Montag, 9. Juni 2025

Run auf Gartentage – ein Überblick für 2025

Run auf Gartentage – ein Überblick für 2025
Erfurt, Tüßling, Sigmaringen – überall ziehen Gartentage wieder Besucher an. Die Menschen haben unbändige Lust auf Garten und Geselligkeit, wie der Run zeigt. Ein Überblick über die Gartentage 2025. Ob es wieder 50 000 Besucher wie im Vorjahre werden ist fraglich, angesichts des schlechten Wetters am Samstag und Pfingstsonntag – der Pfingstmontag allerdings entschädigte etwas für die beiden regnerischen Tage. Die Gartentage Fürstenfeld in Fürstenfeldbruck sind ein absolutes Highlight unter den Gartenmessen hierzulande. Die Menschen haben Lust auf Garten und Geselligkeit. Über Pfingsten finden die 22. Fürstenfelder Gartentage statt und bringen das gesamte Klostergelände zum Aufblühen. Über 260 ausgewählte Aussteller aus der Region, aus dem gesamten Bundesgebiet sowie aus dem europäischen Ausland begeistern mit einer überwältigenden Vielfalt an Kräutern, Stauden, Rosen und Gehölzen. Die Gäste erwartet darüber hinaus ein großes Angebot an Accessoires, Gartenausstattung und Gartenmöbel. In den Innenräumen werden auserlesene Ideen für das stilvolle Wohnen präsentiert. Zur Einkehr und Stärkung laden die zahlreichen Biergärten, Bars und Gastronomiestationen mit ihren vielen schattigen Sitzplätzen ein. Run auf Gartentage Auf den kommenden Gartentagen und -messen 2025 wird es sicher ähnlich laufen wie in Fürstenfeldbruck. Das Thema Garten zieht immer mehr in ihren Bann angesichts von Klimawandel und Zeitenwende. Der Garten wird zur Oase, der hilft, die Umbrüche besser zu verkraften. Gartenarbeit erdet im wahrsten Sinn des Wortes. Viele spüren den Klimawandel bereits am eigenen Leib und wollen etwas tun, was in ihrem Rahmen liegt. Mehr als 260 Aussteller boten ihre Produkte und Ideen. Der Biergarten lädt zum Verweilen und Genießen ein. Die Stimmung ist gelöst und die Besucher bummeln über das Gelände im ehemaligen Kloster. Die Fürstenfelder Gartentage finden mittlerweile zum 22. Mal statt. Auf dem Gelände spielte am Pfingstmontag das Jasmin Bayer Trio – Jazz voller Eleganz und Emotion, feine Originals und souliger Pop mit einer Tiefe und Leichtigkeit, die berührt und elektrisiert. Ganztägig ruderte die Jugendfeuerwehr Fürstenfeldbruck durchs Gelände. In der Garten-Lounge gab's coolen Sound zu kühlen Drinks. Auf den Gartentagen kam sicher jeder auf seine Kosten. Garteln im Trend Es sind nicht nur Gartenscheren, Pfingstrosen, Kräuter und Sträucher, die Besucher anziehen, sondern auch das Rahmenprogramm mit Gartenkonzerten und Fachvorträgen sowie das kulinarische Angebot. Die Besucher wollen sich auch über neue Trends informieren und sich mit anderen austauschen. Wie in Fürstenfeldbruck, so setzen auch andere Veranstalter auf Gartentage-Sackerl aus Bio-Stoffen und Mehrwegtaschen aus Recycling-Kunststoff. Die