Mittwoch, 31. Dezember 2025

Systemversagen - Abrechnung mit dem Status quo

Systemversagen - Abrechnung mit dem Status quo
Die Renten sicher? Von wegen. Gabor Steingart zeigt in „Systemversagen“, wie der Staat gegen die Wand fährt und kosmetische Reformen nicht mehr reichen.
Gabor Steingart ist bekannt dafür, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. In seinem aktuellen Buch „Systemversagen“ seziert der Journalist und Herausgeber des „Pioneer Briefing“ den Zustand der Bundesrepublik. Für uns „Best Ager“ und angehende Ruheständler ist das Werk eine spannende, wenn auch teils bittere Lektüre, denn es stellt die Frage: In welchem Land wollen wir eigentlich alt werden – und was hinterlassen wir?

Deutschland im Verwaltungsmodus


Steingart argumentiert, dass Deutschland den Anschluss verliert, weil es sich in einem „Verwaltungsmodus“ befindet. Während die Welt um uns herum digitalisiert und innoviert, ersticken wir in Deutschland an:
- Überbordender Bürokratie: Die uns lähmt, statt zu ermöglichen.
- Mangelndem Mut: Politische Entscheidungen werden oft nur noch im Kleinstformat getroffen.
- Einer bröckelnden Infrastruktur: die den Wirtschaftsstandort gefährdet.
Aktuelles Gegenbeispiel Dänemark – das Land zeigt, wie konsequente digitale Transformation funktioniert, statt eines verwalteten Stillstands. Dänemark baut seine Briefkästen ab, weil das Land zum 31. Dezember 2025 die klassische Briefzustellung durch den staatlichen Anbieter PostNord offiziell eingestellt hat. Die Gründe: Seit der Jahrtausendwende ist die Menge der verschickten Briefe in Dänemark um mehr als 90 Prozent eingebrochen; im Gegensatz zu Deutschland hat Dänemark die Kommunikation mit Behörden bereits vor Jahren fast vollständig digitalisiert. Das System „Digital Post“ ist für Bürger und Unternehmen verpflichtend. Ob Steuerbescheid, Krankenhaus-Termin oder Rentenmitteilung – alles landet in einem gesicherten digitalen Postfach. Nur weniger als fünf Prozent sind dazu technisch nicht in der Lage und erhalten noch physische Post über private Ausnahmedienste. Dänemark ist das globale Labor für die Zeit „nach dem Papier“.

Warum uns das alle angeht


Gerade für die Generation, die den Wohlstand dieses Landes mit aufgebaut hat, ist Steingarts Analyse relevant. Er warnt davor, dass der Generationenvertrag unter der Last eines ineffizienten Systems zu brechen droht. Er fordert eine Rückkehr zu marktwirtschaftlichen Prinzipien und mehr Eigenverantwortung – Themen, die auch die Debatte um die Rentensicherheit und die private Vorsorge streifen.
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Stil und Kritik
Steingart schreibt gewohnt eloquent, pointiert und provokant. Man muss nicht jede seiner marktwirtschaftlich-liberalen Schlussfolgerungen teilen, um den Wert des Buches zu erkennen. Es dient als Weckruf und Diskussionsgrundlage. Kritiker könnten ihm vorwerfen, dass er zwar die Wunden präzise benennt, die Lösungen aber manchmal etwas plakativ bleiben.
O-Ton Steingart
Wir verwalten den Mangel an Zukunft mit einer Überdosis an Vergangenheit.
(Ein Plädoyer gegen das Festhalten an alten Strukturen wie der reinen Umlagerente.)
Der Sozialstaat in seiner jetzigen Form ist kein Schutzschild mehr, sondern eine
Fessel für die produktiven Kräfte dieses Landes.
(Steingarts Kritik an der ausufernden Bürokratie und den hohen Altlasten.)
Politik ist heute oft das Handwerk der Besitzstandswahrung, während die Welt
um uns herum das Betriebssystem wechselt.
(Wie es auch anders geht, zeigen uns die Dänen.)
Pflichtlektüre für alle
„Systemversagen“ ist Pflichtlektüre für alle, die sich nicht mit dem „Weiter so“ abfinden wollen. Es ist ein Plädoyer für einen Neustart, das Mut macht, Deutschland wieder groß zu denken.
Gabor Steingart Systemversagen
Gabor Steingart
564 Seiten
30,00 Euro
Penguin Verlag
ISBN-978-3-328-60422-8 https://vorunruhestand.de/2025/12/systemversagen-abrechnung-mit-dem-status-quo/

Dienstag, 30. Dezember 2025

Top-Ten der meistgeklickten Beiträge 2025

Top-Ten der meistgeklickten Beiträge 2025
Von der 1600-Euro-Netto-Rechnung bis zum perfekten Gulasch: Erfahren Sie, welche Themen beim Übergang in den Ruhestand 2025 die Nase vorn hatten. Hier die Top 10!

Zwischen Renten-Frust und Gulasch-Lust: Der Rückblick


Was interessiert uns beim Übergang in den Ruhestand am meisten? Die Antwort ist eine faszinierende Mischung aus harten Fakten und purer Lebensfreude. Während die finanzielle Absicherung die Liste anführt, zeigt uns das Phänomen des ungarischen Kesselgulaschs auf Platz 4, dass der Genuss im Vorunruhestand nicht zu kurz kommen darf.

Die nackten Zahlen: Brutto ist nicht gleich Netto


Die unangefochtene Nummer 1 bleibt der Realitätscheck: „Was von 1600 Euro Rente übrigbleibt“. Es ist der Weckruf für viele, dass Sozialabgaben und Steuern auch vor dem Ruhestand nicht haltmachen. Passend dazu hat sich das Thema Steuern auf Rang 2 vorgeschoben – „Finanzielle Selbstverteidigung“ ist das Schlagwort der Stunde.

Die „Aktivrente“ unter Beschuss


Obwohl politisch gewollt, zeigt unser Ranking deutlich: Die Leser sind skeptisch. Die Aktivrente wird als „Murks“ abgestraft. Viele von Ihnen setzen lieber auf bewährte Minijobs, statt sich auf das rechtlich wackelige Terrain einer Konstruktion zu begeben, die von Verbänden bereits als verfassungswidrig kritisiert wird.

Kuriose Zahltage im Oktober


Ein besonderer Aufreger im Jahr 2025 war die Rentenauszahlung im Oktober. Wer hätte gedacht, dass der Sitz der Verbuchungszentrale Ihrer Bank darüber entscheidet, ob das Geld am 30. oder 31. Oktober auf dem Konto ist? Die Teilung Deutschlands in evangelische und katholische Feiertage sorgte hier für reichlich Diskussionsstoff.
Übergriffiger Staat
Unter den Top Ten ist mit „Staat vergreift sich an der Rentenkasse“ ein weiterer Dauerbrenner. Anders als einige Journalistinnen und Journalisten suggerieren, subventioniert nicht der Staat die Rentenkasse, sondern umgekehrt – der Staat bedient sich seit langem schon aus der Rentenkasse. Das, was der Staat an die Rentenkasse zahlt, ist kein Zuschuss, sondern der Ausgleich für versicherungsfremde Leistungen, die der Staat der Rentenkasse aufbürdet, wobei sich der Staat einen schlanken 🦶Fuß macht und viel zu wenig ausgleicht.
Und hier sind die Top Ten
 
Rang
Titel des Beitrags
Kerninhalt / Thema
1
Was von 1600 Euro Rente übrig bleibt
Konkrete Rechnung
2
Ab wann Rentner Steuern zahlen
Alles über die Steuererklärung
3
Kündigen zur Rente mit 63 oder Aufhebungsvertrag
Die Alternativen
4
Wie ein original ungarische Kesselgulasch gelingt
Das beste Rezept ever
5
Die Aktivrente ist Murks
Die Haken der Aktivrente
6
Rentenantrag stellen – so geht‘s
Hilfe für den Rentenantrag
7
So wehren sich Rentner gegen Doppelbesteuerung
Was tun gegen Doppelbesteuerung?
8
Danke sagen mit kreativen Sprüchen und Zitaten
Ein „Danke“ hilft häufig
9
Renten im Oktober 25 – Probleme bei der Zahlung
Ungleiche Auszahlung bundesweit
10
Staat vergreift sich an der Rentenkasse
Staat prellt die Zeche bei der Rente https://vorunruhestand.de/2025/12/top-ten-der-meistgeklickten-beitraege-2025/

Montag, 29. Dezember 2025

Renten-Chaos: Das Volk will Reformen, die Politik nur Ausreden!

Renten-Chaos: Das Volk will Reformen, die Politik nur Ausreden!
82 Prozent fordern die große Rentenreform, doch Schwarz-Rot liefert nur Kommissionen. Warum traut niemand der Regierung den Mut zu, das System endlich zu retten?

Stillstand auf unsere Kosten


Die Zahlen einer aktuellen Civey-Umfrage sind eine Ohrfeige für Berlin: Über 80 Prozent der Deutschen wissen, dass es so nicht weitergehen kann. Die gesetzliche Rente wankt, und was macht die Politik? Sie gründet eine Kommission. Während die Babyboomer bereits in den Startlöchern zum Ruhestand stehen, wird wertvolle Zeit mit dem „Prüfen von Optionen“ vergeudet.

Vertrauen? Fehlanzeige!


Fast 70 Prozent der Bürger haben die Hoffnung längst aufgegeben, dass Schwarz-Rot unter Friedrich Kanzler Merz den „großen Wurf“ landet. Die meisten haben das Gefühl, die Politik verwaltet lieber den Mangel, als echte Tabus zu brechen. Dabei liegen die Lösungen auf dem Tisch – und sie haben eine breite Mehrheit hinter sich.

Weg mit der Altersgrenze, her mit den Beitragsjahren?


Es ist nur gerecht: Wer 45 Jahre lang geschuftet hat, sollte gehen dürfen – egal, ob die biologische Uhr 63 oder 67 anzeigt. 60 Prozent der Deutschen befürworten das Modell der Beitragsjahre. Es ist die logische Antwort auf die Lebensrealität von Handwerkern und Pflegekräften, die schlicht nicht bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag durchhalten können.
Versprechen
Am 14. Mai 2025 versprach Vizekanzler Lars Klingbeil eine Rentenreform "zügig" anzugehen. Die Zeit läuft.
Zeit seit Abgabe des Versprechens
My count-up

Alle in ein Boot: Schluss mit der Privilegierung


Der größte Aufreger bleibt aber die Systemfrage: Warum zahlen Beamte, Abgeordnete und Selbstständige eigentlich immer noch nicht in die gesetzliche Kasse ein? Satte 81 Prozent fordern das Ende dieser Zwei-Klassen-Vorsorge. Es ist schwer vermittelbar, warum ausgerechnet diejenigen, die über unsere Renten entscheiden, selbst nicht Teil des Systems sind.
Mehrheit bereit für Reformen
Die Menschen sind bereit für radikale Veränderungen. Sie wollen ein System, das auf Leistung basiert und niemanden privilegiert. Was fehlt, ist eine Regierung, die den Mut hat, gegen Lobbyinteressen und Beamtenprivilegien vorzugehen.
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Sonntag, 28. Dezember 2025

Kindheit am Nil: Zeitreise für Groß und Klein

Kindheit am Nil: Zeitreise für Groß und Klein
Das Ägyptische Museum München zeigt berührend, wie Kinder im alten Ägypten lebten – ein perfektes Ausflugsziel für Großeltern, um mit den Enkeln Geschichte spielerisch zu entdecken.

