennung der Lebensleistung von Müttern gesehen, die ihre Kinder in einer Zeit großgezogen haben, als Kinderbetreuungsplätze noch nicht so verbreitet waren.
- Kritik: Die Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung, Gundula Roßbach, kritisiert die geplante Ausweitung als unverhältnismäßig und die Finanzierung sei unklar. Sie betont, dass die zusätzlichen Kosten (rund 5 Milliarden Euro jährlich) aus Steuermitteln finanziert werden müssen, um eine zusätzliche Belastung der Rentenkasse und damit der Beitragszahler zu vermeiden. Zwar heißt es, dass die Maßnahme nicht aus der Rentenkasse, sondern aus Steuermitteln finanziert werden soll, aber das hat schon in der Vergangenheit nicht funktioniert.
Andernfalls müsste der Beitragssatz in der Rentenversicherung steigen.
Bis zu welchem Alter Kind?
Mütterrente
Mehrheit für die Mütterrente Bild: ThePioneer
Zusätzlich zu den Kindererziehungszeiten gibt es auch die Kinderberücksichtigungszeiten, die bis zum 10. Lebensjahr des Kindes angerechnet werden können. Diese wirken sich zwar nicht direkt auf die Höhe der Rente aus, können aber Vorteile bei Wartezeiten für Rentenansprüche und bei der Bewertung von beitragsfreien oder beitragsgeminderten Zeiten bringen.
Mit unserem Newsletter auf dem Laufenden bleiben
Einfach jetzt kostenlos abonnieren
Kritik und Stolperfallen
Trotz der Freude über das Plus gibt es Wermutstropfen:
- Anrechnung auf Sozialleistungen: Wer Grundsicherung oder Wohngeld bezieht, muss damit rechnen, dass die höhere Rente angerechnet wird. Im schlimmsten Fall bleibt vom Plus im Geldbeutel nichts übrig.
- Finanzierung: Die Kosten von jährlich rund 5 Milliarden Euro werden aus Steuermitteln finanziert. Dies sorgt politisch weiterhin für Diskussionen über die Generationengerechtigkeit, insbesondere bei der jüngeren Generation.
Fragen und Antworten zur Mütterrente III
Die Deutsche Rentenversicherung hat versucht, Fragen rund um die Mütterrente III kompakt zu beantworten. In den Fragen und Antworten erfahren Betroffene, worum es sich bei der Mütterrente handelt, was die Mütterrente III für betroffene Eltern bedeuten kann und wie es nun weitergeht.
Lars Klingbeils Versprechen
Am 14. Mai 2025 versprach Vizekanzler Lars Klingbeil eine Rentenreform "zügig" anzugehen. Die Zeit läuft.
Zeit seit Abgabe des Versprechens
My count-up
Zeit seit Abgabe des Versprechens
My count-up https://vorunruhestand.de/2026/02/muetterrente-iii-kommt-erst-2028/

24,32 Prozent mehr für den Personalausweis

24,32 Prozent mehr für den Personalausweis
Der Staat erhöht seine Gebühren deutlich mehr als die Inflationsrate: Ein Personalausweis kostet jetzt 46 statt 37 Euro – ein Plus von 24,32 Prozent.
Seit 7. Februar zahlen Bürgerinnen und Bürger, die über 24 Jahre alt sind, 46 Euro statt 37 Euro für ihren Personalausweis – eine Erhöhung von 9 Euro. Für alle unter 24 Jahren erhöht sich die Gebühr von 22,80 Euro auf 27,60 Euro. Wer einen Reiseausweis von der Bundespolizei braucht (wegen Verlust des Passes), zahlt mit 32 Euro 8 Euro mehr.

Wann wurde es beschlossen?