Pflanzen selbst werden in recyclingfähiges Zeitungspapier verpackt. Der Umweltgedanke ist zumindest bei den Gartentage-Veranstaltern und -Teilnehmern angekommen. Die Veranstalter wollen wieder einen Teil der CO²-Emissionen, die durch die Gartentage entstehen, kompensieren und pflangen auch 2025 für jeden 100. Besucher über „Plant for the planet“ einen Baum. Termine für 2025 Ausgewählte Gartentage von Juni bis Dezember 2025 Juni 2025 12. - 14. Juni 2025: Sommer- und Wildkräutertage, Peter Janke Gartenkonzepte, Hilden (Nordrhein-Westfalen) 13. - 15. Juni 2025: Schloss & Garten Tage, Schloss Ponitz (Sachsen) 13. - 15. Juni 2025: DIGA Gartenmesse, Weinfestgelände Breisach (Baden-Württemberg) 13. - 15. Juni 2025: Lebensart, Kurpark Bad Neuenahr-Ahrweiler (Rheinland-Pfalz) 13. - 15. Juni 2025: Traunsteiner Rosentage, Stadtpark Traunstein (Bayern) 14. Juni 2025: Tag der Rose, Münsterplatz Ulm (Baden-Württemberg) 14. Juni 2025: Rosenmarkt rund um das Rathaus, Nördlingen (Bayern) 14. - 15. Juni 2025: Steinfurther Rosentage, Rosenschule Ruf, Bad Nauheim-Steinfurth (Hessen) 14. - 15. Juni 2025: Rosengartenfest, Kurpark Bad Sassendorf (Nordrhein-Westfalen) 15. Juni 2025: "Tage der Gärten & Parks in Westfalen-Lippe des LWLs" (verschiedene Orte) 19. - 22. Juni 2025: "Gartenmarkt" Kloster Veßra (Thüringen) 19. - 22. Juni 2025: Odenwald Country Fair, Michelstadt-Eulbach (Hessen) 19. - 22. Juni 2025: Das Gartenfest Hanau, Hanau (Hessen) 21. Juni 2025: Gartentag, Garten am Schwarzen Brack, Sande Neustadtgödens (Niedersachsen) 21. Juni 2025: Rosentage, Sommergartenmarathon, Landhausgarten Knospe, Aurich (Niedersachsen) 22. Juni 2025: Gartentag, Garten am Schwarzen Brack, Sande Neustadtgödens (Niedersachsen) 22. Juni 2025: Rosentage, Sommergartenmarathon, Landhausgarten Knospe, Aurich (Niedersachsen) 22. Juni 2025: Gartentag, Moorjuwel Weerts, Wiesmoor (Niedersachsen) 22. Juni 2025: Gartentag, Wassergarten Meinhard, Ostrhauderfehn (Niedersachsen) 22. Juni 2025: Gartentag, Garten Rave, Velen (Nordrhein-Westfalen) 22. Juni 2025: Gartentag, Landhausgarten Borggreve + Sommer, Velen (Nordrhein-Westfalen) 22. Juni 2025: Gartentag, Garten Althoff, Rosendahl (Nordrhein-Westfalen) 22. - 24. Juni 2025: spoga+gafa, Koelnmesse, Köln (Nordrhein-Westfalen) - Fachmesse 28. Juni 2025: Rosenmarkt am Schloß, Ummendorf (Baden-Württemberg) 28. Juni 2025: "Rosenzeit", Landhausgarten Hantelmann, Ilsede Münstedt (Niedersachsen) 28. Juni 2025: Gartentag, Twelsiek, Löhne (Nordrhein-Westfalen) 28. Juni 2025: Gartentag, Oase "Casa Calle" Huizen, Senden (Nordrhein-Westfalen) 29. Juni 2025: "Rosenzeit", Landhausgarten Hantelmann, Ilsede Münstedt (Niedersachsen) 29. Juni 2025: Gartentag, Twelsiek, Löhne (Nordrhein-Westfalen) 29. Juni 2025: Gartentag, Garten Krebs, Werther (Nordrhein-Westfalen) 29. Juni 2025: Gartentag, Oase "Casa Calle" Huizen, Senden (Nordrhein-Westfalen) 29. Juni 2025: Gartentag, Taglilien- + Agapanthus-Garten Wolfert, Coesfeld (Nordrhein-Westfalen) 29. Juni 2025: Gartentag, Garten Goeben + Steinert, Billerbeck (Nordrhein-Westfalen) Juli 2025 04. - 06. Juli 2025: Haus & Garten Tage, Schloss Kromsdorf bei Weimar (Thüringen) 04. - 06. Juli 2025: Bayerische Gartentage, MOC Veranstaltungscenter München (Bayern) 05. - 06. Juli 2025: Kakteen- und Sukkulentenmarkt, Grugapark Essen (Nordrhein-Westfalen) 11. - 13. Juli 2025: "Friedewalder Gartenfest", Wasserburgruine Friedewald (Hessen) 11. - 13. Juli 2025: Landpartie Schloss Landestrost, Neustadt a. Rübenberge (Niedersachsen) 12. - 14. Juli 2025: Rosentage im Dorf Nöggenschwiel, Weilheim (Baden-Württemberg) 18. - 20. Juli 2025: DIGA Gartenmesse, Bad Säckingen (Baden-Württemberg) 18. - 20. Juli 2025: GardeningTech Berlin, Messe Berlin (Berlin) 19. - 20. Juli 2025: Pflanzentreffen, Kloster Knechtsteden, Dormagen (Nordrhein-Westfalen) 20. Juli 2025: Rosenmarkt, Rosengarten-Ehestorf (Niedersachsen) 25. - 27. Juli 2025: "Haus- & Garten Träume", Burg & Park Ohrdruf (Thüringen) August 2025 01. - 03. August 2025: DIGA Gartenmesse, Iffezheim (Baden-Württemberg) 01. - 03. August 2025: Das Gartenfest Corvey, Höxter (Nordrhein-Westfalen) 02. August 2025: Kräutermarkt, Marktplatz Mosbach (Baden-Württemberg) 15. - 17. August 2025: DIGA Gartenmesse Kloster Wiblingen, Ulm-Wiblingen (Baden-Württemberg) 22. - 24. August 2025: DIGA Gartenmesse Aldersbach, Aldersbach (Bayern) 23. - 24. August 2025: Landgeflüster Gut Steinwehr, Bovenau (Schleswig-Holstein) 30. - 31. August 2025: Thüringer Gartentage, egapark Erfurt (Thüringen) 30. - 31. August 2025: Pflanzenmarkt im Sommer, Freilichtmuseum am Kiekeberg, Rosengarten-Ehestorf (Niedersachsen) 31. August 2025: GartenZeit Rockenhausen, Rockenhausen (Rheinland-Pfalz) September 2025 05. - 07. September 2025: Herbstzauber Kassel, Kassel (Hessen) 05. - 07. September 2025: Gartentage auf Schloss Langenburg (Baden-Württemberg) 06. - 07. September 2025: Herbst-Pflanzenmarkt, Hessenpark, Neu-Anspach (Hessen) 13. - 14. September 2025: Illertisser Gartentage, Staudengärtnerei Gaissmayer, Illertissen (Bayern) 13. - 14. September 2025: Botanischer Garten Marburg, Karl-von-Frisch-Straße, Marburg (Hessen) 19. - 21. September 2025: "Herbstpartie Kloster Kamp", Kamp-Lintfort (Nordrhein-Westfalen) Oktober 2025 02. - 05. Oktober 2025: "Herbstliche Landpartie" Schloss Wocklum, Wocklum-Balve (Nordrhein-Westfalen) 17. Oktober 2025: Faszination Garten auf Schloss Weingartsgreuth, Krefelder Rennbahn (Nordrhein-Westfalen) Hinweis: Diese Liste basiert auf den aktuell verfügbaren Informationen und kann sich noch ändern. Es empfiehlt sich, vor dem Besuch einer Veranstaltung die jeweiligen Websites der Veranstalter zu prüfen. https://vorunruhestand.de/2025/06/run-auf-gartentage-ein-ueberblick-fuer-2025/