Brückenschlag zwischen den Generationen


Wer das Staatliche Museum Ägyptischer Kunst (SMÄK) in München betritt, erwartet oft majestätische Pharaonen und goldene Totenmasken. Doch die aktuelle Sonderausstellung „Kindheit am Nil“ lenkt den Blick auf das Menschliche, das Alltägliche und das Herzstück jeder Gesellschaft: die Kinder. Wie lebten sie im alten Ägypten? Die Sonderausstellung zeigt genau das - mit Originalobjekten, interaktiven Stationen und einem Begleitprogramm.
Für Großeltern und Enkelinnen und Enkel bietet diese Schau eine wunderbare Gelegenheit, den klassischen Museumsbesuch in ein gemeinsames Familienerlebnis zu verwandeln. Die Ausstellung ist weit mehr als eine historische Dokumentation; sie ist ein emotionaler Brückenschlag über Jahrtausende hinweg.
Per Playmobil-Figuren-Galerie in die Vergangenheit
Die Museumsmacher haben sich einiges einfallen lassen: So steigen die großen und kleinen Besucher beispielsweise in 5000 Jahre Geschichte hinab, begleitet von Playmobil-Figuren, die diese Geschichte plastisch werden lassen – so kleben auf dem Handlauf, der hinabführt, Personen wie Napoleon, Cäsar, Kleopatra, Tutanchamun, Ramses II. Echnaton, Hatschepsut und Cheops.
screenshot
Per Playmobilfiguren zurück in die Vergangenheit         Bild: SMAEK Fotograf Roy Hessing

Was gab es damals, was gibt es heute?


Besonders faszinierend ist der Vergleich der Lebenswelten. Ob antike Kreisel, liebevoll geschnitzte Holzfiguren oder Lernschriften aus der Schule – viele Exponate wirken erstaunlich vertraut. Großeltern können hier gemeinsam mit ihren Enkeln entdecken, dass die Bedürfnisse und Freuden von Kindern vor 3.000 Jahren gar nicht so weit von den heutigen entfernt waren.
- Interaktives Erleben: Die Ausstellung ist didaktisch klug aufbereitet. Sie regt zum Dialog an: „Womit hast du früher gespielt, Opa?“ oder „Musstest du auch so fleißig schreiben üben wie die Kinder am Nil?“
- Barrierefreiheit & Atmosphäre: Das moderne Museum unter dem Rasenplatz ist barrierefrei zugänglich und bietet durch seine offene Architektur genügend Raum, um auch mit lebhaften Enkeln entspannt zu verweilen.
Eine geschichtliche Einladung
„Kindheit am Nil“ ist eine Einladung, die Welt des alten Ägyptens ohne akademische Schwere zu betreten. Es ist eine Schau, die das Herz berührt und für den Heimweg Gesprächsstoff liefert. Ein wertvoller Tipp für alle, die wertvollen „Quality Time“ mit der Familie verbringen und dabei ihren eigenen Horizont erweitern möchten.
Quality Time mit der Familie im SMAEK
Quality Time mit der Familie im SMAEK    Bild: SMAEK Fotograf Roy Hessing
Besucher-Infos auf einen Blick
Kategorie
Details
Ort
Staatliches Museum Ägyptischer Kunst (SMAK), Gabelsbergerstraße 35, 80333 München
Öffnungszeiten
Dienstag 10:00 – 20:00 Uhr, Mittwoch bis Sonntag 10:00 – 18:00 Uhr (montags geschlossen)
Eintrittspreise
Regulär: 7 € / Ermäßigt (Senioren 65+): 5 € / sonntags: nur 1 €
Kinder & Enkel
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt.
Barrierefreiheit
Das gesamte Museum ist barrierefrei über Aufzüge zugänglich.
Besondere Tipps für Ihren Besuch:
- Der Sonntags-Vorteil: Für nur 1 Euro Eintritt pro Großelternteil (und freiem Eintritt für die Enkel) ist der Sonntag der ideale Tag für einen preiswerten Familienausflug.
- Anreise: Das Museum liegt direkt im Kunstareal. Mit der U2 (Haltestelle Königsplatz) oder dem Bus 100 (Haltestelle Pinakotheken) ist es bequem ohne lange Fußwege erreichbar.
- Pause einplanen: Das Museum verfügt über ein schönes Café und liegt direkt gegenüber der Wiesen an den Pinakotheken – ideal, um sich nach der Ausstellung bei einem Kaffee oder einem kleinen Spaziergang auszutauschen.
Führungen
- Buchung von Führungen (Museumsdienst):
Möchten Sie eine private Familienführung buchen? Dies ist über den zentralen Museumsdienst möglich.
Webseite: smaek.de/vermittlung
Online-Tickets:
Um Wartezeiten zu vermeiden (besonders am Wochenende), können Tickets vorab im Online-Shop erworben werden.
Ticket-Portal: Link zum Ticketshop
Newsletter:
Bleiben Sie über wechselnde Sonderausstellungen

Tipp für Großeltern: Das Museum bietet regelmäßig spezielle Familienführungen an, die kindgerecht aufbereitet sind. Fragen Sie beim Infopoint gezielt nach dem aktuellen Programm für die Ausstellung „Kindheit am Nil“.


Mein persönlicher Rat:
Lassen Sie sich von den Enkeln beim Verlassen des Museums erklären, welches der antiken Spielzeuge sie am liebsten selbst ausprobiert hätten – oft entstehen dabei die schönsten Gespräche über die eigene Kindheit und die Unterschiede der Generationen. Setzen Sie sich auch mal zusammen mit Ihren Enkeln und spielen Sie eines der angebotenen Spiele.
 
Bild: SMAEK Fotograf Roy Hessing https://vorunruhestand.de/2025/12/kindheit-am-nil-zeitreise-fuer-gross-und-klein/

Mittwoch, 24. Dezember 2025

Weihnachtsgrüße – Zeit für das, was wirklich zählt

Weihnachtsgrüße – Zeit für das, was wirklich zählt
Die Hektik weicht der Vorfreude. Wir blicken auf ein ereignisreiches Jahr zurück und genießen die Freiheit, die Festtage bewusst und ohne Zeitdruck zu erleben.

Ein Fest der neuen Möglichkeiten


Liebe Leserinnen und Leser von vorunruhestand.de,


das Jahr neigt sich dem Ende zu, und während draußen die Lichter funkeln, kehrt in vielen von uns eine besondere Form der Ruhe ein. Für viele, die diesem Blog folgen, ist dieses Weihnachtsfest vielleicht eines der ersten, das nicht mehr im Schatten von beruflichen Jahresabschlüssen oder dem Stress der letzten Arbeitstage steht.


Die Kostbarkeit der Zeit

In der Zeit vor dem Ruhestand oder den ersten Jahren darin verändert sich unser Blick auf das Fest. Es geht weniger um das „Müssen“ und viel mehr um das „Wollen“.


-

Zeit für Begegnungen: Ein langes Gespräch mit den Enkeln oder alten Freunden, ohne den Blick auf die Uhr.


-

Zeit für Stille: Ein Spaziergang durch den Winterwald oder ein gutes Buch am Kamin.


-

Zeit für Dankbarkeit: Der Rückblick auf das Erreichte und die Vorfreude auf das, was im kommenden Lebensabschnitt noch vor uns liegt.


Ein Wunsch für euch

Wir wünschen euch von Herzen ein Weihnachtsfest, das genau so ist, wie ihr es euch vorstellt. Mögen die kommenden Tage geprägt sein von Wärme, Gesundheit und der Gelassenheit, die diese wunderbare Lebensphase mit sich bringt.


Genießt die kleinen Momente – den Duft von Zimt, das Lachen am Esstisch oder einfach das Gefühl, angekommen zu sein.


Frohe Weihnachten und einen wunderbaren Start in ein gesundes, spannendes neues Jahr!


Und so leuchtet die Welt langsam der Weihnacht entgegen, und im Werden liegt der ganze Zauber.“


Edith Stein

https://vorunruhestand.de/2025/12/weihnachtsgruesse-zeit-fuer-das-was-wirklich-zaehlt/

Montag, 22. Dezember 2025

Grundrente 2026: Anspruch bewilligt, 0 Euro auf dem Konto!

Grundrente 2026: Anspruch bewilligt, 0 Euro auf dem Konto!
Lebensleistung zählt? Von wegen! Dank § 97a SGB VI wird die Grundrente 2026 für Tausende zum Nullsummenspiel. Warum der Partner schuld ist, dass viele leer ausgehen.

Die Grundrenten-Lüge


Viele haben sich zu früh auf den Grundrentenzuschlag gefreut. Rechnerisch steht er manchen zu, schwarz auf weiß steht er im Bescheid – doch am Ende des Monats landet genau null Euro zusätzlich auf ihrem Konto. Was wie ein schlechter Scherz klingt, ist für tausende Rentnerinnen und Rentner bittere Realität, wie die Plattform "Rentenbescheid24" näher erläutert. Der Grund: Die bürokratische Falle der Einkommensanrechnung schnappt 2026 wieder gnadenlos zu.

Sündenbock: der Ehepartner


Das Bundessozialgericht hat es am 27. November 2025 höchstrichterlich abgesegnet: Es ist rechtens, dass das Einkommen des Ehepartners die mühsam erarbeitete Grundrente auffrisst. Wer Jahrzehnte gearbeitet hat, wird nun zur „wirtschaftlichen Einheit“ degradiert. Hat der Partner eine etwas bessere Rente oder Mieteinnahmen, wird Ihre Lebensleistung einfach weggerechnet.
Das Phantom-Einkommen aus der Vergangenheit
Besonders absurd: Die Deutsche Rentenversicherung prüft nicht, was der oder die einzelne jetzt im Portemonnaie hat. Maßgeblich ist das zu versteuernde Einkommen von 2023 (oder gar 2022). Wer damals einen kleinen Nebenjob hatte oder Kapitalerträge versteuern musste, wird 2026 bestraft – selbst wenn das Geld längst weg ist.
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Die nackten Zahlen des Wahnsinns


Ab Januar 2026 gelten zwar neue Freibeträge, doch die Grenzen zwischen „Zuschlag“ und „Nullrunde“ sind hauchdünn:
- Alleinstehende: Ab 1.909 € zu versteuerndem Einkommen wird jeder Cent des Zuschlags zu 100 % angerechnet. Ergebnis: 0 Euro Auszahlung.
- Ehepaare: Ab einem gemeinsamen Einkommen von 2.744 € bleibt vom Grundrentenzuschlag nichts mehr übrig.
Gerechtigkeit sieht anders aus
Die Grundrente sollte ein Signal gegen Altersarmut und für Respekt vor der Erwerbsbiografie sein. Doch die Realität 2026 zeigt: Es zählt nicht, wie lange Sie geschuftet haben, sondern was das Finanzamt über Ihren Haushalt meldet. Wer nicht aufpasst oder seine Steuererklärung schleifen lässt, wird vom System eiskalt aussortiert. Übrigens, die rund 1,27 Millionen Rentnerinnen und Rentner bekommen laut Bundesministerium für Arbeit und Soziales durchschnittlich 92 Euro mehr.
Checkliste: Einkommensanrechnung Grundrente 2026
Einkommensarten, die die Grundrente 2026 kürzen. Folgende Einkünfte (zvE) werden gemäß § 97a SGB VI angerechnet:
- Renten: eigene gesetzliche Renten.
- Kapitalerträge: Zinsen, Dividenden etc.
- Vermietung & Verpachtung: Einnahmen aus Immobilien.
- Arbeitsentgelt: steuerpflichtige Nebenjobs oder Gehälter.
- Selbstständige Arbeit: Einkünfte aus Gewerbe oder Freiberuflichkeit.
- Partner-Einkommen: Alle oben genannten Punkte des Ehegatten werden addiert.
Hier der Wortlaut des Gesetzes:
Die jährliche Einkommensanrechnung ist zunächst nur unter Berücksichtigung von Einkommen nach Absatz 2 Satz 1 Nummer 1 und 2 durchzuführen. Ist ein Rentenanteil aus dem Zuschlag an Entgeltpunkten für langjährige Versicherung zu leisten, haben der Berechtigte und sein Ehegatte über Einkommen nach Absatz 2 Satz 1 Nummer 3 innerhalb von drei Monaten nach Bekanntgabe des Bescheides über den Rentenanteil aus dem Zuschlag an Entgeltpunkten für langjährige Versicherung dem Träger der Rentenversicherung mitzuteilen, wenn solches Einkommen in dem nach Absatz 2 Satz 3 und 4 maßgeblichen Kalenderjahr erzielt wurde und dessen Höhe nachzuweisen. Erfolgt keine Mitteilung nach Satz 2, gilt Einkommen nach Absatz 2 Satz 1 Nummer 3 als nicht erzielt. Teilen der Berechtigte und sein Ehegatte Einkommen nach Absatz 2 Satz 1 Nummer 3 mit und ergibt sich nach erneuter Einkommensprüfung ein veränderter Rentenanteil aus dem Zuschlag an Entgeltpunkten für langjährige Versicherung, ist der Bescheid mit Wirkung für die Zukunft aufzuheben. Im Fall einer zu Unrecht unterbliebenen oder unrichtigen Auskunft ist der Bescheid vom Beginn des Zeitraumes der Anrechnung von Einkommen nach Satz 1 aufzuheben. Soweit Bescheide aufgehoben wurden, sind zu viel erbrachte Leistungen zu erstatten; § 50 Absatz 2a bis 5 des Zehnten Buches bleibt unberührt. Nicht anzuwenden ist die Vorschrift zur Anhörung Beteiligter (§ 24 des Zehnten Buches).
Die Botschaft der Politik ist klar: Du hast zwar einen Anspruch, aber wir finden einen Paragraphen, um nicht zahlen zu müssen. https://vorunruhestand.de/2025/12/grundrente-2026-anspruch-bewilligt-0-euro-auf-dem-konto/

Sonntag, 21. Dezember 2025

Abenteuer Alltag: Warum Premieren uns im Alter jung halten

Abenteuer Alltag: Warum Premieren uns im Alter jung halten
Raus aus dem Trott! Warum neue Erlebnisse wie Reisen oder Hobbys unser Gehirn fit halten und wie wir mit kleinen Premieren unsere Lebensfreude spürbar steigern.
Geht’s anderen genauso? Die Tage verfließen in einer angenehmen, aber doch sehr gleichförmigen Routine. Das gibt Sicherheit, führt aber oft dazu, dass die Zeit gefühlt immer schneller rast. Anne-Bärbel Köhle, Chefredakteurin des „Senioren Ratgebers“, rät deshalb zu einem bewussten Gegenmittel: Premieren. Egal ob es die erste Fahrt im Wohnmobil ist oder der lang ersehnte Sprachkurs – neue Erlebnisse halten uns geistig beweglich und schenken uns eine neue Sicht auf uns selbst.