Die Erhöhung kam nicht „über Nacht“: Tatsächlich war das ein langer bürokratischer Prozess mit mehreren Etappen. Dass die Preiserhöhung erst jetzt (zum 7. Februar 2026) voll durchschlägt, hat vor allem drei Gründe:
1. Die Kopplung an die „Digitalisierungs-Pflicht“
Der Hauptgrund für die Verzögerung war die Umstellung auf das rein digitale Passbild-Verfahren. Ab Mai 2025 wurde die Pflicht eingeführt, dass Passfotos entweder direkt in der Behörde erstellt oder von Fotografen digital an das Amt übermittelt werden müssen (um das sogenannte „Morphing“ zu verhindern). Der Staat wollte die Gebührenerhöhung erst dann rechtfertigen, wenn auch die entsprechende Technik und die Schulungen in den Ämtern weit genug fortgeschritten waren.
2. Der langsame Weg durch die Instanzen
Obwohl das Innenministerium (BMI) schon Ende 2023 signalisierte, dass die alte Gebühr von 37 Euro nicht mehr reiche, dauerte die gesetzliche Umsetzung:
- Anpassung der Verordnung: Die „Verordnung zur Änderung der Personalausweisgebührenverordnung“ musste erst durch die Ressortabstimmung der Ministerien erfolgen.
- Bundesrat-Veto verhindern: Da die Kommunen die Ausweise ausstellen, mussten die Länder zustimmen. Die Verhandlungen über die Verteilung der Mehreinnahmen (wer bekommt wie viel vom Kuchen?) zogen sich bis Ende 2025 hin.
3. Die „Schonfrist“ nach den ersten Berichten
Bereits im Oktober 2024 (und erneut 2025) gab es Medienberichte über die Pläne. Der Gesetzgeber wählte den Jahreswechsel 2025/2026 als Stichtag, um den Behörden eine Vorlaufzeit für die Softwareumstellung zu geben und den Bürgern eine theoretische „Gnadenfrist“, den Ausweis noch zum alten Preis zu beantragen.
Zusammenfassung der Chronologie:
- Bis 2023: 37 Euro galten als ausreichend.
- Mai 2025: Start der neuen digitalen Foto-Regeln (technische Basis).
- Dezember 2025: finale Absegnung der Preiserhöhung durch den Bundesrat.
- Januar 2026: Offizieller Startschuss für die 46 Euro.
Warum die Erhöhung erst jetzt greift
Hier steckt ein kleiner, aber wichtiger Verwaltungsmechanismus dahinter – und der sorgt dafür, dass eine beschlossene Gebührenerhöhung nicht automatisch sofort gilt.
1. Beschluss ≠ Inkrafttreten
Auch wenn die Gebührenerhöhung politisch beschlossen wurde (z. B. im Bundesrat am 30. Januar 2026), tritt sie erst in Kraft, wenn die entsprechende Verordnung offiziell im Bundesgesetzblatt veröffentlicht wurde. Genau das ist hier passiert: Die Veröffentlichung erfolgte erst kurz vor dem 7. Februar 2026, und erst ab diesem Datum durfte die neue Gebühr erhoben werden, wie „Radebeul aktuell“ schreibt. .
2. Rechtliche Bindung an Stichtage
Gebühren dürfen Behörden erst ab dem festgelegten Stichtag anwenden. Für den Personalausweis war das der 7. Februar 2026 – nicht der 1. Januar 2026.
Vorher waren die alten Gebühren rechtlich weiterhin gültig.
3. Warum überhaupt eine Erhöhung?
Die seit 2021 geltenden Gebühren deckten die gestiegenen Kosten in Kommunen, Landesbehörden und bei der Produktion der Ausweise nicht mehr. Deshalb wurde die Gebühr auf 46 Euro (bzw. 27,60 Euro für Unter-24-Jährige) angehoben. Personalausweisportal
Kurz gesagt
Die Erhöhung wurde zwar früh beschlossen, aber sie durfte erst ab dem offiziellen Inkrafttreten nach Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt angewendet werden. Deshalb steigen die Preise erst am 7. Februar 2027. Nachzulesen ist die Gebührenerhöhung im Bundesgesetzblatt Teil I Nr. 31 vom 6. Februar 2026. Genau dort wurde die „Verordnung zur Entlastung der Bundespolizei und der Verwaltung im Bereich des Pass- und Ausweiswesens sowie zur Änderung weiterer Vorschriften“ veröffentlicht. Bundesgesetzblatt
Mit unserem Newsletter auf dem Laufenden bleiben
Einfach jetzt kostenlos abonnieren https://vorunruhestand.de/2026/02/2432-prozent-mehr-fuer-den-personalausweis/

Samstag, 7. Februar 2026

Fehlstart bei der Aktivrente

Fehlstart bei der Aktivrente
Eigentlich sollte die Aktivrente Rentnern seit Januar mehr Netto bescheren. Doch wegen fehlender IT-Standards zahlen viele weiter volle Lohnsteuer.

Die Aktivrente sollte ein Befreiungsschlag werden: Seit Januar 2026 dürfen Arbeitnehmer, die über die Regelaltersgrenze hinaus weiterarbeiten, bis zu 2.000 Euro monatlich steuerfrei hinzuverdienen. So sieht es das neue Gesetz vor, das der Bundesrat kurz vor Jahresende verabschiedet hat. Doch der Start ist das reine Chaos – und es folgte für viele Senioren das böse Erwachen beim Blick auf den Lohnzettel. Von wegen Steuerbonus – die Abrechnungen sehen aus wie eh und je.


Woran hakt es?