Sonntag, 8. Juni 2025

Urlaub in Europa – günstig oder teuer?

Urlaub in Europa – günstig oder teuer?
Auch beim Urlaub lässt sich sparen – gezwungenermaßen. Doch wo finden wir noch Qualität zu attraktiven Preisen? Eine Studie enthüllt überraschende Unterschiede in Europa. Schweiz oder Bulgarien – die Unterschiede in Europa sind riesig, was die Preise für Hotels und Restaurants betrifft. Besonders im Süden und Osten des Kontinents können wir kräftig sparen, wie eine aktuelle Studie des Statistischen Bundesamtes zur Preisentwicklung 2025 in Europa zeigt. Das Statistische Bundesamt vergleicht die Preisniveaus für Gaststätten- und Hoteldienstleistungen in verschiedenen europäischen Ländern direkt mit Deutschland. Die Berechnung basiert auf den von Eurostat ermittelten Kaufkraftparitäten. Diese Methode macht die Preisunterschiede zwischen den Ländern transparent und vergleichbar, sodass sich genau ablesen lässt, wie viel die gleiche Leistung im Ausland kostet. Die teuersten Urlaubsländer Europas Wer im Urlaub jeden Euro zweimal umdrehen muss, sollte bestimmte Länder meiden. Die Schweiz und skandinavische Länder führen die Liste der teuersten Reiseziele an. Schweiz: Hier sind Hotelaufenthalte und Restaurantbesuche satte 52 Prozent teurer als in Deutschland. Island: Mit 49 Prozent höheren Preisen ebenfalls ein teures Pflaster. Dänemark: Urlauber müssen hier 28 Prozent mehr einplanen. Norwegen: Hier sind es 25 Prozent höhere Kosten. Schweden: Selbst das oft als günstig beworbene Schweden liegt noch acht Prozent über dem deutschen Preisniveau. Die günstigsten Urlaubsländer Europas Gute Nachrichten für Sparfüchse: Europa muss nicht teuer sein! Gerade im Süden und Osten finden wir echte Preishämmer. Drei Länder stechen besonders hervor und bieten Ihnen bis zu 50 Prozent Ersparnis bei Restaurant- und Hoteldienstleistungen im Vergleich zu Deutschland: Albanien: Perfekt für Strandliebhaber mit unberührter Adriaküste. Nordmazedonien: Entdecken Sie kulturelle Schätze zu kleinen Preisen. Bulgarien: Kombinieren Sie Schwarzmeerstrände mit beeindruckenden Berglandschaften. Südeuropa überraschend günstig Auch beliebte Urlaubsziele in Südeuropa bieten attraktive Preisvorteile: Montenegro: 42 Prozent günstigere Kosten für Ihren Urlaub. Portugal: Sparen Sie 35 Prozent. Türkei: Immer noch 31 Prozent unter deutschem Preisniveau. Malta: 30 Prozent günstiger. Spanien, Griechenland, Zypern und Kroatien: Hier liegen die Ersparnisse zwischen 14 und 25 Prozent. Italien: Auch wenn es oft als teuer gilt, liegt Italien immer noch sechs Prozent unter deutschen Preisen. Achtung: In Italien führen beliebte Reiseziele wie Südtirol (am Pragser Wildsee) und Venedig zunehmend Eintrittsgebühren ein, um den Touristenansturm zu regulieren. Deutschlands direkte Nachbarn Und wer nicht weit reisen möchte? Auch einige unserer Nachbarländer bieten attraktive Preise für den Urlaub: Tschechien: Hier liegt das Preisniveau für Restaurant- und Hoteldienstleistungen 33 Prozent unter dem deutschen Niveau. Polen: Immerhin 15 Prozent weniger zahlen Sie hier. Frankreich: Bietet einen kleinen Preisvorteil von drei Prozent. Österreich: Laut Statistischem Bundesamt zahlen Sie hier exakt so viel wie in Deutschland. Fazit: Der nächste günstige Urlaub in Europa ist greifbar nah! Nutzen wir die Studienergebnisse, um unser Budget optimal zu nutzen und unvergessliche Erlebnisse zu genießen. Egal ob Strandurlaub, Kulturreise oder Städtetrip – die Möglichkeiten, in Europa zu sparen, sind vielfältig. https://vorunruhestand.de/2025/06/urlaub-in-europa-guenstig-oder-teuer/

Freitag, 6. Juni 2025

Der Realzins ist wieder negativ

Der Realzins ist wieder negativ
Die Deutschen sparen sich arm – die Inflation frisst ihre Zinserträge komplett auf. Die Realzinsen sind mittlerweile wieder negativ. Das Vermögen vieler Altersvorsorger schrumpft. Die Inflation ist zwar in den vergangenen Monaten gesunken, aber der Leitzins noch viel mehr. Das heißt, die Realzinsen sind wieder negativ. Das bedeutet für Sparer, dass sie enteignet werden. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat es mit ihrer Zinspolitik wieder einmal geschafft, deutsche Sparer zu enteignen, indem sie im Juni 2025 den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 2,0 Prozent senkte. Für Sparer heißt das, unterm Strich steht somit ein Minus. Wer’s nicht glaubt, muss nur Zinsen und Inflation vergleichen. Die Rechnung Ausgangslage - EZB-Einlagensatz (Nominalzins): Seit dem 6. Juni 2025 liegt der Einlagensatz bei 2,00 %. - Inflationsrate Deutschland (Mai 2025): Laut Statistischem Bundesamt beträgt die Inflationsrate 2,1 % Berechnung des Realzinses Der Realzins ergibt sich aus: Realzins = Nominalzins − Inflationsrate Realzins = 2,00 % − 2,10 % = −0,10 % Realzins Das bedeutet, dass die reale Kaufkraft von Geldanlagen trotz Zinsen leicht sinkt, da die Inflation die Zinserträge übersteigt. https://vorunruhestand.de/2025/06/der-realzins-ist-wieder-negativ/