Warum Neues so gesund ist


Unser Gehirn liebt Futter. Wenn wir Routinen durchbrechen, bilden sich neue neuronale Verknüpfungen. Wir fühlen uns lebendiger, das Selbstbewusstsein wächst und – ganz nebenbei – dehnen wir unser Zeitgefühl. Wer Neues erlebt, hat am Ende des Jahres das Gefühl, „mehr“ vom Leben gehabt zu haben.
Welche Premiere passt zu mir?
Es muss nicht immer der Fallschirmsprung sein. Premieren finden in jedem Maßstab statt. Hier sind ein paar Anregungen für euren persönlichen Neustart:
- Reisen mit dem „Aha-Effekt“: Es muss nicht die Weltreise sein. Laut dem Psychologen Dr. Marc Wittmann sind vor allem Kurzreisen effektiv, um die Zeitwahrnehmung zu dehnen, da wir uns bei längeren Aufenthalten zu schnell an die neue Umgebung gewöhnen.
- Geistige Fitness durch Neugier: Wollten wir nicht schon immer ein Instrument lernen oder eine neue Sprache sprechen? Jetzt, wo der Stress des Arbeitslebens nachlässt, ist der ideale Zeitpunkt für einen entspannten „Reality-Check“ und den ersten Besuch in der Musikschule oder Volkshochschule. Gerade jetzt kommen die neuen Programme der Volkshochschulen für das Frühjahr-Sommer-Semester 2026.
- Sportliche Meilensteine: Das erste Mal eine Fernwanderung oder das Sportabzeichen in Gold? Körperliche Herausforderungen stärken nicht nur das Herz, sondern auch das Gefühl: „Ich kann das noch!“
- Ein Hauch von Adrenalin: Ob ein Besuch im Escape-Room mit den Enkeln oder eine Ballonfahrt – der Stolz über die eigene Überwindung hinterlässt Eindrücke, die noch Jahre später für Gesprächsstoff sorgen.

Mut zum ersten Mal


Routinen sind gemütlich, aber Premieren sind das Salz in der Suppe. Halten wir die Augen offen für Dinge, die wir noch nie getan haben. Es ist nie zu spät, um zu sagen: „Das habe ich heute zum ersten Mal gemacht!“
Was ist eure nächste Premiere?
Habt ihr euch für dieses Jahr schon etwas vorgenommen, das ihr noch nie zuvor probiert habt? Schreibt es uns in die Kommentare und inspiriert andere Vorruheständler und Ruheständler!
Quelle: Senioren Ratgeber
Bild: iStock | Fotograf Isaac Trussell https://vorunruhestand.de/2025/12/abenteuer-alltag-warum-premieren-uns-im-alter-jung-halten/

Donnerstag, 18. Dezember 2025

2025 im Rückblick – Beiträge rauf, Vertrauen runter

2025 im Rückblick – Beiträge rauf, Vertrauen runter
Wie war 2025? Ein Jahresrückblick. Höchste Zeit, so kurz vor Silvester das Jahr Revue passieren zu lassen mit den besten Bildern und Beiträgen.
2025 war ein Jahr des Umbruchs: Nach dem langen Stillstand der Post-Ampel-Phase brachte die Neuwahl im Frühjahr mit Kanzler Friedrich Merz eine neue Richtung. Doch während die Politik sich sortierte, blieben die Sorgen der Rentner und Beitragszahler – von steigenden Beiträgen bis zur Inflation – die alten Begleiter.