Ja, woran hakt es? Der Grund liegt nicht im Gesetz, sondern in der technischen Umsetzung: Die Aktivrente ist ein neuer Steuerfreibetrag nach § 3 Nr. 21 EStG . Doch die dafür nötigen IT‑Schnittstellen und Vorgaben kamen aus dem Bundesfinanzministerium zu spät. Lohnabrechnungsunternehmen wie die DATEV konnten die neuen Freibeträge nicht rechtzeitig in ihre Systeme einpflegen, weil verbindliche Vorgaben aus dem Bundesfinanzministerium schlicht zu spät kamen. Die Folge: Arbeitgeber führen die volle Lohnsteuer ab, obwohl das Gesetz bereits gilt.

Geld weg? Nicht dauerhaft, aber vorerst


Das Ministerium hat inzwischen wohl nachgesteuert, sodass die Abrechnungen ab Februar korrekt laufen sollten. Wer im Januar zu viel gezahlt hat, ist jedoch auf Kulanz angewiesen: Arbeitgeber können die Abrechnung rückwirkend korrigieren. Passiert das nicht, bleibt nur der Weg über die Steuererklärung im kommenden Jahr.
Nicht alle profitieren
Für ein Projekt, das den Fachkräftemangel lindern und die Lust am Weiterarbeiten wecken soll, ist dieser Fehlstart ein fatales Signal. Hinzu kommt die Enttäuschung bei all jenen, die leer ausgehen: Selbstständige, Beamte und Minijobber sind von der Regelung ausgeschlossen. Die Aktivrente richtet sich auch ausschließlich an Arbeitnehmer, die über die Regelaltersgrenze hinaus beschäftigt sind.
Empfehlung für Aktivrentner

Prüfen Sie Ihre Lohnabrechnung für Januar und Februar genau. Wenn der Freibetrag nicht berücksichtigt wurde, suchen Sie das Gespräch mit der Personalabteilung. Die Aktivrente kommt – aber sie kam mit angezogener Handbremse.

https://vorunruhestand.de/2026/02/fehlstart-bei-der-aktivrente/

Das ist das Oktoberfest-Plakat 2026

Das ist das Oktoberfest-Plakat 2026
Knallige Farben treffen Tradition: Grafiker Florian Huber gewinnt den Plakatwettbewerb für das Oktoberfest 2026, das vom 19. September bis 4. Oktober dauert.
Das Warten hat ein Ende: Das offizielle Gesicht für das Oktoberfest 2026 steht fest. Vom 19. September bis zum 4. Oktober 2026 wird dieses Motiv die Stadt München und die Herzen der Besucher prägen.

Der Siegerentwurf: Modernität trifft Brauchtum


In diesem Jahr setzte sich Florian Huber, ein Grafiker aus Kranzberg im Landkreis Freising, gegen die Konkurrenz durch. Sein Entwurf überzeugt laut Jury durch eine Kombination aus „knalligen Farben und modernem Design, verbunden mit Tradition“. Es fange die Essenz der Wiesn – Lebensfreude, Bewegung und Geselligkeit – perfekt ein.
Plätze 1 bis 3
Die weiteren Platzierungen auf dem Treppchen:
- 2. Platz: Karl-Roland Hefter
- 3. Platz: Philipp Dauer
Demokratie am Grafik-Tablett: Der Wettbewerb
Der Weg zum Siegerplakat ist in München ein echter Publikumssport. Seit 1952 wird das offizielle Plakat gesucht, doch heute entscheidet das Netz mit.
- Beteiligung: 129 Künstler reichten ihre Ideen ein, von denen 89 zur Wahl freigegeben wurden.
- Voting: Bis zum 25. Januar konnten Fans weltweit unter motivwettbewerb.muenchen.de abstimmen.
- Finale: Die 30 beliebtesten Motive landeten schließlich vor der Fachjury, die unter Berücksichtigung des Publikums-Votings den endgültigen Sieger kürte.
Das Oktoberfest – Münchner Tradition
Für alle, die ihren Ruhestand für einen Besuch in der bayerischen Landeshauptstadt nutzen möchten, gibt es ein paar Fakten, die jeder kennen sollte:
- Historie: Das erste Oktoberfest fand 1810 zu Ehren der Hochzeit von Kronprinz Ludwig und Prinzessin Therese statt. Die „Theresienwiese“ trägt noch heute ihren Namen.
- Oide Wiesn: Wer es nostalgischer und etwas ruhiger mag, ist auf der „Oidn Wiesn“ im Südteil des Geländes goldrichtig. Hier stehen historische Fahrgeschäfte und das Brauchtum im Vordergrund – ideal für Genießer.
- Das Plakat als Sammlerstück: Das Gewinnermotiv ziert nicht nur Plakatwände, sondern auch den offiziellen Serienmaßkrug. Für viele Sammler ist dieser Krug ein absolutes Muss und eine wertbeständige Erinnerung an das Festjahr. https://vorunruhestand.de/2026/02/das-ist-das-oktoberfest-plakat-2026/