Wir gehen immer später in Rente

Wir gehen immer später in Rente
Wir gehen immer später in Rente. Trotz „Rente mit 63“ können es sich viele nicht leisten, schon in dem Alter in Rente zu gehen – und bleiben länger. Schon heute dürfen 1957 Geborene regulär erst mit 65 Jahren plus elf Monaten in Rente; der Jahrgang 1958 kann erst mit 66 Jahren in Rente gehen – und Jahrgang 1964 sogar erst mit 67. Die meisten verabschieden sich jedoch früher aus dem Berufsleben – teilweise, weil sie nicht mehr können und ausgelaugt sind. Insgesamt arbeiten wir aber länger als frühere Rentnergenerationen (Zahlen liegen nur für die Geburtsjahrgänge 1941 bis 1955 vor). Durchschnittliches Renteneintrittsalter Tatsächliches durchschnittliches Renteneintrittsalter gestiegen   Das heißt, das tatsächliche durchschnittliche Renteneintrittsalter und die Regelaltersgrenze klaffen auseinander. Die meisten gehen mit Abschlägen in Rente, denn bis 66 wollen oder können die wenigsten arbeiten. Die Regelaltersgrenze Die Regelaltersgrenze, zu der jemand regulär in Rente gehen kann (ohne 45 Beitragsjahre), verschiebt sich kontinuierlich nach oben. Der Jahrgang 1957 durfte 2023 mit 65 Jahren und elf Monaten regulär in Rente gehen, der Jahrgang 1958 muss 2024 bis zum vollendeten 66. Lebensjahr warten, Jahrgang 1967 arbeitet bis 67 Jahre und kann erst dann in Rente. Früher in Rente die Regel Wie Statista feststellt, nimmt der Abstand sogar zu, weil viele Beschäftigte ab einem gewissen Alter einfach nicht mehr können, während die Regelaltersgrenze immer weiter nach oben klettert. Der Jahrgang 1964 kann schließlich erst regulär mit 67 Jahren in Rente gehen. Die Daten stammen vom Bund-Länder Demografie Portal. So bezogen Männer 2020 mit durchschnittlich 64,1 Jahren erstmals eine Altersrente, Frauen mit 64,2 Jahren. Allerdings erhöhte sich gleichzeitig die Regelaltersgrenze auf 65,8 Jahre. Um Druck aus dem Rentensystem zu nehmen und dieses auf den bevorstehenden Renteneintritt der Babyboomer-Generation vorzubereiten, wäre ein stärkerer Anstieg des tatsächlichen Renteneintrittsalters wünschenswert. Renteneintrittsalter und Regelaltersgrenze klaffen auseinander Später in Rente wegen Rentenreform Ursache dafür ist die Rentenform des Jahres 1972, im Zuge derer die Vorruhestands- und Frühverrentungsmöglichkeiten deutlich ausgeweitet wurden. In der Folge sank das durchschnittliche Zugangsalter deutlich an. Einen Tiefpunkt erreicht es 1982 mit 62,3 Jahren für Männer und 61,5 Jahren für Frauen. Danach erhöhte sich das Zugangsalter aufgrund von politischen Maßnahmen wieder, wozu hauptsächlich die Einführung von finanziellen Abschlägen bei Frühverrentungen ab 1997 beigetragen haben. Erhöhung des Rentenalters gefordert Die Forderungen nach einer Erhöhung des Renteneintrittsalters werden lauter. Die Bundesregierung will in der Frage Zeit gewinnen und erneut eine Rentenkommission einsetzen, wie es sie ähnlich bereits in den Jahren 2018 bis 2020 gab, so das Portal "Ihre Vorsorge". Was die Rentenkommission produzierte, war kaum mehr als heiße Luft. Auch jetzt will sich die schwarzrote Koalition vor dem Thema Renteneintrittsalter drücken. Deutschland altert Trotz Einwanderung und Flüchtlingswelle steigt der Anteil der Menschen an der deutschen Gesamtbevölkerung, die 65 und älter sind – oder anders ausgedrückt, Deutschland altert. Der Deutschen Rentenversicherung zufolge fiel 1950 noch rund jeder elfte Bundesbürger in diese Altersgruppe – 2019 trifft das bereits auf jeden fünften zu. Der demografische Wandel ist in Deutschland in vollem Gang, die Belastungen für das Rentensystem steigt. Diese Entwicklung wird sich in Zukunft weiter verstärken, da demnächst die sogenannte Babyboomer-Generation in Rente gehen wird – und die geburtenstarken Jahrgänge der Zeit von 1955 bis 1965. https://vorunruhestand.de/2025/06/wir-gehen-immer-spaeter-in-rente/