Das war 2025


Januar
- Januar
DGB, Linke und Grünen-Ex-Kanzlerkandidat Robert Habeck wollen Sparer und Anleger abkassieren und sie Sozialbeiträge zahlen lassen. In der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“ schlug er vor, „dass wir auch diese Einkommensquellen (…) sozialversicherungspflichtig machen“. Mehr dazu …
- Januar
Das Jahr beginnt mit einem Beitrags-Schock: Der Zusatzbeitrag der Krankenkassen steigt kräftig an, im Schnitt auf 2,5 Prozent. Für viele Rentner bedeutet das: Trotz der Erhöhung im Vorjahr bleibt netto weniger in der Tasche. Der Frust über die "schleichende Rentenkürzung" durch Sozialbeiträge wächst. Mehr dazu …
Februar
- Februar
800.000 Euro eingezahlt und nur 1.400 Euro Rente? Kann nicht sein. Die Schauspielerin Katerina Jacob liegt mir ihrer Rechnung ziemlich daneben. Sie wäre damit allerdings nicht die Erste. Das Rentensystem funktioniert nach dem Äquivalenzprinzip, das heißt, wer viel einzahlt, bekommt auch viel 📈 Rente, wer wenige einzahlt, bekommt 📉 wenig Rente. Die Deutsche Rentenversicherung hat deshalb Katerina Jacob 🙂‍↔️ widersprochen. Mehr dazu …
- Februar
Wahlkampfmodus in Deutschland: Nach dem Scheitern der Ampel dominieren Rententhemen die Debatten vor der Neuwahl. Während die Union auf Eigenvorsorge setzt, mahnen Sozialverbände vor einer weiteren Entwertung der gesetzlichen Rente. Die Unsicherheit bei den Ruheständlern ist greifbar. Mehr dazu …
März
- März
Die Riester-Rente ist krachend gescheitert. Sie sollte die Rentenlücke füllen, aber Riester-Rentner bekommen im Schnitt nur 84,76 Euro. Die Rendite liegt nahe null und kann nicht einmal die Inflation ausgleichen. Ex-Arbeitsminister Walter Riester hat uns vor mehr als 20 Jahren ärmer gemacht. Seine Riester-Rente schützt niemand vor Altersarmut. Was bei der Riester-Rentner herauskommt, ist kaum mehr als ein Taschengeld. Wie wenig beim Riestern herauskommt, ist 🥺 erschütternd. Mehr dazu …
- März
Im Frühjahr steht fest, wie hoch die Rentenerhöhung zum 1. Juli ausfällt. Um wie viel genau steigen die Renten im Einzelfall? Allerdings, brutto ist nicht gleich netto. Von den Brutto-Renten gehen noch die Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge weg. Mit 3,74 Prozent liegt die Erhöhung aber über der Inflationsrate. Mehr dazu …
April
- April
Nach der Beitragserhöhung ist vor der Beitragserhöhung – Rentnern bleibt netto immer weniger, weil der gierige Staat ihnen in die Tasche greift. Die Beitragszahler in der gesetzlichen Krankenversicherung müssen für Bürgergeldempfänger zahlen, denn der Staat zahlt viel zu wenig für sie – mit der Folge, dass die Krankenkassen ihre Zusatzbeiträge erhöhen müssen. Mehr dazu …
- April
Am 29. April 2025 soll die elektronische Patientenakte (ePA) bundesweit eingeführt werden, allerdings vorerst nur für die gesetzlich Krankenversicherten. Jeder kann selbst bestimmen, ob er mitmacht. Bis dahin war es ein langer Weg – und bis die ePA rund läuft und angenommen wird, dauert es sicher noch Jahre. Mehr dazu …
- April
Annähernd die Hälfte der Wirtschaftsleistung Deutschlands kassiert der Staat. Die Staatsquote liegt bei knapp unter 50 Prozent. Dabei bleibt den Bürgern immer weniger – und es könnte sogar noch weniger werden. Rente, Pflege- und Bürgergeld, Abgaben, Steuern – der Anteil der Staatsausgaben im Verhältnis zur Wirtschaftskraft Deutschlands ist 2024 deutlich 📈gestiegen. 2024 ist die Staatsquote noch einmal gestiegen, und zwar im Vergleich zu 2023 um 1,1 Prozentpunkte auf 49,5 Prozent. Das sind 2,2 Prozentpunkte über dem langjährigen Durchschnitt der Jahre seit 1991. Mehr dazu …
Mai
- Mai
Regierungswechsel in Berlin: Friedrich Merz wird neuer Bundeskanzler. Mit dem Amtsantritt der neuen Regierung verbindet sich die Hoffnung auf ein Ende der Hängepartie bei der privaten Altersvorsorge. Doch wird das versprochene "Altersvorsorgedepot" nun wirklich kommen? Mehr dazu …
- Mai
Wie viele Rentner bekommen mehr als 3000 Euro? Weniger als ein Prozent der 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner bekommen mehr als 3000 Euro Rente. Die monatliche Altersrente nach 45 Beitragsjahren betrug 2023 im Durchschnitt 1785 Euro brutto. Wie viele der 21 Millionen Rentnern in Deutschland bekommen brutto mehr als 3000 Euro Rente? Fünf Prozent, ein Prozent? Weit gefehlt! Die Zahl liegt unter einem Prozent. Gerade einmal annähernd 92.000 Altersrenten kommen der Deutschen Rentenversicherung zufolge auf mit mindestens 3000 Euro. Der ganze große Rest muss sich mit deutlich weniger zufriedengeben. Mehr dazu …
- Mai
Die Babyboomer gehen in Rente. Oft genug geunkt, jetzt passiert’s – die ersten Jahrgänge der Babyboomer gehen 2025 in Rente. Das war lange bekannt, wurde aber erfolgreich verdrängt und ignoriert. Jetzt kommt das große Wehklagen. 1957 kamen in Deutschland laut Statistischem Bundesamt annähernd 1,17 Millionen Kinder auf die Welt – und davon sind die meisten schon in Rente, der Rest folgt dieses oder im kommenden Jahr. Diese Zahlen sind seit langem bekannt. Die nötigen Konsequenzen wurden aber jahrzehntelang verdrängt und nötige Reformen auf den Sank-Nimmerleinstag verschoben – und der ist jetzt. Mehr dazu …
- Mai
Wenn Rentner neben der Rente arbeiten, zahlt ihr Arbeitgeber Rentenbeiträge, allerdings hat der Rentner nichts davon. Er bekommt deswegen keinen Cent mehr Rente. Normalerweise ist so ein Verhalten sittenwidrig, nicht jedoch im Sozialrecht. Schön blöd, wer als Rentner noch sozialversicherungspflichtig arbeitet. Ein hessischer Rentner hat dagegen geklagt beim hessischen Landessozialgericht in Darmstadt (Aktenzeichen: L 2 R 36/23 – Revision wurde nicht zugelassen) – und verlor. Mehr dazu ...
- Mai
Von den 42 Prozent Sozialbeiträgen, die Unternehmen, Beschäftigte und Rentner zahlen, gehen zig Milliarden Euro allein für die Verwaltung drauf. An Strukturen und Abläufen muss sich etwas ändern. Es wird geschätzt, dass allein die Verwaltung der deutschen Sozialversicherungen jährlich rund 25 Milliarden Euro kostet. Besonders ins Gewicht fällt dabei die gesetzliche Krankenversicherung mit satten elf Milliarden Euro an Verwaltungskosten. Insgesamt beschäftigen die Verwaltungen der Versicherungen 378.000 Mitarbeiter, das sei mehr als die gesamte deutsche Landwirtschaft. Mehr dazu …
Juni
- Juni
Rente bedeutet nicht Couch und Langeweile – Best Ager sind heute aktiver und reiselustiger denn je. Sie entdecken den Individualurlaub und Europas Städte. Wohin fahren sie besonders gern: Die Top Städte für Best Ager sind einer TUI-Studie zufolge Barcelona, Rom, Florenz, Malaga, Neapel, Palma de Mallorca – Berlin als erste deutsche Stadt kommt erst auf Platz 26. Mehr dazu …
- Juni
Der Rentenzahlbetrag ändert sich 2025 siebenmal – was für ein Wahnsinn. Erst im August steht die endgültige Summe fest nach einem regelrechten Zickzack-Kurs. Auslöser ist die 📈  Erhöhung des Pflegeversicherungsbeitrags um 0,2 Prozentpunkte und des Zusatzbeitrags in der Krankenversicherung zum 1. Januar 2025. Mehr dazu …
- Juni
Die neue Arbeits- und Sozialministerin Bärbel Bas will Beamte und Politiker in das Rentensystem einbeziehen – und handelt sich mächtig Kritik ein. Dabei ist das Zwei-Klassen-System Pension-Rente ungerecht. Beamte bekommen im Schnitt doppelt so viel Pension wie Angestellte Rente. Ist das gerecht? Das Argument, Beamtinnen und Beamte seien besser ausgebildet, greift nicht, wie ein konkretes Beispiel anschaulich belegt. Mehr dazu …
- Juni
Wie viel kommt bei der Metallrente im Durchschnitt raus? 500 Euro, 300 Euro, 200 Euro – weit gefehlt: Es sind gerade einmal 105,55 Euro (Stand: 30.06.2021) pro Monat. Wer sich eine gute Rendite erhofft, dürfte ziemlich enttäuscht sein.  Mittlerweile werden die ersten Metallrenten an Metaller ausgezahlt. Mehr dazu …
- Juni
Die Rendite bei Riester ist schon eh schon mickrig, aber die Versicherer versuchten selbst die noch zu kürzen. Jetzt wehren sich Betroffene und die Verbraucherzentrale dagegen. Im Februar 2023 hatte das Landgericht Köln ein richtungsweisendes Urteil erlassen und einem Riester-Sparer recht gegeben, der sich gegen die Kürzung seiner Riester-Rente durch die Zurich Deutscher Herold erfolgreich wehrte. Die Versicherungen versuchen es aber immer wieder, deswegen wollen die Verbraucherschützer eine höchstrichterliche Entscheidung vom Bundesgerichtshof (BGH). Mehr dazu …
Juli
- Juli
Im April 2025 erhöhten bereits einige Krankenkassen erneut den Zusatzbeitrag; im Juli steht die nächste Erhöhung an. Rentnerinnen und Rentner dürften sich die Augen reiben – einige 📈 Krankenkassen erhöhen schon wieder die Zusatzbeiträge. Der Schätzerkreis der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) hatte im vergangenen Jahr eine Erhöhung um 0,8 Prozentpunkte auf 2,5 Prozent empfohlen, viele Kassen haben aber deutlich mehr erhöht, sodass der Durchschnitt bei den „kassenindividuellen Zusatzbeiträgen“ mittlerweile bei 2,9 Prozent liegt. Wie wäre es denn mit einem Wechsel? Mehr dazu …
- Juli
Banken und Sparkassen verschwinden aus Städten und Gemeinden. Wie sollen Rentner an Bargeld kommen? Die Rettung heißt „Supermarkt“. Wer dort einkauft, kann auch gleich Bargeld abheben. Bei der Postbank, ohne etwas kaufen zu müssen. Die Lösung heißt „Bargeld-Code“. Damit generiert der Postbankkunde auf seinem Smartphone einen Code, mit dem er bis zu 200 Euro bar an der Supermarktkasse abheben kann. Parallel dazu schafft die Postbank allerdings die Möglichkeit ab, an Shell-Tankstellen Geld abzuheben. Mehr dazu …
- Juli
Sommerzeit ist Reisezeit – doch "Overtourism" bleibt das Reizwort. Immer mehr Senioren suchen nach Alternativen zu den überlaufenen Hotspots wie Venedig oder Mallorca. Der Trend geht zum "Slow Travel": länger bleiben, tiefer eintauchen und die Massen meiden. Mehr dazu …
- Juli
Der demografische Wandel vertieft die Kluft zwischen jungen und überalternden Regionen. Besonders im Osten ist dieser Trend unübersehbar. Während Universitätsstädte wie Heidelberg und Metropolen wie München und Frankfurt mit einem Durchschnittsalter um die 40 Jahre boomen, kämpfen vor allem Landkreise in Thüringen und Sachsen-Anhalt mit einer zunehmenden Überalterung und dem Wegzug der jungen Generation. An der Spitze dieser Entwicklung stehen Landkreise wie Greiz in Thüringen, das Altenburger LandMansfeld-Südharz und die kreisfreie Stadt Suhl, die ein Durchschnittsalter von über 50 Jahren aufweisen. Mehr dazu …
- Juli
Der Soli wurde noch nicht ganz abgeschafft, jetzt schlagen Wirtschaftsforscher einen „Boomer-Soli“ vor – eine Abgabe für vermeintlich wohlhabende Rentner zur Stützung des Rentensystems. Reiche Rentner sollen armen Rentnern etwas abgeben – das ist der Grundgedanke des „Boomer-Soli“. Die 💡 Idee stammt vom Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), dem Marcel Fratzscher vorsteht. Mehr dazu …
- Juli
Das Boomer-Wort des Jahres sorgt für Schmunzeln: „Schabernack“ war nah dran, aber gewonnen hat „Baujahr“. Pragmatisch, selbstironisch – und typisch Boomer. Mehr dazu …
August
- August
Die Rente steigt – eigentlich eine gute Nachricht! Doch Vorsicht: Jede Rentenerhöhung erhöht die Steuerlast. Wie das? Rentnerinnen und Rentner tappen automatisch in die „Steuerfalle Rente“. Niemand kann sich dagegen wehren, denn der Fiskus trickst sie systematisch aus. Warum Rentenerhöhungen zu höheren Steuern führen: Das Problem liegt in einem einfachen Mechanismus der Rentenbesteuerung: Wenn Sie in Rente gehen, wird ein Teil Ihrer Rente als lebenslanger, fester Euro-Betrag steuerfrei gestellt – Ihr persönlicher Rentenfreibetrag. Dieser Freibetrag (in Euro) bleibt für immer gleich. Jede zukünftige Rentenerhöhung ist daher zu 100 Prozent steuerpflichtig. Das bedeutet: Ihr zu versteuerndes Einkommen wächst prozentual stärker als Ihre Rente. Mehr dazu …
- August
2024 bezogen 22,3 Millionen in Deutschland eine Rente. Insgesamt wurden 403 Milliarden Euro ausgezahlt. Was heißt das für Steuer und Sozialversicherung?  Die Zahl der Rentenbezieher in Deutschland steigt stetig an, und damit auch die Fragen rund um Besteuerung und Verbeitragung der Rente. Mehr dazu …
- August
Die Bilanz nach 💯 Tagen schwarz-rote Regierung fällt bei Rente, Gesundheit und Digitalisierung dürftig aus. Von wirklichen Reformen keine Spur. Was hat sich getan in den ersten 💯 Tagen der schwarz-roten Regierung in der Rentenpolitik, in punkto Digitalisierung und im Gesundheitswesen? Kritiker bemängeln ein Festhalten an kostspieligen Projekten und mangelnde Fortschritte bei strukturellen Reformen. Mehr dazu …
- August
Wirtschaftsforscher Marcel Fratzscher schlägt ein verpflichtendes soziales Jahr für Rentner vor – und bringt die Babyboomer auf die Palme. Denn viele haben ihr Pflichtjahr in Form von Wehr- und Sozialdienst schon hinter sich.  Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, hat mit seiner Forderung nach einem „verpflichtenden sozialen Jahr für alle Rentnerinnen und Rentner“ eine bundesweite Kontroverse ausgelöst. Gegenüber dem „Spiegel“ begründete er seinen Vorstoß mit der Notwendigkeit einer gerechteren Lastenverteilung zwischen Jung und Alt. Fratzscher argumentiert, die ältere Generation müsse sich gesellschaftlich „stärker einbringen, beispielsweise im Sozialbereich, aber auch bei der Verteidigung“. Mehr dazu …
- August
Top-Ökonomin fordert: Immobilienvermögen soll Pflegekosten decken. Droht die Enteignung des eigenen Hauses im Pflegefall? Ein schockierender Weckruf. Pflegefall Eigenheim: Kassiert der Staat unser Lebenswerk? Ihr Haus – ein Leben lang gearbeitet, gespart, gebaut. Und im Alter? Soll es für die Pflegekosten draufgehen? Geht es nach Deutschlands oberster Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, lautet die brutale Antwort: Ja. Das ist kein Gerede. Das ist eine knallharte Forderung, die ein Tabu bricht und jeden einzelnen Hausbesitzer in Deutschland wachrütteln sollte. Mehr dazu …
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September
- September
Auch beim Urlaub lässt sich sparen – gezwungenermaßen. Doch wo finden wir noch Qualität zu attraktiven Preisen? https://vorunruhestand.de/2025/12/2025-im-rueckblick-beitraege-rauf-vertrauen-runter/

Dienstag, 16. Dezember 2025

Aktiv bleiben im Alter – warum Radfahren ideal dafür ist

Aktiv bleiben im Alter – warum Radfahren ideal dafür ist
Regelmäßige Bewegung ist im Alter entscheidend für Gesundheit und Lebensqualität. Radfahren bietet die perfekte Balance: Es ist gut anpassbar, stärkt die Ausdauer und entschleunigt.
Der Übergang in den Vorruhestand bedeutet für viele Menschen einen neuen Lebensabschnitt. Der berufliche Alltag tritt in den Hintergrund, dafür rücken Gesundheit, Lebensqualität und aktive Freizeitgestaltung stärker in den Fokus. Gerade regelmäßige Bewegung spielt dabei eine zentrale Rolle. Radfahren gilt in diesem Zusammenhang als besonders geeignete Aktivität: gelenkschonend, vielseitig und gut an individuelle Leistungsniveaus anpassbar.
Doch damit das Radfahren langfristig Freude bereitet und gesundheitlich sinnvoll bleibt, kommt es nicht nur auf das Fahrrad selbst an. Auch die passende Ausrüstung entscheidet darüber, wie sicher, komfortabel und effizient jede Fahrt verläuft.

Radfahren als Gesundheitsfaktor


Medizinisch betrachtet bietet Radfahren zahlreiche Vorteile. Es stärkt das Herz-Kreislauf-System, fördert die Ausdauer und unterstützt den Erhalt der Muskulatur – ohne die Gelenke stark zu belasten. Gerade für Menschen, die ihre körperliche Aktivität moderat, aber regelmäßig gestalten möchten, ist das Radfahren daher gut geeignet.
Hinzu kommt der mentale Aspekt: Bewegung an der frischen Luft wirkt stressreduzierend, verbessert das Wohlbefinden und kann helfen, neue Tagesstrukturen im Vorruhestand zu etablieren. Ob kurze Alltagsfahrten, längere Touren oder regelmäßige Ausflüge – Radfahren lässt sich flexibel in den Alltag integrieren.
Doch damit das Radfahren langfristig Freude bereitet und gesundheitlich sinnvoll bleibt, kommt es nicht nur auf das Fahrrad selbst an. Auch die passende Ausrüstung entscheidet darüber, wie sicher, komfortabel und effizient jede Fahrt verläuft.

