Donnerstag, 19. März 2026

Klinik-Zuzahlung: 15 Euro pro Tag gefordert

Klinik-Zuzahlung: 15 Euro pro Tag gefordert
Krankenhausaufenthalte könnten bald teurer werden: Die Krankenhausgesellschaft (DKG) fordert eine Erhöhung der Zuzahlung auf 15 Euro pro Tag. Was das für Patienten bedeuten würde.
Der Gürtel in den deutschen Kliniken muss enger geschnallt werden – und wenn es nach der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) geht, sollen die Patienten einen Teil der Last tragen. DKG-Vorstandschef Gerald Gaß hat in der „Rheinischen Post“ eine deutliche Anhebung der Eigenbeteiligung ins Gespräch gebracht.

Von 10 auf 15 Euro: Ein satter Aufschlag


Bisher zahlen gesetzlich versicherte Patienten für maximal 28 Tage im Jahr einen Eigenanteil von 10 Euro pro Kalendertag. Geht es nach Gaß, soll dieser Betrag auf 15 Euro steigen. Das entspricht einer Steigerung von 50 Prozent.
Warum kommt dieser Vorstoß jetzt?
Hintergrund sind die massiven Finanzierungslücken in der deutschen Krankenhauslandschaft. Die Kliniken kämpfen mit steigenden Kosten für Personal und Energie, während die Inflation die Budgets zusätzlich belastet. Die Erhöhung der Zuzahlung wird als ein Baustein gesehen, um das System zu stabilisieren.
Seit wann gibt es die Zuzahlung? Sie war 2004 mit zehn Euro pro Tag eingeführt worden. Das heißt, die Zuzahlung besteht in der Höhe seit 22 Jahren, wie DKG-Vorstandschef Gerald Gaß der „Rheinischen Post“ sagte. Seitdem ist der Euro aber wegen der Inflation deutlich weniger wert. „Die Lage ist ernst; aktuell schreiben 80 Prozent der Kliniken rote Zahlen; ein Drittel der Häuser in Deutschland ist von Insolvenz bedroht: 16 Prozent sind stark insolvenzgefährdet, weitere 21 Prozent gefährdet“, so Gaß.

Was bedeutet das für Rentner?


Gerade für Menschen im Vorruhestand oder Rentner, die statistisch gesehen häufiger auf stationäre Behandlungen angewiesen sind, ist dies eine schlechte Nachricht.
- Die gute Nachricht: Die Deckelung auf 28 Tage pro Jahr bleibt (vorerst) bestehen.
- Die Belastung: Statt bisher maximal 280 Euro müssten Patienten dann bis zu 420 Euro pro Jahr aus eigener Tasche zuzahlen.
Ob die Politik diesen Vorschlag in Zeiten hitziger Debatten über das Gesundheitswesen aufgreift, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch klar: Der Druck auf die Geldbeutel der Versicherten wächst weiter.
 
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