Donnerstag, 5. Juni 2025

Im Schnitt nur 92 Euro Grundrente

Im Schnitt nur 92 Euro Grundrente
Was hat es mit der Grundrente auf sich? Wer profitiert davon? Wie hoch ist der durchschnittliche Zuschlag? Antworten auf viele Fragen. "Grundrentenzuschlag" klingt kompliziert, ist kompliziert. Um die Grundrente zu erhalten, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein: - Grundrentenzeiten: Du musst mindestens 33 Jahre an sogenannten Grundrentenzeiten vorweisen können. Dazu zählen Pflichtbeitragszeiten aus Berufstätigkeit, Kindererziehungszeiten, Pflegezeiten sowie Zeiten, in denen du Leistungen bei Krankheit oder Rehabilitation erhalten hast. - Einkommensgrenzen: Dein durchschnittliches Einkommen während des Berufslebens muss zwischen 30 und 80 Prozent des Durchschnittsverdienstes in Deutschland gelegen haben. - Keine Antragstellung notwendig: Die Deutsche Rentenversicherung prüft automatisch, ob die Voraussetzungen erfüllt sind und zahlt den Grundrentenzuschlag aus. Jährliche Prüfung Die Einkommensgrenzen werden jedes Jahr überprüft, um sicherzustellen, dass die Leistung gezielt an diejenigen geht, die sie am meisten benötigen. Hier sind die wesentlichen Punkte: - Einkommensgrenzen: Der volle Grundrentenzuschlag wird bis zu einem monatlichen Einkommen von 1438 Euro beziehen, Ehepaare oder eingetragene Lebenspartnerschaften bis zu 2242 Euro. - Anrechnung des Einkommens: Wenn das Einkommen diese Freibeträge überschreitet, werden 60 Prozent des darüber liegenden Einkommens angerechnet. - Einkommensprüfung: Die Deutsche Rentenversicherung überprüft das Einkommen automatisch. Das Finanzamt meldet der Rentenversicherung im Herbst das Einkommen des vorletzten Jahres. - Freibeträge: Diese Freibeträge werden jährlich angepasst, um den Lebenshaltungskosten gerecht zu werden. Nur 92 Euro pro Monat Und was kommt dabei raus? Wie viel bekommen Grundrentnerinnen und -rentner im Durchschnitt? Wie viele bekommen überhaupt eine Grundrente? Angaben der Deutschen Rentenversicherung zufolge wurde Ende 2023 bundesweit zu rund 1,27 Millionen Renten ein Grundrentenzuschlag in Höhe von durchschnittlich 92 Euro gezahlt. Das entspricht einer Quote an allen Renten von rund 4,9 Prozent. Die Grundrente soll eine Rente garantieren, die die Lebensleistung würdigt und die zehn Prozent über der Grundsicherung im Alter liegt. Das gilt für alle, die mindestens 33 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt haben. Klingt doch toll – oder? Wer einmal genau nachhakt, dürfte ins Staunen kommen. Bedürftigkeitsprüfung fällt weg Bundesarbeitsminister Hubertus Heil setzte durch, dass es künftig keine Bedürftigkeitsprüfung mehr gibt, stattdessen sollen Rentner mit zu wenigen Rentenpunkten automatisch hochgewertet werden. Entscheidend ist, dass der Geringrentner 33 Beitragsjahre hat, wer nur auf 32 kommt, hat Pech gehabt. Rentnerinnen und Rentner, die mindestens 33 Jahre Grundrentenzeiten erreicht haben, können den Grundrentenzuschlag erhalten. Zwischen 33 und 35 Jahren wird er zunächst in der Höhe gestaffelt ausgezahlt. Erst ab 35 Jahren Grundrentenzeiten wird der Zuschlag in voller Höhe gezahlt. Die Rentenversicherung soll bei jedem prüfen, ob er mindestens auf 0,8 Rentenpunkten kommt, wenn nicht, wird er automatisch hochgestuft auf diese 0,8 Punkte