Radfahren als Gesundheitsfaktor


Medizinisch betrachtet bietet Radfahren zahlreiche Vorteile. Es stärkt das Herz-Kreislauf-System, fördert die Ausdauer und unterstützt den Erhalt der Muskulatur – ohne die Gelenke stark zu belasten. Gerade für Menschen, die ihre körperliche Aktivität moderat, aber regelmäßig gestalten möchten, ist das Radfahren daher gut geeignet.
Hinzu kommt der mentale Aspekt: Bewegung an der frischen Luft wirkt stressreduzierend, verbessert das Wohlbefinden und kann helfen, neue Tagesstrukturen im Vorruhestand zu etablieren. Ob kurze Alltagsfahrten, längere Touren oder regelmäßige Ausflüge – Radfahren lässt sich flexibel in den Alltag integrieren.
Sicherheit und Komfort gewinnen an Bedeutung
Mit zunehmendem Alter verändern sich die Anforderungen an sportliche Aktivitäten. Sicherheit, Stabilität und Komfort rücken stärker in den Vordergrund. Das gilt auch beim Radfahren. Eine ergonomische Sitzposition, gut erreichbare Bremsen und eine zuverlässige Schaltung sind ebenso wichtig wie die richtige Bekleidung.
Gerade bei längeren Fahrten oder wechselnden Untergründen kann ungeeignete Ausrüstung schnell zu Ermüdung, Unsicherheiten oder sogar Verletzungen führen. Wer langfristig aktiv bleiben möchte, sollte daher bewusst auf Qualität und Passform achten.
Die Rolle der richtigen Schuhe beim Radfahren
Ein oft unterschätzter Faktor beim Radfahren sind die Schuhe. Sie stellen die direkte Verbindung zwischen Mensch und Fahrrad her und beeinflussen Kraftübertragung, Standfestigkeit und Fahrgefühl. Ungeeignete Schuhe können dazu führen, dass Energie verloren geht oder die Füße schneller ermüden.
Qualitativ hochwertige Bikeschuhe bieten festen Halt, eine stabile Sohle und ausreichend Komfort – auch bei längeren Strecken. Sie sorgen dafür, dass die Kraft gleichmäßig auf die Pedale übertragen wird, und reduzieren gleichzeitig das Risiko des Abrutschens.
Gerade für Menschen im Vorruhestand, die Wert auf Sicherheit und kontrollierte Bewegungen legen, sind qualitative Bikeschuhe ein wichtiger Bestandteil der Ausrüstung. Sie tragen dazu bei, Fahrten entspannter und sicherer zu gestalten, ohne dabei sportliche Höchstleistungen vorauszusetzen.
Worauf bei Bikeschuhen geachtet werden sollte
Beim Kauf von Bikeschuhen spielen mehrere Kriterien eine Rolle, die sich besonders im Alltag bemerkbar machen. Dazu zählen unter anderem:
– eine rutschfeste, stabile Sohle für sicheren Stand
– gute Passform ohne Druckstellen
– ausreichende Belüftung für längere Fahrten
– einfaches An- und Ausziehen
– Kompatibilität mit den genutzten Pedalen
Gerade Komfort und Stabilität sind entscheidend, wenn das Radfahren regelmäßig und über längere Zeiträume ausgeübt wird. Schuhe sollten den Fuß sicher führen, ohne einzuengen, und auch bei kurzen Pausen ein angenehmes Laufgefühl ermöglichen.

Radfahren als Teil eines aktiven Lebensstils


Im Vorruhestand geht es für viele Menschen nicht mehr um Leistung oder sportlichen Wettbewerb, sondern um Bewegung mit Freude und Sinn. Radfahren kann dabei helfen, Alltagswege aktiv zu gestalten, neue Regionen zu entdecken oder soziale Kontakte zu pflegen – etwa bei gemeinsamen Touren.
Die passende Ausrüstung unterstützt diesen Ansatz. Wer sich auf sein Material verlassen kann, fährt entspannter, bleibt motiviert und reduziert das Risiko von Fehlbelastungen. Gerade Schuhe spielen hier eine Schlüsselrolle, da sie unmittelbar Einfluss auf Haltung, Trittgefühl und Sicherheit haben.
Langfristig denken: Qualität zahlt sich aus
Während günstige Einsteigerprodukte auf den ersten Blick attraktiv erscheinen, zeigt sich der Unterschied oft erst nach längerer Nutzung. Hochwertige Materialien, saubere Verarbeitung und durchdachte Konstruktionen sorgen dafür, dass Ausrüstung langlebig bleibt und ihre Funktion über viele Jahre erfüllt.
Das gilt insbesondere für Schuhe, die bei jeder Fahrt beansprucht werden. Wer hier auf Qualität setzt, investiert nicht nur in Komfort, sondern auch in Sicherheit und langfristige Gesundheit.
Buch zum Thema
Tour de France für alte Knacker: Buch Cover
Tour de France für alte Knacker – Raus aus dem Job, rein in die Rente
Helmut Achatz
Paperback
332 Seiten
ISBN-13: 9783752829389
Verlag: Books on Demand
Erscheinungsdatum: 12.12.2018
Preis: 15,99 Euro
Gut ausgestattet aktiv bleiben
Radfahren ist eine ideale Möglichkeit, im Vorruhestand aktiv, gesund und mobil zu bleiben. Damit die Bewegung dauerhaft Freude bereitet, sollten Sicherheit und Komfort im Vordergrund stehen. Neben einem passenden Fahrrad gehört auch die richtige Ausrüstung dazu – sie bildet die Grundlage für ein sicheres Fahrgefühl und unterstützt die eigene Vitalität im Alltag.
Bikeschuhe sind dabei ein oft unterschätztes, aber entscheidendes Element. Sie fördern eine stabile Fahrweise, verbessern das Fahrgefühl und tragen dazu bei, dass Radfahren auch langfristig eine sichere und angenehme Aktivität bleibt. Wer bewusst auswählt und auf Qualität achtet, schafft die besten Voraussetzungen, um Gesundheit, Beweglichkeit und Vitalität über viele Jahre hinweg zu erhalten.
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Montag, 15. Dezember 2025

Was soll die neue Rentenkommission bringen?

Was soll die neue Rentenkommission bringen?
Wieder eine Rentenkommission – und wieder wird nichts passieren, wie schon beim letzten Mal. Jetzt stehen die ersten Mitglieder fest. Was ist von ihnen zu erwarten?
Die Skepsis ist groß, ob die neue Rentenkommission diesmal tatsächlich eine nachhaltige Rentenreform gelingt. Die Bundesregierung setzt auf neue Expertise: Die geplante Reformkommission zur Fortentwicklung der Alterssicherung soll von der ausgewiesenen Sozialrechtlerin Constanze Janda und dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, gemeinsam geleitet werden.

🧑‍💼 Die Führungsriege der Rentenkommission


Constanze Janda bringt als Vorsitzende des Sozialbeirats der Bundesregierung und Rektorin der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer umfassendes Fachwissen mit. Frank-Jürgen Weise gilt als erfahrener Top-Manager.


Regierungskreise bestätigten die Co-Vorsitze. Die weiteren Mitglieder der insgesamt 13-köpfigen Kommission werden in Kürze bekannt gegeben. Bereits bekannt ist:


Pascal Reddig, Vorsitzender der Jungen Gruppe der Union im Bundestag, soll einen der drei Stellvertreterposten übernehmen.
Die CSU schickt ihren Bundestagsabgeordneten Florian Dorn als stellvertretenden Vorsitzenden in das Gremium.
🎯 Aufgaben und Zeitplan: Nachhaltigkeit der Rente

Die Rentenkommission hat ambitionierte Ziele und eine klare Frist: Bis Mitte 2026 soll sie tragfähige Konzepte erarbeiten. Die zentralen Themen sind:


Verlängerung der Lebensarbeitszeit: Wie kann das Renteneintrittsalter flexibler gestaltet werden?
Finanzierung der Rentenversicherung: Diskussion einer möglichen Einbeziehung weiterer Einkunftsarten in die Beitragsbemessung.
Einbeziehung weiterer Gruppen: Prüfung, ob zusätzliche Bevölkerungsgruppen in die gesetzliche Rentenversicherung aufgenommen werden sollen.
Altersvorsorge: Entwicklung einfacher steuerlicher Förderung der betrieblichen Altersversorgung sowie Möglichkeiten privater Vorsorge, die für alle Bürger zugänglich sind.

📜 Politischer Hintergrund und aktuelles Rentenpaket


Die Einsetzung der Reformkommission erfolgt kurz nach der Verabschiedung eines umfassenden Rentenreformpakets am 5. Dezember 2025. Dieses Paket, dem einige Unionsabgeordnete kritisch gegenüberstanden, stabilisiert das Rentenniveau bei 48 Prozent bis 2031, führt einen Steuerfreibetrag von bis zu 2.000 Euro monatlich für arbeitende Rentner ein und weitet die Mütterrente aus.


Die neue Kommission soll nun die langfristige Nachhaltigkeit der Alterssicherung in Deutschland sichern.


Versprechen
Am 14. Mai 2025 versprach Vizekanzler Lars Klingbeil eine Rentenreform "zügig" anzugehen. Die Zeit läuft.
Zeit seit Abgabe des Versprechens
My count-up
🤝 Die Besetzung: Politik, Wissenschaft und Experten

Die Kommission setzt sich aus Politikern, Wissenschaftlern und Experten zusammen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sieht der Einsetzungsbeschluss Folgendes vor:


Die Co-Vorsitzenden werden einvernehmlich vom Bundeskanzleramt und vom Bundesarbeitsministerium vorgeschlagen.
CDU, CSU und SPD dürfen je ein Mitglied des Bundestages als Stellvertreter vorschlagen.
Die Fraktionen von Union und SPD schlagen insgesamt acht Wissenschaftler als weitere Mitglieder vor.
Die Deutsche Rentenversicherung Bund wird als Sachverständige (ohne Stimmrecht) insbesondere mit Zahlen- und Datenmaterial unterstützen.

Voraussichtlich an diesem Mittwoch soll die Rentenkommission offiziell im Kabinett eingesetzt werden.


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Freitag, 12. Dezember 2025

Zwei Kassen erhöhen Zusatzbeitrag ab 2026

Zwei Kassen erhöhen Zusatzbeitrag ab 2026
Die Flut der Erhöhungen scheint nicht aufzuhalten – zwei Krankenkassen haben bereits den Zusatzbeitrag für 2026 erhöht, andere werden folgen.
Nach der Erhöhung ist vor der Erhöhung – die Krankenkassenbeiträge sind nicht zu stoppen. Da helfen auch keine Beteuerungen einer Gesundheitsministerin: Nina Warken liefert nur „Blabla“. Jens Baas, Chef der Techniker Krankenkasse, hält nicht viel von Warkens Versprechungen stabiler Krankenkassenbeiträge. Warken kann nicht rechnen – und wird von der Wirklichkeit überholt.