hochgestuft. Ist die Grundrente gerecht? Wer 32 Jahre eingezahlt hat und wegen Erwerbsminderung vorzeitig in Rente gehen muss, steht sich schlechter, als jemand, der nur Teilzeit gearbeitet hat, dafür aber 33 Jahre lang. Ungerecht ist das auch gegenüber denjenigen, die durch eigene Arbeit eine kleine, aber auskömmliche Rente erarbeitet haben, denn sie werden mit anderen gleichgestellt. Gerecht sieht anders aus. Weg mit Bismarcks Regeln Hier werden Fürsorgeprinzip und Äquivalenzprinzip (Leistungsprinzip) miteinander vermengt. Die Höhe der Rente, so sieht es das Äquivalenzprinzip vor, richtet sich nicht mehr nur nach dem eingezahlten Beitrag. Dabei gibt es die Grundsicherung, die Niedrigrentner helfen soll, einigermaßen über die Runden zu kommen. Allerdings müssen sie belegen, dass sie bedürftig sind. Heil will das bedingungslose Grundeinkommen durch die Hintertür einfügen. Umsetzung hat gedauert Vom Inkrafttreten bis zur tatsächlichen Umsetzung hat es gedauert: Das "Gesetz zur Einführung der Grundrente für langjährige Versicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung mit unterdurchschnittlichem Einkommen und für weitere Maßnahmen zur Erhöhung der Alterseinkommen(Grundrentengesetz)"  wurde schon im Sommer 2020 eingeführt, letztlich umgesetzt wurde es erst im Januar 2023. Die Einführung der sogenannten Grundrente sei bis auf wenige Einzelfälle – zum Beispiel, weil eine Rente ins Ausland gezahlt wird – abgeschlossen, meldet "Ihre Vorsorge". Wer profitiert davon? Bei rund 26 Millionen Renten sei geprüft worden, ob ein Grundrentenzuschlag zu zahlen ist; bislang profitierten rund 1,1 Millionen Rentnerinnen und Rentner von einem Grundrentenzuschlag, so "Ihre Vorsorge". Bei der Berechnung der Grundrente nach mindestens 33 Versicherungsjahren zählen indes nur Zeiten mit gesetzlicher Pflichtversicherung. Freiwillige Rentenbeiträge müssen dabei nicht berücksichtigt werden. Das hat das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel entschieden. Ein 77 Jahre alter Rentner aus Baden-Württemberg hatte geklagt, weil die Deutsche Rentenversicherung seinen Antrag auf Berücksichtigung eines Grundrentenzuschlags abgelehnt hatte. Sie argumentierte, statt der erforderlichen 396 Monate (33 Jahre) lägen nur 230 Monate mit Pflichtbeiträgen vor. Die vom Kläger während seiner selbstständigen Tätigkeit freiwillig entrichteten Beiträge über 312 Monate zählten nicht zu den Grundrentenzeiten. Mit unserem Newsletter auf dem Laufenden bleiben Einfach jetzt kostenlos abonnieren Ist ein Antrag zu stellen? Nein, denn die Deutsche Rentenversicherung prüft automatisch. Sie greift dazu zum 1. Januar eines Jahres auf das bereits im Herbst von den Finanzbehörden gemeldete Einkommen des vorletzten Kalenderjahres zurück. Allerdings kann es passieren, dass die Grundrente gekürzt wird. Viele tausende Rentenempfänger erhalten laut "Münchner Merkur" zum Jahreswechsel neue Rentenbescheide. Der Grund: Die Rentenversicherung muss laut § 97a Sozialgesetzbuch Nummer 6 eine Einkommensprüfung beim Grundrentenzuschlag durchführen. Die neuen Rentenbescheide weisen ab Januar 2025 eine zum Teil deutliche Rentenkürzung aus. Der Grund dafür ist die Anrechnung von Einkommen auf die Grundrente. https://vorunruhestand.de/2025/06/im-schnitt-nur-92-euro-grundrente/