Beitragserhöhung programmiert


Den Krankenkassen bleibt gar nichts anderes übrig, als die Beiträge zu 📈 erhöhen. Der Grund: Die Bundesregierung belastet sie mit versicherungsfremden Leistungen, die natürlich die Beiträge in die Höhe treiben. Die Kassen klagen, aber bis die Klagen Erfolg haben, vergeht wertvolle Zeit.
Erste Kassen erhöhen
Warken hat wohl geglaubt, das wird sich schon irgendwie richten – tut es aber nicht: Jetzt haben die ersten beiden Krankenkassen angekündigt, 2026 die Zusatzbeiträge zu ⬆️ erhöhen. Zur Vorhut der Krankenkassen gehören:
Krankenkasse
Alter Zusatzbeitrag (2025)
Neuer Zusatzbeitrag (2026)
Erhöhung
Öffnung
Viactiv Krankenkasse
3,27 %
4,19 %
+ 0,92 %
Bundesweit
Energie-BKK
2,98 %
3,98 %
+ 1,00 %
Bundesweit
(Quelle: u. a. Krankenkasseninfo, Finanztip; Stand: 12. Dezember 2025)
Das heißt, Kunden der Viactiv zahlen ab 2026 (14,6 + 4,19) insgesamt 18,79 Prozent, einschließlich Pflegebeitrag sogar 22,99 Prozent (kinderlos) oder 22,39 Prozent.
Da sich die Verwaltungsräte der Krankenkassen traditionell im Dezember versammeln, um die Beiträge für das kommende Jahr 2026 zu beschließen, liegen die endgültigen Zahlen vieler Kassen erst jetzt oder in den kommenden Tagen vor.
📝 Aktueller Überblick zur Lage
- Es gibt definitiv mehr Kassen, die erhöhen werden. Die Verwaltungsräte der Kassen treffen ihre Beschlüsse zeitlich gestaffelt, oft bis Ende Dezember.
- Von den 19 Kassen, die zum jetzigen Zeitpunkt (Mitte Dezember) bereits ihre finalen Beschlüsse für 2026 gefasst haben, sollen sieben ihren Zusatzbeitrag erhöhen, während neun keine Veränderungen vornehmen und drei senken (Quelle: Focus Online).
- Der offiziell festgelegte durchschnittliche Zusatzbeitrag für 2026 steigt von 2,5 % (2025) auf 2,9 %. Dies ist ein Indikator dafür, dass die meisten Kassen ihre Sätze anheben müssen, um ihre Ausgaben zu decken.
📌 Wichtiger Hinweis zum Vorgehen
Wenn Ihre Krankenkasse den Zusatzbeitrag erhöht, haben Sie ein Sonderkündigungsrecht und können die Krankenkasse wechseln. Dies muss Ihnen postalisch mitgeteilt werden. Mit der Erhöhung des Zusatzbeitrags erhalten Versicherte ein Sonderkündigungsrecht.
- Jetzt prüfen: Wie hoch ist Ihr aktueller Zusatzbeitrag? Liegt er über dem Durchschnitt von 2,9 Prozent?
- Vergleichen: Nutzen Sie Vergleichsportale, um die Zusatzbeiträge anderer Kassen zu prüfen. Schon eine Differenz von 0,5 Prozentpunkten kann Hunderte Euro im Jahr ausmachen.
- Kasse wechseln: Wechseln Sie, wenn Ihre Krankenkasse eine Erhöhung ankündigt, denn Sie haben damit ein Sonderkündigungsrecht.
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Dienstag, 9. Dezember 2025

Österreichs Pensionssystem – Vorbild für Deutschland

Österreichs Pensionssystem – Vorbild für Deutschland
Österreich integrierte Beamte ins Pensionssystem – mit Erfolg! Höhere Beiträge, breitere Basis, 14 Zahlungen und eine viel höhere Durchschnittsrente sind das Ergebnis.

„Pensionsharmonisierung“ – Modell für Deutschland?


In Deutschland wird die Rentenlücke zwischen gesetzlicher Rente und Beamtenversorgung („Zwei-Klassen-System“) zunehmend als Gerechtigkeitsproblem empfunden. Während deutsche Angestellte um ihr Rentenniveau bangen, blicken viele immer wieder nach Österreich.
Dort wurde bereits 2004 mit dem Pensionsharmonisierungsgesetz (APG) ein tiefgreifender Umbau beschlossen: die schrittweise Einbeziehung fast aller Erwerbstätigen – einschließlich der Beamten (dort als öffentlich-rechtlich Bedienstete bezeichnet) – in ein einheitliches gesetzliches Pensionssystem. Das Ziel: Gleichbehandlung und eine Verbreiterung der Beitragsbasis.

Der schrittweise Weg zur Einheit


Um Vertrauensschutz zu gewährleisten, erfolgte der Übergang nicht abrupt, sondern schrittweise, abhängig vom Geburtsjahr oder dem Eintrittsdatum:
- Vollharmonisierte („Neubauten“): Personen, die ab dem 1. Januar 1976 geboren sind oder ab 2005 eintraten, fallen vollständig unter das APG. Ihre Pension wird nach denselben Regeln wie die Rente von Angestellten berechnet (Pensionskonto-Modell) und sie zahlen einen Eigenbeitrag von 10,25 % ein.
- Übergangsregelungen („Mischsystem“): Für Jahrgänge zwischen 1955 und 1975 gilt eine Mischrechnung aus altem Beamtenrecht und neuem APG.
- Altes Beamtenrecht: Beamte, die vor 1955 geboren wurden, blieben weitgehend im alten Versorgungssystem.
Dieser Ansatz zeigt: Ein Ein-Klassen-System ist politisch und sozialverträglich umsetzbar, wenn man lange Übergangsfristen gewährt.
Das Rentenwunder: Deutlich höhere Leistungen
Der Erfolg des österreichischen Modells wird durch die Leistungsdaten belegt. Das Pensionsniveau ist dort deutlich höher als in Deutschland:
- Auszahlung: In Österreich gibt es 14 Pensionszahlungen pro Jahr (inklusive Urlaubs- und Weihnachtsgeld), in Deutschland 12.
- Durchschnittshöhe (Neurente Männer, 2023): Österreich zahlt im Schnitt 3.187 € (Brutto, inkl. 14. Zahlung), Deutschland 1.804 €.
- Netto-Ersatzrate (OECD): In Österreich sichert die Pension im Schnitt 68,3 % des Durchschnittslohns ab, in Deutschland nur ca. 48,0 % (einschließlich eines fiktiven Riesterfaktors).
Die Modellrechnungen der OECD sind noch drastischer: Berufseinsteiger in Österreich erreichen nach 45 Jahren im Durchschnitt 78,1 % ihres Einkommens als Bruttorente, in Deutschland nur 37,5 % (ohne private Vorsorge).
Warum sind Österreichs Pensionen so viel höher?
Die höhere Leistung ist die Folge struktureller und politischer Entscheidungen:
- Breitere Beitragsbasis: Fast alle Erwerbstätigen (Beamte, Angestellte, Selbstständige) zahlen in das Umlagesystem ein. Das sorgt für stabilere Einnahmen, eine breitere Solidaritätsgemeinschaft und höhere Akzeptanz.
- Höherer Beitragssatz: Der Gesamtbeitragssatz ist mit 22,8 % (Arbeitgeber trägt den größeren Anteil) höher als in Deutschland (18,6 %).
- Politische Entscheidung für hohes Niveau: Österreich akzeptiert höhere Bundeszuschüsse, um ein höheres Leistungsniveau und eine effektive Vermeidung von Altersarmut zu garantieren.
Versprechen
Am 14. Mai 2025 versprach Vizekanzler Lars Klingbeil eine Rentenreform "zügig" anzugehen. Die Zeit läuft.
Zeit seit Abgabe des Versprechens
My count-up

Was Deutschland lernen könnte


Das österreichische Modell liefert klare Anhaltspunkte, wie das deutsche Rentensystem zukunftssicherer und gerechter gestaltet werden könnte:
- Alle in die gesetzliche Rentenversicherung: Die Integration von Beamten (und idealerweise Selbstständigen) würde die Finanzierungsbasis massiv verbreitern und das Umlagesystem entlasten.
- Höheres Sicherungsniveau: Österreich zeigt, dass ein überwiegend umlagefinanziertes System ein höheres Rentenniveau gewährleisten kann, wenn die Beitragsbasis breit und der Beitragssatz entsprechend höher ist.
- Vereinheitlichung: Die Überführung der Beamtenversorgung in ein Pensionskonto-System würde das steuerfinanzierte Zwei-Klassen-System durch ein solidarisches Ein-Klassen-System ersetzen.
Der wesentliche Unterschied ist die politische Entscheidung: Österreich entschied sich für ein höheres Leistungsniveau durch höhere Beiträge und die Einbeziehung aller. Deutschland steht vor der Frage, ob es diesen Weg der sozialen Gerechtigkeit und stärkeren Absicherung gehen will.
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Sonntag, 7. Dezember 2025

Der Charme von Weihnachten

Der Charme von Weihnachten
Gerade in Krisenzeiten ist es wichtig, positive Inseln zu schaffen und Zuversicht zu teilen – das gilt besonders für Weihnachten.
Die Zeit rund um das Weihnachtsfest ist von Emotionen geprägt. Kaum jemand kann oder will sich der besonderen Stimmung entziehen. Doch was ist, wenn Krisen und Kriege immer näher rücken? Darf man sich auf ein Fest freuen, wenn andere leiden? Resilienzforscher Oliver Tüscher vom Mainzer Leibniz-Institut und Professor für Psychiatrie an der Uni Halle beruhigt im Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“: „Schwierige Zeiten gehören zum Leben dazu.“

Zuversicht an jüngere Menschen weitergeben


Ältere Menschen können mit besorgniserregenden Umständen oft besser umgehen als Jüngere. Laut Tüscher haben viele ältere Kriege, Flucht oder entbehrungsreiche Ereignisse miterlebt und für sich erfahren, dass das Leben weitergeht. Er nennt das eine Art „Stressimpfung zur Bewältigung“.
Wer sich selbst aus enormer Hoffnungslosigkeit herausgearbeitet hat, hat Kraft gewonnen, auch künftigen Ereignissen zu begegnen. Diese gewonnene Zuversicht ist ein Schatz, den Ältere gerade in emotionsreichen Zeiten wie Weihnachten an Jüngere weitergeben können. Es sind Tage zum Innehalten und Zuhören.

Positive Erlebnisinseln schaffen


Die Soziologin Prof. Annelie Keil, die als Kind im Krieg geboren wurde und in einem Waisenhaus aufwuchs, hat keinen direkten Bezug zu Weihnachten. Trotzdem spürte sie den Zauber schon als Kind, wenn sie an Heiligabend feiernde Familien hinter den Fenstern „erspürte“ – schön und traurig zugleich. Heute liebt sie es, Spekulatius zu genießen und einen Baum zu schmücken. Weihnachten sei ein guter Grund, um miteinander zu sein. Keil betont: „Für die Gesundheit der Seele ist die Fähigkeit wichtig, in Zeiten, die vielleicht dunkel und belastend sind, positive Erlebnisinseln zu schaffen.“
Experten-Tipps für mehr Stabilität
Oliver Tüscher rät dazu, ganz bewusst eine Atmosphäre zu schaffen, die Geborgenheit vermittelt, und auch mal zwischendurch die Nachrichten wegzulassen. Verbringen Sie bewusst Zeit mit den Menschen, die Ihnen wichtig sind.
Rituale pflegen, Lieder hören, das Festessen und die Bescherung vorbereiten – all dies sorgt in turbulenten Zeiten wie diesen für Stabilität.
Auch wer allein ist, findet viele Möglichkeiten zum Austausch. Kirchen und Vereine bieten Gruppenangebote. Oder laden Sie Nachbarn ein. Denken Sie an schöne Ereignisse in Ihrem Leben, die Sie niemals vergessen werden, und erzählen Sie davon. So kann der Zauber der Weihnacht immer wieder wirken.
Quelle: Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber" 12/2025
Bild: Wort & Bild Verlagsgruppe – Gesundheitsmeldungen | KI/W&B/Petra Ohlsen/Patrick Paulin; Getty Images (5)/Stone/Oana Szekely/Jena Ardell/PBNJ Productions/alvarez/George Marks.
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Warum 48 Prozent Rentenniveau nicht reicht

Warum 48 Prozent Rentenniveau nicht reicht
Das Rentenniveau sinkt seit den 70ern. Die 48-Prozent-Sicherung ist ein „Trick“, der Riester voraussetzt. Was bedeutet das für die Altersvorsorge von Millionen?

Das Rentenniveau – ein zentraler Indikator für die Alterssicherung – ist seit Jahrzehnten im Sinkflug. War das Rentenniveau 1977 noch bei stolzen 59,8 Prozent des Durchschnittslohns, so sank es bis zum Tiefpunkt 2015 auf nur noch 47,7 Prozent. Für alle, die sich auf den Ruhestand vorbereiten, sind die aktuellen Entwicklungen der gesetzlichen Rente entscheidend. Denn sie zeigen: Wer sich allein auf die gesetzliche Säule verlässt, riskiert eine empfindliche Lücke im Alter.


😈 Der 48-Prozent-Trick


Das sogenannte Standardrentenniveau ist das Verhältnis zwischen der Rente eines Modell-Durchschnittsverdieners (45 Versicherungsjahre) und dem aktuellen Durchschnittslohn. Die Politik reagierte auf den anhaltenden Abwärtstrend: Das Rentenpaket 2025, das jetzt im Bundestag beschlossen wurde, schreibt durch die Niveausicherungsklausel fest, dass das Rentenniveau bis Ende der 2030er-Jahre mindestens 48,0 Prozent betragen soll. Übrigens, die Juristen schreiben in den Sozialgesetzen auch nicht von Rentenniveau, sondern von "Sicherungsniveau vor Steuern", also, sollten wir besser davon reden und nicht von Rentenniveau.


Aber Achtung: Diese Zahl ist mit einem entscheidenden Haken versehen – einem Trick im Gesetz (§ 154 Abs. 3 SGB VI):


Die Sicherung auf 48 Prozent setzt modellhaft voraus, dass Rentner die fehlenden vier Prozent durch geförderte zusätzliche Altersvorsorge (Riester-Rente) ausgeglichen haben.


Die Schlussfolgerung ist klar: Wenn Sie in den letzten Jahren nicht privat oder betrieblich vorgesorgt haben, liegt Ihr tatsächliches Rentenniveau, sprich, das Sicherungsniveau vor Steuern, niedriger als die oft zitierten 48 Prozent!


Insofern ist ein Blick in die Rentenformel aufschlussreich, denn dort ist der Riester-Faktor enthalten, der das Rentenniveau um vier Prozent senkt.


Rentenformel
In der Rentenformel ist der Riesterfaktor enthalten, der Nachhaltigkeitsfaktor ist ausgesetzt. 

📉 Riesterfaktor und Nachhaltigkeitsfaktor


Nachlesen kann das jeder in § 68 SGB VI. Riesterfaktor und Nachhaltigkeitsfaktor sind Bestandteil der Rentenanpassungsformel zur Bestimmung des aktuellen Rentenwerts (aRW).


Diese Faktoren, zusammen mit dem Beitragssatzfaktor und dem Lohnfaktor, beeinflussen die jährliche Rentenanpassung.


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Der Riesterfaktor (offizieller Altersvorsorgeanteil AVA) wurde 2002 eingeführt, um die teilweise Verlagerung der Altersvorsorge in die private Form (Riester-Rente) in der Rentenanpassung zu berücksichtigen, und wirkt dämpfend.


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Der Nachhaltigkeitsfaktor (im Gesetz Rentnerquotient RQ) wurde 2005 eingeführt und berücksichtigt das Verhältnis von Rentnern zu Beitragszahlern, um die langfristige finanzielle Tragfähigkeit der Rentenversicherung zu sichern. Er wirkt ebenfalls dämpfend, wenn sich das Verhältnis verschlechtert (mehr Rentner pro Beitragszahler) (§ 68 Abs. 4 SGB VI).


Die gesamte Formel zur Bestimmung des neuen aktuellen Rentenwerts ist in § 68 Absatz 5 SGB VI aufgeführt.


Allerdings wurde der Nachhaltigkeitsfaktor faktisch durch die Niveauschutzklausel zur Sicherung des Mindestsicherungsniveaus von 48 Prozent in der gesetzlichen Rente faktisch ausgesetzt. Das entsprechende RV-Leistungsverbesserungs- und -Stabilisierungsgesetzes trat am 1. Januar 2019 in Kraft.


📌 Wichtige Details zur Niveauschutzklausel


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Gesetzliche Grundlage: Die Regelung wurde in § 255e Absatz 1 SGB VI (Sechstes Buch Sozialgesetzbuch) aufgenommen.


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Ziel: Die Klausel sollte gewährleisten, dass das Sicherungsniveau vor Steuern der gesetzlichen Rente bis zum 30. Juni 2025 mindestens 48 Prozent beträgt.


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Funktionsweise: Führt die Anwendung der eigentlichen Rentenanpassungsformel (mit Nachhaltigkeits- und Beitragssatzfaktor) zu einem rechnerischen Rentenniveau unter 48 Prozent, wird der aktuelle Rentenwert  stattdessen so festgesetzt, dass das 48-Prozent-Niveau genau erreicht wird. Dies war bei der Rentenanpassung zum 1. Juli 2024 erstmals der Fall.


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Aktuelle Entwicklung: Die derzeitige Bundesregierung hat diese Haltelinie von 48 Prozent durch das Rentenpaket II (Gesetz zur Stabilisierung des Rentenniveaus) bis zum Jahr 2039 verlängert.


 
🪤 Die Kaufkraft-Falle: Ihre Rente im Realitäts-Check

Nicht nur das Verhältnis zum Durchschnittseinkommen ist gesunken, auch die Kaufkraft der Rente stand zeitweise unter Druck.


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2003 bis 2014: In diesem Zeitraum sank die reale Standardrente – die Kaufkraft Ihrer Rente hat sich also verringert.


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Ab 2014: Erst in den Folgejahren stieg die reale Standardrente wieder an und erreichte das Niveau von 2003 erst im Jahr 2020.


Was Sie daraus lernen: Rentenerhöhungen sehen auf dem Papier gut aus. Entscheidend ist aber, was nach Abzug der Inflation (Verbraucherpreise) zum Leben bleibt.


🧭 Wichtige Fakten für Ihre Planung

Die gesetzliche Rentenversicherung ist das wichtigste Alterssicherungssystem in Deutschland:


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Im Jahr 2019 bezogen 85 Prozent der Männer und 88 Prozent der Frauen ab 65 Jahren in Westdeutschland eine eigene Rente der gesetzlichen Rentenversicherung.


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Trotz dieser hohen Verbreitung stammten 2019 in Westdeutschland nur 56 Prozent des Bruttoeinkommens der Über-65-Jährigen aus der gesetzlichen Rente.


Heißt im Klartext: Über 40 Prozent des Alterseinkommens in Westdeutschland stammt bereits heute aus zusätzlichen Quellen wie Betriebsrenten, Beamtenpensionen und privater Vorsorge.


📝 Handlungsplan: Ruhestand jetzt sichern

Die Modellrechnungen des Rentenversicherungsberichts zeigen, dass das Netto-Rentenniveau bis 2035 voraussichtlich auf 45,8 Prozent sinken wird. Was ja erst einmal nicht passieren wird, wegen der Niveausicherungsklausel. Aber wer nicht geriestert hat, dem fehlen heute schon vier Prozent. Der Lebensstandard kann nur gesichert werden, wenn die gesetzliche Rente ergänzt wird.


Jeder sollte sich folgende Fragen stellen:


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Kennen Sie Ihre Lücke? Haben Sie Ihre voraussichtliche Rentenhöhe der gesetzlichen Rente schon mit Ihren geplanten Ausgaben im Ruhestand verglichen?


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Welche Säulen nutzen Sie? Haben Sie neben der gesetzlichen Rente bereits eine Betriebsrente (bAV) und/oder eine private Vorsorge aufgebaut?


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Wie sind Sie abgesichert? Gehen Sie nicht davon aus, dass die 48 % für Sie gelten, wenn Sie keine geförderte Zusatzvorsorge (wie Riester) betrieben haben.


Der Vorunruhestand ist die perfekte Zeit, um diese Lücke zu schließen. Je früher Sie handeln, desto kleiner sind die Beträge, die Sie monatlich investieren müssen.


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Donnerstag, 4. Dezember 2025

Linke – Mehrheitsbeschaffer des Rentenpakets

Linke – Mehrheitsbeschaffer des Rentenpakets
Merz & Co. kämpft um jede Stimme für das Rentenpaket. Nachdem seine Jungen nicht mitziehen, springt die Linke als Mehrheitsbeschaffer ein.
Die Linke als Merz' Stützrad – Polit-Verrat oder genialer Schachzug? Die Masken sind gefallen! Das umstrittene Rentenpaket der schwarz-roten Koalition ist so gut wie durch den Bundestag, denn die Linke will sich enthalten, was der schwarzroten Regierung eine Mehrheit für ihr Rentenpaket verschafft.
Ja, richtig gehört. Während die Union im eigenen Lager um jede Stimme kämpft und die Junge Gruppe rebelliert, springt die Opposition als stiller Mehrheitsbeschaffer ein. Es ist ein politisches Schauspiel der Schwäche – und für alle, die auf die gesetzliche Rente angewiesen sind, ein offener Verrat.

Kapitulation der Regierung


Die Fakten sind brisant: Die Koalition, die mit 328 Abgeordneten eigentlich eine komfortable Mehrheit haben müsste, zittert vor den eigenen Reihen. Zehn bis zwanzig Abweichler in der Union? Plötzlich wird es eng. Und dann kommt die Linksfraktion mit dem Manöver der Enthaltung. Mathematisch brillant, politisch ein Offenbarungseid: Weil Enthaltungen bei der einfachen Mehrheitsberechnung nicht mitgezählt werden, schrumpft die benötigte Stimmenzahl. Die Linke sorgt damit dafür, dass das Rentenpaket auch dann durchkommt, wenn die Union/SPD ihre eigenen Reihen nicht disziplinieren kann.
Der SPD-Vorsitzende Klingbeil zeigte sich in der ARD „wirklich dankbar“. Dankbar! Was für ein Geständnis! Die Regierung ist so schwach, dass sie für die Verabschiedung eines ihrer zentralen Gesetze auf die Gnade einer angeblich bekämpften Opposition angewiesen ist.

Das Märchen von der „Verantwortung“


Der Gipfel der Dreistigkeit ist die Begründung von Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek: “Wir werden nicht akzeptieren, dass das Rentenniveau noch weiter gedrückt wird, und haben uns als Fraktion deshalb entschlossen, uns bei der voraussichtlich am Freitag anstehenden Abstimmung zum Rentenpaket der Regierung zu enthalten”, so Reichinnek. “An uns wird es somit nicht scheitern, dass das Rentenniveau stabilisiert wird.“
Klingt edel, riecht aber nach faulem Kompromiss. Die Wahrheit ist:
- Die Linke spricht sich gegen die Regierungspolitik aus.
- Die Linke ermöglicht der Regierung, diese Politik gegen den Willen der eigenen Abweichler durchzusetzen.
Ist das Oppositionsarbeit? Oder ist das die offene Akzeptanz, dass man im politischen Betrieb keine Alternative bieten kann und lieber als Steigbügelhalter der Koalition agiert? Wer auf eine echte Wende in der Rentenpolitik gehofft hat, wird hier eiskalt enttäuscht. Die Linke sagt „Nein“ – und meint damit „Ja, aber nur heimlich“.
Versprechen
Am 14. Mai 2025 versprach Vizekanzler Lars Klingbeil eine Rentenreform "zügig" anzugehen. Die Zeit läuft.
Zeit seit Abgabe des Versprechens
My count-up
Höchste Zeit, aufzuwachen!
An alle, die auf ein stabiles Rentenniveau hoffen und dieses politische Schauspiel fassungslos beobachten: Wachen Sie auf! Die Politik zeigt Ihnen in diesen Stunden in aller Deutlichkeit, wie wenig Sie sich auf Parteilinien, Abgrenzung oder gar die Macht der Opposition verlassen können. Die Grenzen zwischen Regierung und „verantwortungsvoller“ Opposition verschwimmen, wenn es um die großen Gesetze geht. Was klar ist: Die politische Klasse wird am Ende immer Wege finden, die Dinge durchzuwinken.
Das Rentenpaket mag das Rentenniveau stabilisieren – aber nur mit faulen Tricks und der Hilfe von unerwarteter Seite. Verlassen Sie sich nicht auf die Gnade der Koalition oder die taktischen Manöver der Linken.
Je früher Sie planen, desto weniger sind Sie der Gnade dieser politischen Notgemeinschaft ausgeliefert, die sich gegenseitig die Mehrheit zuschanzt. Zeit, das Heft selbst in die Hand zu nehmen!
Bild: picture alliance / Chris Emil Janßen | Chris Emil Janssen
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Mittwoch, 3. Dezember 2025

Bis zu welcher Höhe sind Renten steuerfrei?

Bis zu welcher Höhe sind Renten steuerfrei?
Rente 2026: Trotz höherem Besteuerungsanteil bleiben bis zu 17.426 Euro steuerfrei! Warum ist eine Steuererklärung dennoch Pflicht?
Was ändert sich 2026? Bei der Steuer einiges: Das Jahr 2026 bringt eine doppelte steuerliche Bewegung für Rentnerinnen und Rentner in Deutschland. Während der steuerliche Grundfreibetrag zur Entlastung steigt, erhöht sich gleichzeitig der Besteuerungsanteil für Neurentner.
- Die gute Nachricht: Dank des erhöhten Grundfreibetrags von voraussichtlich 12.348 Euro (für Ledige) bleibt ein Großteil der Altersrenten auch weiterhin steuerfrei.
- Die schlechte Nachricht: Selbst bei Steuerfreiheit kann die Abgabe einer Steuererklärung zur Pflicht werden.
Wir haben die aktuellen Werte (Stand: Ende 2025/Entwurf) überprüft und zeigen Ihnen, wie hoch Ihre Bruttojahresrente 2026 maximal sein darf, damit Sie keine Einkommensteuer zahlen müssen.