Arbeiten im Alter, weil die Rente nicht reicht

Arbeiten im Alter, weil die Rente nicht reicht
Mit 70 noch arbeiten? Einigen bleibt nichts anderes übrig, weil die Rente nicht reicht. Drei Beispiele illustrieren die Not vieler Rentnerinnen und Rentner. Die Vorstellung vom wohlverdienten Ruhestand, in dem Rentnerinnen und Rentner die Früchte lebenslanger Arbeit genießen, scheint für viele Menschen in Deutschland mehr und weniger ein Traum zu bleiben. Immer häufiger sehen sich Senioren dazu gezwungen, auch im Rentenalter weiterzuarbeiten, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Die aktuelle ZDF-Reportage "Rente? Reicht nicht!" aus der Reihe "37 Grad" (Sendung vom 3. Juni 2025, um 22:15 Uhr) berichtet genau über dieses Phänomen und gibt intime Einblicke in den Alltag dreier Betroffener. Betroffene berichten Vanessa mit 85 – kämpft gegen die Rentenlücke In Frankfurt beispielsweise kämpft die 85-jährige Vanessa mit beeindruckender Energie gegen die finanzielle Notwendigkeit. Als selbstständige Fußpflegerin versorgt sie ihre meist ältere Kundschaft, die sie seit 50 Jahren in ihrem Viertel kennt. Ihr kleines Einzimmer-Apartment in einer Sozialwohnung dient gleichzeitig als Salon – ein Kinderzimmer ihrer drei allein aufgezogenen Söhne. Obwohl sie 25 Jahre in Vollzeit als Friseurin und bei der Arbeiterwohlfahrt gearbeitet hat, reicht die Rente kaum zum Überleben. "Ich bin sparsam, aber das Geld würde nie langen", gesteht sie. Neben der Fußpflege unterrichtet sie auch Sitztanz im Seniorenheim. Vanessa zeigt, wie wichtig es ist, auch im hohen Alter mobil und aktiv zu bleiben, um über die Runden zu kommen. Finanzielle Unterstützung von ihren Kindern lehnt sie aus Stolz ab – ein Zeichen ihrer unerschütterlichen Eigenständigkeit. Angelika mit 75 – Arbeit im Supermarkt Die 75-jährige Angelika aus Berlin nimmt einen weiten Weg auf sich, um im Supermarkt Regale einzuräumen. Eine körperlich anstrengende Spätschicht für den gesetzlichen Mindestlohn, die sich schmerzhaft in ihren Knien und im Rücken bemerkbar macht. Trotz 28 Berufsjahren reicht ihre Rente nicht aus. Besonders bitter: Angelika war einst mit einem wohlhabenden Mann verheiratet, doch nach der Scheidung und mit einer Tochter, die in den USA lebt, muss sie sich nun allein durchschlagen. Ihre Erholung findet sie in langen Spaziergängen mit ihrem Hund – Momente der Ruhe, die in ihrem arbeitsreichen Alltag kostbar sind. Ebi mit 72 – Deutschlehrer im Alter Ebi, 72 Jahre alt und aus Hamburg, hat einen ungewöhnlichen Weg hinter sich. Als Spross einer wohlhabenden Familie im Iran besuchte er ein Internat in Deutschland und studierte in der Schweiz. Er war ein erfolgreicher selbstständiger Geschäftsmann, hat jedoch nie in die Rentenversicherung eingezahlt. Ein Bandscheibenvorfall beendete jäh seine Karriere, und die finanziellen Rücklagen waren irgendwann aufgebraucht. Heute liebt Ebi seine Arbeit als Deutschlehrer bei den Maltesern, wo er Migrantinnen und Migranten unterrichtet. Seine Motivation geht über das Finanzielle hinaus; er findet Erfüllung in seiner neuen Aufgabe. Optimistisch und stets mit dem Motorrad unterwegs, beweist Ebi, dass auch ein Neuanfang im Rentenalter möglich ist, selbst wenn die finanzielle Situation dazu zwingt. Mit unserem Newsletter auf dem Laufenden bleiben Einfach jetzt kostenlos abonnieren Mehr als nur Arbeit – die Suche nach Sinn Der Autor Gregor Eppinger (48, "Unterm Glanz") hat diese drei beeindruckenden Persönlichkeiten für seine Reportage begleitet. Er zeigt, dass es bei der Arbeit im Alter nicht immer nur ums Geld geht. Viele Senioren finden in ihrer Tätigkeit auch Beschäftigung, soziale Kontakte und sogar eine gewisse Erfüllung. Doch die unterschwellige Angst bleibt: Was, wenn man krank wird und nicht mehr arbeiten kann? Die Sorge, anderen zur Last zu fallen, ist ein ständiger Begleiter. Die Geschichten dieser drei Rentnerinnen und Rentner zeigen die Realität vieler Rentner in Deutschland und fordern uns auf, über die Zukunft unseres Rentensystems nachzudenken.   Bild: Screenshot ZDF   https://vorunruhestand.de/2025/06/arbeiten-im-alter-weil-die-rente-nicht-reicht/