Magische Grenze für Neurentner 2026


Für alleinstehende Neurentner, die im Jahr 2026 in Rente gehen und keine weiteren Einkünfte haben, liegt die voraussichtliche Grenze für die steuerfreie Bruttojahresrente bei:
Bruttojahresrente (bis 30.06.2026): 17.426 Euro
(Das entspricht einer Monatsrente von ca. 1.452,17 Euro)
Wer in den Vorjahren in Rente gegangen ist, hat einen noch höheren Freibetrag in Euro, da der steuerfreie Anteil (der Rentenfreibetrag) zu Rentenbeginn lebenslang festgeschrieben wurde.
Warum gerade 17.426 Euro? Die vereinfachte Berechnung
Diese scheinbar krumme Zahl ergibt sich aus einem Zusammenspiel von Freibeträgen, dem Besteuerungsanteil und abzugsfähigen Vorsorgeaufwendungen:
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Der Rentenfreibetrag (lebenslang gültig)
Für Renten, die im Jahr 2026 beginnen, steigt der steuerpflichtige Anteil auf 84 Prozent an. Im Gegenzug bleiben 16 Prozent der ersten vollen Jahresbruttorente lebenslang steuerfrei.
- Rentenfreibetrag (16 Prozent von 17.426 Euro): 2.788,16 Euro
- Steuerpflichtiger Teil (84 Prozent): 14.637,84 Euro
(Dieser Betrag ist der "Gesamtbetrag der Einkünfte" – ein entscheidender Wert für die Abgabepflicht!)
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Abzüge und Pauschalen
Vom steuerpflichtigen Teil der Rente können noch bestimmte Aufwendungen abgezogen werden. Diese mindern das zu versteuernde Einkommen (zvE) und sind oft der entscheidende Faktor für die Steuerfreiheit:
Posten
Wert
Basis
Kranken- und Pflegeversicherung
2.152,11 €
(Geschätzt 12,35 % von 17.426 €)
Werbungskostenpauschale
102,00 €
(Pauschale für Rentner)
Sonderausgabenpauschale
36,00 €
(Pauschale)
Gesamtabzüge
2.290,11 €
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Das zu versteuernde Einkommen (zvE)
Nun wird berechnet, ob das steuerpflichtige Einkommen den Grundfreibetrag übersteigt:
- Steuerpflichtiger Teil der Rente: 14.637,84 €
- Abzüglich Gesamtabzüge: – 2.290,11 €
- Zu versteuerndes Einkommen (zvE): 12.347,73 €
Da dieser Wert knapp unter dem Grundfreibetrag von 12.348 Euro liegt, fällt keine Einkommensteuer an.
Achtung: Steuerfreiheit heißt nicht Abgabefreiheit!
Der wichtigste Punkt, der für viele Neurentner 2026 gilt: Obwohl Sie keine Steuern zahlen, müssen Sie höchstwahrscheinlich eine Steuererklärung abgeben. Der Grund dafür ist, dass die Steuererklärungspflicht nicht vom zu versteuernden Einkommen (zvE) abhängt, sondern vom Gesamtbetrag der Einkünfte.
Im oben genannten Beispiel liegt der Gesamtbetrag der Einkünfte bei 14.637,84 Euro. Da dieser Betrag den Grundfreibetrag von 12.348 Euro übersteigt, besteht gesetzlich zwingend die Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung.
Was ändert sich zum 1. Juli 2026?
Der angekündigte Rentenerhöhungsschritt zum 1. Juli 2026 ist ein kritischer Punkt. Während der einmal festgelegte Rentenfreibetrag in Euro lebenslang gleich bleibt, werden zukünftige Rentenerhöhungen zu 100 Prozent steuerpflichtig.
Das bedeutet: Durch die Rentenerhöhung ab Mitte 2026 steigt das zu versteuernde Einkommen für alle Rentner (auch die Neurentner) an. Je nach Höhe dieser Erhöhung kann das zvE dann plötzlich über dem Grundfreibetrag liegen. Die Folge: Für einige Rentner könnte ab der Rentenanpassung 2026 erstmals eine (wenn auch geringe) Steuerlast entstehen.
Steuererklärung obligatorisch
Wenn Ihre Altersrente 2026 beginnt und Sie als Alleinstehender (ohne weitere Einkünfte und bei Berücksichtigung der üblichen Abzüge) eine Bruttojahresrente von bis zu 17.426 Euro beziehen, bleiben Sie voraussichtlich steuerfrei. Die Abgabe einer Steuererklärung ist aber auch in diesem Fall zumeist obligatorisch.
Um Ihre individuelle Situation 2026 realistisch einzuschätzen und die Auswirkungen der Rentenanpassung im Juli zu berechnen, sollten Sie unbedingt eine Steuerberatung oder eine Lohnsteuerhilfeverein-Stelle konsultieren oder eine Steuersoftware nutzen.
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Montag, 1. Dezember 2025

Steuer 2026 planen: Jetzt schon Geld sparen!

Steuer 2026 planen: Jetzt schon Geld sparen!
Vorruhestand und Übergang optimal nutzen: Wer jetzt bereits die Steuererklärung 2026 vorbereitet, sichert sich den größten Vorteil und spart unnötigen Stress im neuen Jahr.
Die Feiertage stehen vor der Tür, und die Gedanken kreisen um Plätzchen, Geschenke und den Jahreswechsel – aber sicherlich nicht um die Steuererklärung für das Jahr 2026. Das kommt den meisten wohl erst in den Sinn, wenn der Abgabetermin näher rückt. Doch gerade für alle, die über einen (Vor-)Ruhestand nachdenken oder sich in der Übergangsphase befinden, gilt: Es kann sich enorm auszahlen, wenn Sie jetzt schon mit den Vorbereitungen beginnen!

Warum vorausschauende Planung wichtig ist


Der Jahreswechsel ist nicht nur ein kalendarischer Stichtag, sondern auch eine wichtige steuerliche Zäsur. Wenn Sie wissen, welche Ausgaben Sie im laufenden Jahr noch tätigen können, um die Steuerlast zu senken, haben Sie im Dezember oft noch die Möglichkeit, aktiv zu gestalten.
 1. Die Macht der Belege und Dokumente
Das A und O einer erfolgreichen Steuererklärung ist die Vollständigkeit der Unterlagen. Wer jetzt beginnt, Belege und Dokumente zu sammeln und zu ordnen, erspart sich im Frühjahr den großen Stress.
- Tipp: Legen Sie jetzt eine simple digitale oder physische Mappe mit der Aufschrift „Steuern 2026“ an. Das, was jetzt schon darin landet (z. B. Rechnungen von Handwerkern, Belege für Versicherungen oder Spenden), muss im April nicht mehr gesucht werden.
 2. Ausgaben aktiv vorziehen (oder verschieben)
Gerade im Kontext des Vorruhestands kann das Timing von Ausgaben eine große Rolle spielen. Haben Sie beispielsweise höhere außergewöhnliche Belastungen oder Werbungskosten, die Sie geltend machen möchten?
- Vorsorgeleistungen: Prüfen Sie, ob Sie noch Sonderausgaben (z. B. bestimmte Versicherungen) oder Altersvorsorgebeiträge (Rürup, Riester) bis zum Jahresende optimieren können.
- Gesundheit: Stehen größere, geplante Gesundheitsausgaben (z.B. Zahnersatz oder Brille) an, die über Ihrer zumutbaren Belastung liegen? Unter Umständen kann es sinnvoll sein, alle damit verbundenen Rechnungen noch ins laufende Jahr zu legen, anstatt sie auf zwei Jahre zu verteilen.
- Haushaltsnahe Dienstleistungen: Haben Sie einen Handwerker beauftragt? Stellen Sie sicher, dass die Zahlung (nicht nur die Rechnung) noch dieses Jahr erfolgt, um die steuerliche Entlastung für das aktuelle Jahr zu sichern.

👑 Die Königsklasse: Kauf von Entgeltpunkten


Wer die Möglichkeit hat, Rentenabschläge auszugleichen oder seine Regelaltersrente zu erhöhen, steht oft vor der Entscheidung, wann die Sonderzahlung an die Deutsche Rentenversicherung (DRV) am sinnvollsten ist.
Der Kauf von Entgeltpunkten (Rentenpunkten) ist nicht nur eine Investition in die zukünftige Rente, sondern auch ein extrem wirksames Instrument zur Steueroptimierung.
Was kostet ein Entgeltpunkt?
Der Preis eines Entgeltpunktes ist direkt an das Durchschnittsentgelt gekoppelt und steigt in der Regel jährlich. Hier sehen Sie die voraussichtlichen Kosten:
Jahr
Preis pro Entgeltpunkt (EP)
Entwicklung
2025
9.391,70 Euro
Aktueller Preis
2026 (Schätzung)
ca. 9.661 Euro
Erwarteter Anstieg um ca. 2,9 %
Die Logik ist klar: Wenn Sie die Möglichkeit haben, die Zahlung vorzuziehen, sichern Sie sich nicht nur den aktuell günstigeren Preis, sondern können die Steuerersparnis auch früher nutzen.
Der große Steuervorteil durch den Kauf
Die Kosten für den Kauf von Entgeltpunkten gelten steuerlich als Altersvorsorgeaufwendungen und können seit 2023 zu 100 Prozent als Sonderausgaben geltend gemacht werden.
- Volle Absetzbarkeit: Die DRV-Zahlung mindert Ihr zu versteuerndes Einkommen (zvE) im Jahr der Zahlung. Je höher Ihr Steuersatz ist (was in der Phase vor dem Ruhestand oft der Fall ist), desto größer ist die Ersparnis.
- Höchstbetrag beachten: Es gibt jedoch einen Höchstbetrag für alle Altersvorsorgeaufwendungen.
- Für 2025 liegt dieser bei 29.344 Euro (Ledige) bzw. 58.688 Euro (Verheiratete/Zusammenveranlagte).
- Von diesem Betrag werden allerdings zuerst Ihre regulären Beiträge zur Rentenversicherung (Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil) abgezogen. Nur der verbleibende Restbetrag steht Ihnen für die steuerwirksame Sonderzahlung zur Verfügung.
Fazit für die Steuererklärung 2026: Zahlen Sie große Beträge für den Rentenpunkte-Kauf idealerweise vor dem 31.12. des laufenden Jahres ein, wenn Sie einen hohen Steuersatz haben, um die Kosten in der nächsten Steuererklärung (2026) voll absetzen zu können.
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3. Ruhestand = Neue Regeln!
Viele angehende Rentner vergessen: Im Ruhestand ändern sich oft die Einnahmequellen (Rente, Betriebsrente, private Vorsorge) und somit auch die steuerlichen Regeln.
Wenn Sie dieses Jahr in den (Teil-)Ruhestand gehen, müssen Sie besonders genau dokumentieren, welche Einkünfte Sie in der Übergangsphase hatten. Wer schon jetzt alle Unterlagen strukturiert, behält den Überblick über:
- Lohnersatzleistungen (z. B. Arbeitslosengeld oder Krankengeld),
- Kapitalerträge (Zins- und Dividendengutschriften),
- und den Beginn der Rentenbezüge.
Fazit: Weniger Stress und mehr Erstattung
Wer jetzt anfängt, Belege zu sortieren und sich einen kurzen Überblick über die voraussichtlichen Einnahmen und abzugsfähigen Ausgaben zu verschaffen, gewinnt zweimal:
- Im Frühjahr: Sie vermeiden den typischen Steuerstress und haben mehr Zeit für die schönen Dinge des (Vor-)Ruhestands.
- Im Geldbeutel: Sie stellen sicher, dass Sie keine Ausgaben vergessen, die sich lohnen – und maximieren so Ihre Steuererstattung.
Der (Vor-)Ruhestand soll eine Zeit der Entspannung sein. Beginnen Sie heute damit, die steuerliche Grundlage dafür zu legen! https://vorunruhestand.de/2025/12/steuer-2026-planen-jetzt-schon-geld-sparen/